Nutzen und Risiken der Krebs-Früherkennung

Der neue hochempfindliche Bluttest unterscheidet genau zwischen gut- und bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und erkennt gefährliche Veränderungen in frühesten Stadien. Uniklinikum Dresden
Der neue hochempfindliche Bluttest unterscheidet genau zwischen gut- und bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und erkennt gefährliche Veränderungen in frühesten Stadien. Uniklinikum Dresden

Bonn/Berlin (ng) – Ist mit meiner Gesundheit alles in Ordnung? Was kann ich tun, um gesund zu bleiben? Welchen Nutzen haben Krebs-Früherkennungsuntersuchungen? Was bezahlt die Krankenkasse? Und welche Zusatzleistungen lohnen sich? Die Deutsche Krebshilfe setzt sich dafür ein, dass die von den gesetzlichen Krankenkassen angebotenen Früherkennungsuntersuchungen genutzt werden, da Tumorerkrankungen im Frühstadium mit großer Wahrscheinlichkeit heilbar sind. Manche Untersuchungsverfahren, die als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten werden, bergen jedoch erhebliche Risiken, die gegen den möglichen Nutzen abgewogen werden müssen. Die Stiftung Warentest unterzieht die derzeit in Deutschland und Österreich angebotenen Tests zur Krebs-Früherkennung einer regelmäßigen wissenschaftlichen Überprüfung. Besucher der Website der Deutschen Krebshilfe können die Informationen der Stiftung Warentest ab sofort kostenfrei abrufen.

Früh erkannt, ist Krebs fast immer heilbar. Dies gilt insbesondere für Krebserkrankungen der Haut, der Brust, des Darms, des Gebärmutterhalses und der Prostata. Krebs-Früherkennungsuntersuchungen gehören daher zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Darüber hinaus werden Untersuchungen angeboten, für deren Kosten der Versicherte selbst aufkommen muss. Manche dieser Untersuchungen sind sinnvoll und nützlich. Bei anderen hingegen ist der Nutzen umstritten oder nicht bewiesen.

Die Stiftung Warentest lässt die derzeit angebotenen Krebs-Früherkennungs-methoden wissenschaftlich überprüfen und anhand publizierter Daten auf ihre Leistungsfähigkeit hin untersuchen. So sollen interessierte Bürger die angebotenen Tests besser beurteilen können. Auf dieser Grundlage aufbauend, können die persönliche Motivation einbezogen und die Risikolage abgewogen werden. Die Ergebnisse der umfangreichen Analysen wurden veröffentlicht in dem Buch „Untersuchungen zur Früherkennung – Krebs: Nutzen und Risiken“ (Stiftung Warentest, 2005) und werden regelmäßig aktualisiert. Besuchern der Internetseite der Deutschen Krebshilfe stehen die Bewertungen der Stiftung Warentest ab sofort kostenfrei zur Verfügung: Über einen Link auf www.krebshilfe.de/test-frueherkennung.html gelangen Internetnutzer direkt auf die Seiten der Stiftung Warentest zum Thema „Krebs-Früherkennung“.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

--Download Nutzen und Risiken der Krebs-Früherkennung als PDF-Datei --


  • Biopsie-Gerät Quelle: NCT Heidelberg
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    Biopsie-Gerät Quelle: NCT HeidelbergAls eine der ersten Kliniken weltweit hat die Urologische Universitätsklinik Heidelberg, Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Markus Hohenfellner, seit kurzem ein neues Prostata-Biopsiesystem in Betrieb genommen. Das Verfahren dient der Erkennung von Prostatakrebs und kombiniert die Hochfeld-Magnet-Resonanz-Tomographie (Hochfeld-MRT) als bestes bildgebendes Verfahren für die Prostata mit einer neuen Ultraschall-Technik. So können die Ärzte punktgenau und nachvollziehbar an bestimmten Orten Gewebeproben entnehmen.

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  • Bewegung und Sport bei Krebs - Quelle: Deutsche Krebshilfe e.V.
    Deutsche Krebshilfe

    Bonn (ct) – Die Diagnose Krebs und die notwendige Therapie verändern das Leben der Betroffenen oft grundlegend: Operationen und Medikamente belasten den Körper – und auch die Lebenseinstellung ist nach der Konfrontation mit der lebensbedrohlichen Erkrankung oftmals eine andere. Wie Bewegung und Sport sich gerade in dieser Situation positiv auf das körperliche, seelische und soziale Befinden auswirken können, darüber berichtet die Deutsche Krebshilfe in der aktuellen Ausgabe ihres Magazins.

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