Nichtinvasive Behandlung bei Prostatakrebs

Krankenkassen - pixabay
Krankenkassen - pixabay

Die HIFU- Behandlung ist ein heilendes Verfahren bei Prostata- Krebspatienten im Stadium T1 und T2, dass heißt für lokal begrenzte Prostatakarzinome. Die Abkürzung HIFU steht für Hoch Intensiv Fokussierter Ultraschall. Dies bedeutet, es werden während der Behandlung Ultraschallsequenzen von 3 MHz appliziert. In der Applikationssonde sind zwei Systeme integriert. Einmal die Bildgebende Ultraschallsonde und zum anderen die Therapieultraschallsonde. Der Ultraschall wird während der Behandlung auf einen Punkt fokussiert.

Die HIFU- Behandlung mit Ablatherm®

Der Patient wird auf einer Liege in Rechts-Seitenlage mit angewinkelten Beinen gelagert und mit Halterungen fixiert, so dass der Patient und die Behandlungsmaschine ein festes System bilden. Die Behandlung wird endorektal, meist unter Spinalanästhesie, durchgeführt. Eine Sonde wird in das Rektum eingeführt. Diese Sonde erzeugt einen konvergenten Ultraschallstrahl von hoher Intensität. In dem Punkt, auf den der Ultraschall gerichtet wird (Fokuspunkt), erzeugt die plötzliche und intensive Absorption des Ultraschallstrahls eine plötzliche Erhöhung der Temperatur (von 85° bis 100°C), die alle Zellen im Zielbereich zerstört. Durch die hohen Temperaturen und zur störungsfreien Übertragung des Ultraschalls ist es nötig, eine Kühlflüssigkeit zu verwenden, die in einem Kühlkreislauf der Sonde zugeführt wird.

Die Behandlung dauert mit Vorbereitung des Patienten etwa 2 – 3 Stunden, abhängig von der Größe des zu behandelnden Gebietes. Deren Größe wird vor der Behandlung mittels der Applikationssonde ermittelt und auf dem dazugehörenden Computer gespeichert. Auf diesem wird danach vom operierenden Arzt der zu behandelnde Bereich festgelegt. Nach dem Speichern der jeweiligen Behandlungssequenz ( zwei Sequenzen rechts und zwei links) beginnt das Ablatherm® HIFU- Gerät selbstständig mit der Behandlung, wobei jeweils minimale, elipsenförmige Bereiche behandelt werden, die dort kleinste Läsionen hervorrufen und das kranke Gewebe zerstören.

Neben dem Franziskus-Krankenhaus Berlin, wo diese Behandlung durchgeführt worden ist, finden Sie im nachstehenden Link weitere Zentren, an denen die nichtinvasive Behandlung des Prostatakarzinoms mit Ablatherm® HIFU durchgeführt wird:
www.edap-hifu.de

Detlef Höwing


Krebszeitung

--Download Nichtinvasive Behandlung bei Prostatakrebs als PDF-Datei --


  • Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer
    Deutsche Krebshilfe

    Erfurt (jti) – Das derzeit geltende Nichtraucherschutzgesetz in Thüringen lässt viele Ausnahmen vom Rauchverbot zu. Im Bundesland Thüringen darf bislang in der so genannten Eckkneipe, in Festzelten, in Spielhallen und in abgetrennten Raucherräumen geraucht werden. „Dieses völlig unzureichende Gesetz soll nun vom Landtag entfristet werden. Eine Entfristung würde jedoch bedeuten, diesen unzureichenden Stand der Dinge festzuschreiben und damit die Chance auf echten Nichtraucherschutz im Land zu verspielen“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Es sei hinlänglich bekannt, dass Rauchen und Passivrauchen schwere chronische Krankheiten wie Krebs, Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen verursachen können. Die Deutsche Krebshilfe, das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN und die Landeskrebsgesellschaft Thüringen appellieren daher an die Politiker, die Entfristung des Gesetzes am 20. Juni 2012 zu stoppen und den Nichtraucherschutz in Thüringen zu verbessern.

    […mehr lesen]

  • Der HDAC-Inhibitor verstärkt deutlich die Wirkung eines Chemotherapeutikums in Prostatakrebszellen. - Quelle: Prof. James Beck, Universitätsklinikum Jena
    dkfz

    Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Universitätsklinikum Heidelberg identifizierten das Enzym HDAC11 als vielversprechende Zielstruktur für neue Krebstherapien. Wird das Molekül ausgeschaltet, so stellen die Krebszellen ihr Wachstum ein und sterben ab. Normalen Zellen schadet eine Blockade von HDAC11 dagegen nicht. Auf der Basis dieser Ergebnisse suchen die Forscher nun nach selektiven Wirkstoffen gegen HDAC11.

    Bei der Suche nach neuen Krebsmedikamenten werden seit einigen Jahren Substanzen erprobt, die die so genannten HDAC-Enzyme hemmen. „Studien haben gezeigt, dass solche HDAC-Inhibitoren das Wachstum von Krebszellen in der Kulturschale sehr gut bremsen. Aber außer bei einem seltenen Lymphdrüsenkrebs sind diese Medikamente im klinischen Einsatz leider nicht gegen bösartige Tumoren wirksam“, sagt Prof. Dr. Olaf Witt, Leiter einer Forschungsabteilung im Deutschen Krebsforschungszentrum und Kinderarzt am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit