Nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen

Verteilung der Kindertumoren - Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz

Im Rahmen des 6. Internationalen Hodgkin-Symposiums treffen sich rund 40 Kliniker und Wissenschaftler aus aller Welt, um Daten zur Behandlung von Jugendlichen mit Hodgkin-Lymphom zu analysieren. Jugendliche Hodgkin-Patienten werden bisher entweder in Studien für Kinder oder in Studien für Erwachsene behandelt, so dass Jugendliche gleichen Alters oft sehr unterschiedliche Therapien erhalten und die entsprechenden Daten über verschiedene Altersgruppen und Studien verstreut sind. Mit einigen Tausend Datensätzen liegt den Wissenschaftlern nun der bisher größte Datenpool speziell zu Jugendlichen mit Hodgkin-Lymphom vor. Initiatoren und Leiter dieser internationalen Kooperation sind Richard Fisher, Jonathan Friedberg und Louis (Sandy) Constine von der University of Rochester sowie Cindy Schwartz von der Johns Jopkins University (ehem. Rochester).

Fach-Pressekonferenz Kompetenznetz Maligne Tumoren

Internationale Kooperation nimmt Jugendliche mit Hodgkin-Lymphom in den Blick
Louis S. Constine, M.D., University of Rochester Medical Center

Das Hodgkin-Lymphom ist die häufigste Krebsart bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 21 Jahren, dennoch liegen aktuell nur vier von bisher 78 Publikationen von klinischen Studien zum Hodgkin-Lymphom vor, die Outcome-Informationen zu Jugendlichen liefern. Zwei Publikationen zeigten im Vergleich zur restlichen Studienpopulation einen signifikanten Unterschied im Outcome für die Jugendlichen. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Jugendliche von einem spezifischen Behandlungsansatz profitieren könnten. Nach wie vor ist in der Therapie jugendlicher Hodgkin-Patienten vieles unbekannt, während Ärzte davon ausgehen, dass die Behandlungsoptionen sorgfältig evaluiert worden sind.

Derzeit werden jugendliche Hodgkin-Patienten entweder nach Protokollen für Kinder oder für Erwachsene behandelt, die in Bestrahlung, Chemotherapie oder anderen Faktoren erheblich differieren. So erhalten Jugendliche sehr unterschiedliche Therapien – je nachdem, ob sie bei einem Pädiater oder einem Internisten behandelt werden. Und obwohl jugendliche Hodgkin-Patienten eine sehr gute Prognose haben, leiden sie besonders häufig unter Therapie-assoziierten Toxizitäten und Zweittumoren.

Die internationale Gruppe vergleicht nun das Outcome von jugendlichen Hodgkin-Patienten, die in Kinderstudien behandelt worden sind, mit dem Outcome von Jugendlichen in Erwachsenenstudien. Die Wissenschaftler sind bestrebt, auch spezifische biologische Risikofaktoren sowie die Folgen der Behandlung auf die physische und psychosoziale Entwicklung zu untersuchen.

Weitere Informationen:
Louis S. Constine, M.D.
Professor of Radiation o­ncology and Pediatrics
Vice Chair, Department of Radiation o­ncology
James P. Wilmot Cancer Center
University of Rochester Medical Center
Tel.: ++1 716 – 275-5622
Fax: ++1 716 – 275-1531
E-Mail: louis_constine@urmc.rochester.edu

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Antje Schütt M.A.
Zentrale des Kompetenznetzes Maligne Lymphome
Klinikum der Universität zu Köln
Joseph-Stelzmann-Str. 9, 50924 Köln

E-Mail: antje.schuett@medizin.uni-koeln.de
Tel.: 0221/478-7405, Fax: 0221/478-7406
Internet: www.lymphome.de

Kompetenznetz Maligne Tumoren, Antje Schütt


Krebszeitung

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  • Alkohol ist ein Leberzellgift und kann die Entwicklung von Leberkrebs in drei Stufen initiieren. Durch Teilung gesunder Leberzellen kann der Tod einzelner Leberzellen kompensiert werden. Ein kontinuierlicher Alkoholkonsum verursacht eine chronische alkoholische Leberschädigung mit starker Leberzellteilung. Dabei besteht das Risiko, dass sich einige Leberzellen in Tumorzellen (kleine Zellen) umwandeln und Leberkrebs verursachen.
    Leberkrebs

    Forscher entwickeln neue Therapien mit Hochenergie-Strahlung und krebsfressenden Viren

    Nürnberg – Das hepatozelluläre Karzinom, kurz Leberkrebs, gehört mittlerweile zu den häufigsten Tumoren weltweit. In Deutschland sind die Fallzahlen in den vergangenen zehn Jahren um ein Viertel angestiegen – vor allem durch Alkohol, Übergewicht und Hepatitis-Infektionen. Nur zwanzig Prozent der Patienten leben länger als fünf Jahre. Regelmäßige Ultraschall-untersuchungen bei Risikogruppen im Abstand von sechs Monaten können die Früherkennung – und somit letztendlich die Heilungschancen – deutlich verbessern, teilen Experten im Vorfeld des Kongresses Viszeralmedizin 2013 mit.

    In Deutschland erkranken mittlerweile jedes Jahr rund 8500 Menschen an Leberkrebs. Die Zunahme ist unter anderem auf die steigende Zahl von Fettlebern infolge starken Übergewichts und die Zunahme von Hepatitis B- und C-Infektionen zurückzuführen. Diese Erkrankungen können sich langfristig zu Leberzirrhosen entwickeln. „Eine Leberzirrhose wiederum ist der mit Abstand größte Risikofaktor für die Entstehung von Leberkrebs“, sagt Professor Dr. med. Guido Gerken, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen und einer der Kongresspräsidenten der Viszeralmedizin 2013. „Deshalb sind regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen bei Risikogruppen – also Patienten, die an einer Leberzirrhose, an chronischer Hepatitis B und C oder einer Fettleberhepatitis leiden – besonders wichtig.“ Je früher Leberkrebs erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Früherkennungsuntersuchungen mittels Ultraschall sollten etwa alle drei bis sechs Monate erfolgen.

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  • DKK 2006
    Kongresse

    DKK 2006Zum 27. Deutschen Krebskongress 2006 vom 22. – 26. März 2006 fand im ICC und der Messe Berlin das größte o­nkologische Forum im deutschsprachigen Raum statt. Es wurden dazu rund 8.000 Teilnehmer aus der Grundlagenforschung, den Klinikbereichen, der o­nkologischen Pflege und der Medizinisch- Technischen Assistenzberufe erwartet. Insgesamt 1.344 Referenten und Vorsitzende diskutierten in den rund 350 Veranstaltungen den neuesten Kenntnisstand bei der Vermeidung, Diagnose, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen.

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