Darstellung eines Hirntumors mit Computer- und Positronenemissions- Tomographie. Die farbigen Konturen dienen zur Planung einer Strahlentherapie - Quelle: dkfz

Einzigartiger Computertomograph in München

7. September 2004

In Großhadern wurde jetzt eine neue Generation von Computertomographen erstmals in einer Klinik installiert. Mit dem Produkt der Firma Siemens können gleichzeitig 64 Einzelschichten untersucht werden. Dazu wurde die Umlaufzeit der Röhre auf 330 Millisekunden verkürzt. Damit wurde aber nicht der Drang nach technischen Superlativen befriedigt. Vielmehr ergeben sich weitreichende Möglichkeiten zur Verbesserung der Patientenversorgung.

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Der neue hochempfindliche Bluttest unterscheidet genau zwischen gut- und bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und erkennt gefährliche Veränderungen in frühesten Stadien. Uniklinikum Dresden

Innovative Laboranalyse

4. September 2004

Die angstvollen Blicke auf die Blutentnahme-Nadel gehören in der Klinik für Kinder- und Jugendliche am Universitätsklinikum Erlangen (Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Rascher) in vielen Fällen der Vergangenheit an. Das Labor-Team hat in jahrelanger Forschungsarbeit eine sichere Alternative zur Blutanalyse entwickelt. Die Eltern entnehmen ihrem Kind Speichel, der im Kliniklabor untersucht wird. Dieses Verfahren bietet sich vor allem bei der Bestimmung von Hormonen (z.B. Steroide, Peptide) oder auch Medikamenten an.

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mCT - Quelle: Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Mannheim

Neuer Kandidat für hochspezifische Krebs-Radioimmuntherapie

3. September 2004

„Finde ein tumorspezifisches Antigen, stelle einen Antikörper her, lade ihn mit Gift und schieß.“ Ein wichtiges Ziel dieses „Magic Bullet“-Prinzips der Immuntherapie gegen Krebserkrankungen ist seit langem bekannt: das Thomsen-Friedenreich-Antigen (TF-Antigen). Es sitzt fast ausschließlich auf der Oberfläche von Tumorzellen, zum Beispiel bei Lungen-, Brust-, Pankreas-, Magen-, Darm- und Eierstockkrebs, und ist darüber hinaus ein Risikofaktor für Lebermetastasen. Passend zu diesem Antigen, das die Tumorzellen markiert, wurden bereits verschiedene Antikörper entwickelt. Bislang eigneten sich die „magischen Kugeln“ allerdings nicht für Primärkarzinome, Metastasen oder kleinste Resttumoren – eine Bindung an das TF-Antigen war hier nicht möglich. Peter H. Ravn ist es im Rahmen seiner Doktorarbeit am Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der Freien Universität Berlin zum ersten Mal gelungen, ein Antikörperfragment herzustellen, das äußerst spezifisch und intensiv an das TF-Antigen bindet. Dieses erste stabile, multivalente TF-spezifische Antikörperfragment ermöglicht die Entwicklung neuer, gezielter, Antikörper vermittelter Strahlentherapien.

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Prof. Andreas Dietz (re.) erwartet 90 HNO-Experten aus ganz Europa zum 7. Leipziger OP-Kurs am Uniklinikum Leipzig. Foto: UKL

Kehlkopferhalt auch bei fortgeschrittenen Kehlkopf-Karzinomen möglich

3. September 2004

Innerhalb der Krebserkrankungen des Hals-, Nasen- und Ohren-Bereiches ist der Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) einer der häufigsten Tumore. Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 3.000 Menschen an dieser Krebsart. Frauen sind erheblich seltener, in den letzen Jahren allerdings immer häufiger davon betroffen. Ein hohes Erkrankungsrisiko haben vor allem Menschen, die viel Rauchen und übermäßig viel Alkohol trinken oder beruflich Krebs erregenden Stoffen ausgesetzt sind. Trat die Krankheit bis vor zehn Jahren noch überwiegend zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf, erkranken heute auch zunehmend jüngere Menschen daran.

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Patientin - pixabay

Krebs-Patienten müssen mitbestimmen

3. September 2004

Bonn / Magdeburg (ct) – Patientenbeteiligung verbessert die Behandlungs-Ergebnisse und spart Kosten im Gesundheitswesen – etwa, weil unnötige Untersuchungen oder Doppelbefunde vermieden werden können. Um eine aktive Partnerschaft zwischen Arzt und Patient im Sinne des so genannten „Shared Decision Making“ zu erreichen, müssen Betroffene jedoch mitbestimmen können. Dies forderten die Frauenselbsthilfe nach Krebs und die Deutsche Krebshilfe auf einer Pressekonferenz am 3. September 2004 in Magdeburg. An den Gemeinsamen Bundesausschuss appellierten sie daher, den Patientenvertretern nicht nur Rede-, sondern auch Stimmrecht einzuräumen. Mit der Einrichtung eines Patientenbeirates trägt die Deutsche Krebshilfe der wichtigen Bedeutung einer Patientenbeteiligung Rechnung. Dieser Beirat fungiert als Sprachrohr und Anwalt für Krebs-Patienten.

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Zell-Ernte: Angezüchtete Zellen werden vom Boden einer Nährplatte abgeschabt, um an ihnen die zelleigene Tumorkontrolle zu untersuchen - Foto: Forschungszentrum Karlsruhe

Passstück für das Puzzle der Krebsentstehung

1. September 2004

Das molekulare Puzzle der Krebsentstehung haben Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch jetzt um ein entscheidendes Passstück ergänzen können. Zusammen mit Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie in Freiburg entdeckten sie in Säugerzellen einen molekularen Schalter, der einem Krebsgen (BCL9) beim Menschen ähnelt und das sie in Anlehnung daran BCL9-2 genannt haben.

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Urothelkarzinom der Blase, Bild: KGH, Wikimedia Commons

Risikogestützte Früherkennung auf Blasenkrebs

28. August 2004

Das Harnblasenkarzinom ist nach dem Prostatakarzinom der zweithäufigste urologische Tumor. Entscheidende Risikofaktoren sind das Rauchen und die berufliche Exposition mit aromatischen Aminen. Gefährdete Berufsgruppen sind beispielsweise Farbarbeiter, Metallarbeiter, Maschinisten, Friseure und Reinigungspersonal. Jährlich treten in Deutschland über 16.000 Neuerkrankungen auf. Ein Drittel der Betroffenen leidet bereits an einem invasiven Tumor, wenn die Diagnose gestellt wird. Das beeinträchtigt die Heilungschancen erheblich. Professor Jens Erik Altwein, Chefarzt der urologischen Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in München, plädiert bei Risikopatienten für eine risikogestützte Früherkennung mit dem UBC Rapid Test.

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Leberzellkrebs-Frueherkennungspass

Ratgeber über Krebs der Leber und Galle

16. August 2004

Jährlich erkranken in Deutschland fast 5.300 Menschen neu an Leberkrebs, 4.500 an einem Tumor der Gallenblase oder der Gallengänge. Beide Erkrankungen sind heilbar, wenn sie früh erkannt und behandelt werden. Die Deutsche Krebshilfe hat jetzt in ihrer Reihe „Die blauen Ratgeber“ die Broschüre „Krebs der Leber und Gallenwege“ neu herausgegeben. Sie beschreibt Warnzeichen und Risikofaktoren dieser Erkrankungen, erläutert Diagnostik, Therapie und Nachsorge und informiert über Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige. Der Ratgeber ist bei der Deutschen Krebshilfe kostenfrei erhältlich. Er kann auch im Internet abgerufen und bestellt werden.

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Sonnenbaden

Sommerwonnen

16. August 2004

Erst zum Frisör, dann an den Pool – bekleidet mit dem schicken neuen Badeanzug; sich dort genüsslich eine Zigarette anzünden … ein perfekter Sommertag? Aus urologischer Sicht eher eine zweifelhafte Szene. Denn die Kombination aus Rauchen, Haarfärbemittel und aktueller Bademode kann das Blasenkrebs-Risiko erhöhen. Anfang dieses Jahres hat die Zeitschrift Ökotest Haarfärbemittel untersucht. Ergebnis: Alle getesteten Mittel enthielten aromatische Amine. Diese chemischen Verbindungen sind eine Hauptursache für die 16.000 neuen Fälle von Blasenkrebs, die in Deutschland jedes Jahr auftreten. Zwar sind vor allem Berufsgruppen gefährdet, die häufig Kontakt zu aromatischen Aminen haben, zum Beispiel Arbeiter der chemischen Industrie und Friseure. Aber auch wer regelmäßig seine Haare färbt, setzt sich den Chemikalien aus.

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Auch geringe Inkontinenz beeinflusst Lebensqualität

13. August 2004

Erste repräsentative Umfrage zu Auswirkungen der Inkontinenz auf die Lebensqualität: Leipziger und Gießener Wissenschaftler ermittelten, dass der ungewollte Abgang von Urin erhebliche Auswirkungen auf verschiedene körperliche und seelische Funktionen nach sich zieht und zur Isolation der Betroffenen führen kann.

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