Neuer Behandlungsansatz bei Leukämie

Leukämiezelle mit einem intakten und einem gebrochenen BRWD3-Gen (drei rote Fluoreszenzsignale) - Quelle: Dr. Claudia Kalla und DKFZ
Leukämiezelle mit einem intakten und einem gebrochenen BRWD3-Gen (drei rote Fluoreszenzsignale) - Quelle: Dr. Claudia Kalla und DKFZ

Forscher der University of South Wales und des Children¹s Cancer Institute Australia haben einen neuen Ansatz bei der Behandlung von akuter myeloischer Leukämie (AML) entwickelt. Diese Form der Leukämie ist eine der aggressivsten Leukämie-Erkrankungen.

Für den neuen Behandlungsansatz wird ein Antikörper verwendet, um gezielt AML-auslösende Zellen anzugreifen. Dieser Ansatz könnte sich auch als wirksam erweisen, andere Leukämie-Erkrankungen mit weniger Nebenwirkungen zu behandeln. „AML ist eine Form von Leukämie, bei der sich die Behandlungsresultate in den letzten zwanzig bis dreißig Jahren kaum verbessert haben. Die jetzige Forschung liefert eine neue Richtung für eine zielgenaue Therapie bei der AML-Behandlung“, so Associate Professor Richard Lock von der University of New South Wales. „Wir brauchen einen Schritt nach vorn und hoffen, dass dies einer ist.“

Es gibt verschiedene Arten von Leukämie. Sie unterscheiden sich dadurch, welche Blutzellen von Krebs befallen werden. Die akute myeloische Leukämie ist eine der aggressivsten Formen, vor allem bei Erwachsenen mit schlechten Überlebensraten trotz zahlreicher Behandlungsmethoden. „Die krebsauslösenden Zellen sind relativ resistent gegen Chemotherapie und ein Hauptgrund, warum es Probleme bei der Heilung der meisten AML-Erkrankungen gibt. Um die Aussichten für Patienten mit AML zu verbessern, müssen diese krebsauslösenden Zellen ausgeschaltet werden“, erläutert Lock.

Der in der Studie verwendete Antikörper befindet sich aktuell in der klinischen Versuchsphase I. Er wurde von Professor Angel Lopez entwickelt, der inzwischen am Centre for Cancer Biology in Adelaide tätig ist und ebenfalls am jetzigen Forschungsprojekt mitwirkt.

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Pressemitteilung Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke- Heinemann, Sabine Ranke-Heinemann


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  • Die Bildfolge zeigt die Isolierung einer Brustkrebszelle (kleiner Kreis links und Mitte) und rechts einen Ausschnitt aus ihrem »molekularen Porträt«. - © Fraunhofer ITEM
    Deutsche Krebshilfe

    München (gb) – Winzige Abschürfungen von Tumoren könnten die Ursache dafür sein, dass sich Krebs im Körper ausbreitet. Münchner Wissenschaftler untersuchen nun diese sogenannten Mikropartikel. Die Forscher vermuten, dass sie die Fähigkeit besitzen, durch den Körper zu wandern und gesunde Zellen in Krebszellen zu verwandeln. Sie hoffen, durch Blockade der Mikropartikel die Krebsausbreitung zu verhindern. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsvorhaben mit 346.000 Euro.

    Eine besondere Eigenschaft von Krebszellen ist ihre Fähigkeit, sich aus dem Zellverband eines Tumors zu lösen. Sie gelangen in die Blut- oder Lymphbahnen, werden durch den Körper transportiert und dringen in andere Gewebe ein. Dort können sie sich ansiedeln und Tochtergeschwülste des ursprünglichen Tumors bilden, in der Fachsprache Metastasen genannt. Geschieht dies, sinken die Heilungschancen des Patienten drastiscAuf welche Weise die bösartigen Zellen die Blut- und Lymphbahnen verlassen, in das Gewebe eindringen und neue Tumoren bilden, ist noch weitgehend unbekannt. Doch möglicherweise helfen ihnen winzige Mikropartikel, die von der Krebszellhülle abbrechen, bei ihrem Feldzug durch den Körper. Denn Tumorzellen geben ständig solche kleinen Zellhüll- Brocken in die Blutbahn ab. Diese Krebsboten können leichter in das Gewebe eindringen als die um ein Vielfaches größeren Krebszellen und diesen den Weg ebnen. Damit nicht genug: Die Tumorabschürfungen können einen molekularen Schutzwall um sich herum errichten, der verhindert, dass sie vom Abwehrsystem des Körpers erkannt und entfernt werden.

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