Partnersuche bei Krebs: bei „in vivo“

Patientin - pixabay

Bonn (jt) – FOCUS GESUNDHEIT strahlt am 13. Januar 2009 die 23. Folge von „in vivo – Das Magazin der Deutschen Krebshilfe“ aus. Die Sendung wird präsentiert von der ZDF-Moderatorin Annika de Buhr. Schwerpunkt der neuen Ausgabe ist das Thema „Krebs der Mundschleimhaut“. Weitere Beiträge befassen sich mit der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Krebsforschung und dem Thema „Partnersuche bei Krebs“. Das Magazin bietet nicht nur Informationen rund um das Thema Krebs, sondern macht Betroffenen und Angehörigen auch Mut und gibt Hilfestellungen im Umgang mit der Erkrankung. DVDs mit den einzelnen Ausgaben von „in vivo“ können kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe bestellt werden. Die nächste Ausgabe von „in vivo“ wird am 10. Februar 2009 ausgestrahlt.

Themen der 23. Folge: Mundschleimhautkrebs und Partnersuche bei Krebs

Im Mittelpunkt der 23. Folge von „in vivo“ steht das Thema „Krebs der Mundschleimhaut“. Der 35-jährige Markus H. erzählt seine Krankengeschichte: Im Rahmen der Behandlung einer Zahnfleischentzündung wurde bei ihm Krebs im Mund entdeckt. In einer 13-stündigen Operation mussten Teile seines Kiefers entfernt und durch ein Transplantat ersetzt werden, da sich der Krebs bereits weit ausgebreitet hatte. Doch nach Abschluss der Behandlung blickt Markus H. wieder positiv in die Zukunft. Der Experte, Privatdozent Dr. Robert Mischkowski, leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Köln, spricht mit Annika de Buhr über Vorbeugung, Behandlung, Nachsorge und Heilungschancen des Mundschleimhautkrebses.

Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit der Problematik, wie krebskranke Menschen einen neuen Partner finden können. „Mein Partner kam mit meiner Brustkrebserkrankung nicht zurecht und hat mich verlassen“, berichtet die 44-jährige Sigrid A. Auf der Suche nach einer neuen Beziehung stieß sie auf die Internetseite „PaPaSu“ – „Patienten-Partnersuche“. Hier können chronisch kranke Menschen Lebensgefährten oder gute Freunde suchen. Hartmut Sokolski, der www.papasu.de betreibt, weiß: „Allein lebende Krebskranke müssen mit ihren Sorgen und Ängsten oft ganz alleine fertig werden. Unser Internetportal bietet ihnen eine helfende und sichere Umgebung.“ Noch ist Sigrid A. auf der Suche, aber sie hofft auf eine neue Beziehung.

Der Kampf gegen den Krebs ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Jährlich erkranken 436.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. 210.000 Patienten sterben jedes Jahr. „in vivo – Das Magazin der Deutschen Krebshilfe“ hilft, Diagnose und Therapien besser zu verstehen und zeigt Betroffenen neue Wege auf. Die Sendung setzt sich aus Filmbeiträgen, Expertengesprächen sowie aktuellen Nachrichten zum Thema Krebs zusammen. Die verschiedenen Filme bieten einen Überblick über aktuelle Zahlen, Daten und Fakten und gewähren anhand von Patientengeschichten individuelle Einblicke in das Thema. Experten im Studio geben Ratschläge und informieren umfassend über Hintergründe, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.

„Mit diesem Sendeformat bieten wir den Zuschauern vielfältige Informationen und vermitteln Hoffnung – damit die Betroffenen Mut bekommen, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und aktiv, als gut informierte Partner der Ärzte, an ihrer Genesung mitzuwirken“, so Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe.

Die Deutsche Krebshilfe finanziert ihre Aktivitäten ausschließlich aus freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung. Sie erhält keine öffentlichen Mittel und ist daher auf Spenden angewiesen.

„in vivo“ – auch im Internet und als kostenlose DVD
Um das TV-Magazin einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gibt es Ausschnitte von „in vivo“ hier. Darüber hinaus bietet die Deutsche Krebshilfe die einzelnen Ausgaben des Magazins in voller Länge auf DVD an. Diese können kostenlos bestellt werden bei: Deutsche Krebshilfe e.V., Buschstr. 32, 53113 Bonn, Fax: 02 28 / 7 29 90-11.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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  • Unter Sauerstoffmangel fördert PHD3 die Aufnahme des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors, das Wachstum erlahmt. In Tumorzellen ist der Prozess gestört, die Zelle wächst trotz Sauerstoffmangels. - Garvalov et al., Nature Communications
    Krebs bei Kindern
    Das Neuroblastom ist ein Tumor, dessen Zellen im unreifen Stadium verblieben sind. Er ist bei kindlichen Krebspatienten sehr verbreitet und führt bei 15 Prozent von ihnen zum Tod. Genetische Untersuchungen, an denen die Medizinische Fakultät [...mehr lesen]
  • Kongress - pixabay
    Krebskongress 2014

    Krebserkrankungen betreffen meist nicht nur den Patienten alleine, sondern auch Partner, Familie und Freunde. Angehörige machen sich ebenfalls Sorgen und sind verunsichert, sie müssen sich mit einer möglicherweise veränderten Zukunftsperspektive auseinandersetzen und praktische Aufgaben zusätzlich übernehmen. Zudem sind sie Berater und Begleiter über den oft langen Behandlungsprozess. Neben der zeitlichen Belastung spielt auch der emotionale Austausch eine wichtige Rolle. Obwohl die Versorgung von Angehörigen eine zentrale Aufgabe psychoonkologischer Tätigkeit darstellt, fehlt es in Deutschland noch an konkreten Zahlen zum Versorgungsbedarf und Versorgungsangeboten speziell für diese Personengruppe.

    Auch Angehörige von Krebspatienten leiden

    Man weiß inzwischen, dass Angehörige von Krebspatienten ähnlich stark belastet sind wie die Patienten selbst. Eine große Übersichtsarbeit kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als 40% der Partner erhöhte Angstwerte aufweisen und dass Angst das vorherrschende Gefühl bei Angehörigen ist, mehr noch als eine depressive Stimmung. In einer Studie der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik am Universitätsklinikum Heidelberg wurde nun neben Belastungen auch die krankheitsbezogene Kommunikation zwischen den Paaren untersucht. An der Studie nahmen insgesamt 189 an Krebs Erkrankte unterschiedlicher Tumorentitäten mit deren Angehörigen (83% Ehepartner, ansonsten erwachsene Kinder mit einem erkrankten Elternteil) teil. Rekrutiert wurden die Angehörigen über die Patienten, die sich zum Zeitpunkt der Befragung zur Behandlung oder Nachsorge in einer ambulanten oder stationären Abteilung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) des Universitätsklinikums Heidelberg befanden. Auch hier fand sich zunächst ein hoher Prozentsatz erhöhter Angstwerte bei Angehörigen (36%).

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