Neuer Informationsfilm – Hodgkin Lymphom

Hodgkin/Reed-Sternberg (HRS)-Zellen - Quelle: nature com
Hodgkin/Reed-Sternberg (HRS)-Zellen - Quelle: nature com

Bonn (jt) – Die Deutsche Krebshilfe ergänzt ihre Broschürenreihe „Die blauen Rageber“ durch Patienten-Informationsfilme auf DVD. Als neuen Titel dieser Serie stellt die gemeinnützige Organisation den Film „Hodgkin Lymphom“ vor. Im Hauptfilm berichten 13 Betroffene im Rahmen einer gemeinsamen Reise über ihre Erfahrungen mit der bösartigen Krankheit. Während der Tage auf See sprechen sie über Diagnose, Therapie und das Leben mit und nach der Erkrankung, das mit seinen Höhen und Tiefen einer Schifffahrt gleicht. Kurze Filme zu Themen wie Chemotherapie, Ernährung, ergänzende Heilverfahren sowie Kinderwunsch runden das Angebot ab. Die DVD kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe bestellt werden.

Deutsche Krebshilfe bringt kostenlose DVD heraus News Grafik

„Die Diagnose war in erster Linie ein Schock. Plötzlich, von heute auf morgen, tritt der Tod vor einen, sitzt einem im Nacken.“ So beschreibt Regina, eine Kunsttherapeutin, die bereits im Alter von 23 Jahren an einem Hodgkin Lymphom erkrankte, den Moment, als sie von der Diagnose erfuhr. Sie und weitere zwölf Betroffene berichten im Patienten-Informationsfilm „Hodgkin Lymphom“ über ihre Erfahrungen mit der Krankheit, angefangen bei der Diagnose, über die Therapie bis hin zu den Nebenwirkungen und psychischen Problemen, unter denen sie während und nach der Therapie zu leiden hatten und haben.

Professor Dr. Andreas Engert, Leiter der Deutschen Hodgkin Studiengruppe an der Universitätsklinik Köln, gibt im Film Hintergrundinformationen zu dieser eher seltenen Krebsart. „Die Ursache dieser Erkrankung ist – wie bei fast allen Krebserkrankungen – nicht endgültig geklärt. Man weiß, dass die bösartigen Zellen von gutartigen Lymphozyten abstammen, also Zellen des lymphatischen Systems. Aber warum sie entarten, also zu Krebszellen werden, ist noch ungeklärt“, so der Experte. An einem Hodgkin Lymphom erkranken vor allem junge Erwachsene. Das Durchschnittsalter liegt bei 32 Jahren.

Die Deutsche Krebshilfe ist unter dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ tätig. Schon seit ihrer Gründung durch Frau Dr. Mildred Scheel im Jahr 1974 setzt sich die Organisation dafür ein, dass Betroffene und Angehörige umfassend über die Krankheit Krebs aufgeklärt werden. „Das Thema Krebs ist heute kein Tabu mehr. Über Krebs wird gesprochen und geschrieben“, so die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski. „Wir möchten dazu beitragen, dass die Menschen angstfrei mit der Krankheit umgehen können. Denn ein aufgeklärter Patient, der weiß, was mit ihm geschieht, kann aktiv gegen seine Erkrankung angehen.“

Der Patienten-Informationsfilm „Hodgkin Lymphom“ wurde im Auftrag der Deutschen Krebshilfe von TAKEPART media and science, Köln, produziert. Er ist als „Blaue DVD“ entweder zusammen mit der Broschüre „Hodgkin Lymphom“ oder einzeln kostenlos erhältlich bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn. Ausschnitte aus der DVD stehen auch im Internet unter www.krebshilfe.de. Verfügbar sind außerdem Filme über Darmkrebs, Hautkrebs und Palliativmedizin. Weitere DVDs zu den Themen Prostatakrebs und Fatigue sind in Vorbereitung. Die Deutsche Krebshilfe finanziert ihre Aktivitäten ausschließlich aus Spendengeldern der Bevölkerung und kämpft als Bürgerinitiative bereits seit über 34 Jahren gegen den Krebs. Ihr Spendenkonto: 90 90 93 bei der Sparkasse KölnBonn.

Infokasten: Hodgkin Lymphom

Das Hodgkin Lymphom ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems. Etwa 2.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an dieser Krebsart. Die Heilungschancen liegen bei etwa 80 Prozent. Das Durchschnittsalter bei Neuerkrankten liegt bei 32 Jahren. Das Hodgkin Lymphom wird durch eine Chemo- oder Strahlentherapie behandelt. Operative Verfahren werden zur Diagnosestellung eingesetzt.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

--Download Neuer Informationsfilm - Hodgkin Lymphom als PDF-Datei --


  • Diskutierten unter der Leitung von Nina Ruge über zwei Forschungsansätze zur Früherkennung des Bauchspeicheldrüsenkrebses: Professor Carlos Fernández-del Castillo, Gastgeber Ernst Freiberger, Professor Dr. Markus Büchler und Dr. Ulrich R. Mauerer (v.l.n.r.)
    Bauchspeicheldrüsenkrebs

    Marburger Mediziner koordinieren EU-Projekt zur Erforschung und Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

    Marburger Mediziner koordinieren einen europäischen Forschungsverbund, der sich damit befasst, die wesentlichen genetischen Ursachen des Bauchspeicheldrüsenkrebses zu identifizieren und die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit über 11 Millionen Euro. Rund 1,5 Millionen Euro fließen an das Team von Professor Dr. Thomas Gress und Privatdozent Dr. Malte Buchholz von der Philipps-Universität. Am 15. November trafen sich die elf beteiligten Partner aus fünf europäischen Ländern in Marburg zur Auftaktveranstaltung für das auf fünf Jahre angelegte Projekt.

    Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der aggressivsten Krebsarten, die bislang medikamentös schwer zu behandeln ist. In dem neuen Forschungsprojekt entwickeln Mediziner, Molekularbiologen, Experten für Datenanalyse und Technologieunternehmen im Labor und am Computer Modelle, um ein genaues Bild von den Krebszellen zu erhalten. „Wir kennen die Unterschiede zwischen gesunden und erkrankten Zellen zwar schon recht genau, doch bislang ist es kaum möglich, die ausschlaggebenden Abweichungen, die ursächlich für die Krebserkrankung sind, von weniger wichtigen Veränderungen zu unterscheiden“, erklärt der Marburger Gastroenterologe Professor Dr. Thomas Mathias Gress.

    […mehr lesen]

  • Plakatmotiv Ich bin dabei - Kooperationsgemeinschaft Mammographie | Urs Kuckertz Photography
    Brustkrebs

    Bonn (ek) – Das Mammographie-Screening, eine Röntgenuntersuchung der Brust, kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Brustkrebs bei möglichst vielen Frauen in einem frühen Stadium zu entdecken und damit die Heilungschancen zu steigern. Gemeinsam mit der Kooperationsgemeinschaft Mammographie und dem Bundesverband Frauenselbsthilfe nach Krebs informiert die Deutsche Krebshilfe über dieses Angebot, denn: „Das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening ist derzeit die beste Methode, um bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren frühzeitig bösartige Veränderungen der Brust festzustellen“, so Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit