Nicht nur in Amerika: Auch in Freiburg wird Frauen minimal invasiv geholfen

Legende: A) Normales Gebärmutterhalsgewebe, das viel pro-IL-1β enthält (braun gefärbt) B) Gebärmutterhalskrebs, negativ für pro-IL-1β - Bildquelle: DKFZ/Charité Berlin

Patientinnen, die an einer gutartigen Wucherung der Gebärmutter (Gebärmuttermyom) erkrankt sind, kann in der Abteilung Röntgendiagnostik des Universitätsklinikums mit viel Erfahrung genauso schonend geholfen werden, wie dies in den USA bei der designierten Außenministerin Condoleezza Rice erfolgreich durchgeführt wurde. Der stellvertretende Sicherheitsberater Jim Wilkinson hatte dies gegenüber der Presse berichtet.

Wie funktioniert diese Behandlungsform? Durch einen Verschluss der ernährenden Gefäße wird die Blutzufuhr zu dieser gutartigen Geschwulst der Gebärmutter gestoppt. Dies geschieht mit Hilfe von kleinen Kathetern in den Beckenschlagadern durch einen erfahrenen Radiologen. So können in den meisten Fällen eine Narkose und eine Eröffnung der Bauchhöhle mit allen unangenehmen Folgen vermieden werden.

Diese neue Behandlungsmethode wird in der Radiologischen Universitätsklinik durchgeführt. Ein stationärer Aufenthalt ist nur für 24-48 Stunden nötig.

Information
Prof. Dr. Mathias Langer
Ärztl. Direktor der Abteilung Röntgendiagnostik
Prof. Dr. Markus Uhl
Abt . Röntgendiagnostik
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetterstr. 55
79106 Freiburg
Tel 0761 – 270 3805
e-mail: mathias.langer@uniklinik-freiburg.de

Pressemitteilung, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, Rudolf-Werner Dreier


Krebszeitung

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  • Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister - Quelle: GEKID
    Harnblasenkrebs

    Andrea Höhn ist eine von fast 30 000. Laut Schätzungen des Robert- Koch-Instituts erkranken in Deutschland jedes Jahr etwa 28 750 Menschen an Harnblasenkrebs. Wie Andrea Höhn kann ein Teil der Blasenkrebspatienten trotz Entfernung des Organs mit einer Ersatzblase ein nahezu normales Leben führen. Mit ihrer persönlichen Geschichte will die 53-Jährige zur Aufklärung über den zweithäufigsten urologischen Tumor beitragen, denn trotz der alarmierenden Zahlen ist in der Öffentlichkeit wenig über Risikofaktoren und Behandlung des Harnblasenkarzinoms bekannt.

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  • Histologischer Schnitt durch einen Thymus | © dkfz.de
    dkfz

    Histologischer Schnitt durch einen Thymus | © dkfz.deDie so genannten T-(Thymus-abhängigen) Lymphozyten, eine bestimmte Sorte weißer Blutzellen, stammen wie alle anderen Blutzellen von Vorläuferzellen aus dem Knochenmark ab. Im Thymus, einem immunologischen Organ im Brustkorb, reifen die Zellen dann zu aktiven Immunzellen heran. Nach bisheriger Lehrmeinung kann der Thymus ohne ständigen Nachschub aus dem Knochenmark keine T-Zellen produzieren. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg konnten dieses Dogma nun widerlegen – offenbar ist der Thymus auch ohne Nachschub aus dem Knochenmark für mehrere Monate in der Lage, reife T-Zellen zu erzeugen. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler soeben im Journal of Experimental Medicine veröffentlicht.

    Der Thymus ist ein etwa faustgroßes Organ im Bereich des Brustbeins. Er ist zentraler Bestandteil des Immunsystems, in ihm reifen die so genannten T-Lymphozyten zu aktiven Zellen des Immunsystems heran. Nur Zellen, die zwischen Fremd und Selbst unterscheiden können, dürfen den Thymus verlassen, damit sie infizierte oder entartete Zellen abtöten und gleichzeitig körpereigene Gewebe unbehelligt lassen.

    „Normalerweise wandern die unreifen T-Vorläuferzellen aus dem Knochenmark in den Thymus ein, um dort heranzureifen“, sagt Hans-Reimer Rodewald, der Leiter der Abteilung Zelluläre Immunologie im Deutschen Krebsforschungszentrum. „Wir wollten nun wissen was passiert, wenn der Thymus keine neuen Vorläuferzellen mehr erhält.“ Um das heraus zu finden, untersuchten Vera Martins, Hans-Reimer Rodewald und ihre Kollegen Mäuse, denen sämtliche Lymphozyten-Vorläuferzellen im Knochenmark aufgrund verschiedener genetischer Veränderungen fehlten. In diese Tiere transplantierten die Forscher einen Thymus aus einer normalen Maus. Sie erwarteten, dass der Spender-Thymus für etwa 4 Wochen eigene reife T-Zellen ins Blut der Empfängertiere abgeben würde, danach wären die Thymus-eigenen T-Zellen aufgebraucht und der Thymus würde degenerieren.

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