165-Frühwarnsystem kündigt Rückfall einer Leukämie an

165-Frühwarnsystem kündigt Rückfall einer Leukämie an

  • Immunzellen in einem Dickdarmtumor (Gewebepräparat). T-Helfer-Zellen (rot) liegen zwischen den Drüsenstrukturen der Tumorzellen (Zellkerne blau gefärbt). - Quelle: Klaus-Peter Janssen
    Krebsthemen

    Leibniz-Institut für Arbeitsforschung entdeckt neuen Ansatzpunkt zur Krebstherapie

    „Sabine arbeitet in der Druckindustrie und muss dabei jeden Tag mit gefährlichen Substanzen umgehen, die zu schweren Erkrankungen wie Krebs führen können. Auf die Verwendung von Chemikalien kann aber in der modernen Arbeitswelt nicht verzichtet werden. Deshalb ist die Erforschung der zellulären Hintergründe solcher Erkrankungen eine wichtige Aufgabe des Arbeitsschutzes. Am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung konnte das Enzym EDI3 als Ursache für krankhafte Veränderungen des Zellstoffwechsels identifiziert werden.“

    Das Hauptproblem bei Krebserkrankungen ist das Streuen von Tumorzellen, die sogenannte Metastasierung. Dabei verlassen Zellen ihren ursprünglichen Platz im Primärtumor und wandern über die Blut- oder Lymphbahnen in weiter entfernte Gewebe und Organe. Dort können sie sich ansiedeln und Tochtergeschwülste bilden. Diese Fähigkeit zur Bildung von Metastasen ist ein charakteristisches Merkmal von „bösartigen“ Krebserkrankungen und somit ein zentraler Ansatzpunkt für die Suche nach effektiveren Therapien.

  • Prof. M. Beer bei einer Zystoskopie im Franziskus-Krankenhaus Berlin
    Harnblasenkrebs

    Prof. M. Beer bei einer Zystoskopie im Franziskus-Krankenhaus BerlinNachdem wir in der letzten Ausgabe über die Therapiemöglichkeiten beim fortgeschrittenen Harnblasenkrebs und den möglichen Harnableitungssysteme nach der Entfernung der erkrankten Harnblase berichtet haben, behandeln wir in dieser Ausgabe die notwendigen Nachsorgeprogramme und geben Ernährungsempfehlungen bei Blasenentfernung oder einer Chemotherapie.

    Nachsorge

    Eine gründliche Nachsorge beim Harnblasenkrebs ist ebenso wichtig wie die richtige Behandlung! Tumornachsorgeuntersuchungen sind beim Harnblasenkarzinom in den ersten beiden Jahren alle 3 Monate, im dritten und vierten Jahr alle 6 Monate und ab dem fünften Jahr Tumorfreiheit einmal jährlich notwendig. Unter bestimmten Bedingungen und auf Wunsch des Patienten können auch längerfristig engmaschige Kontrollen erfolgen. Welche Untersuchungen notwendig sind, wird teilweise individuell entschieden und hängen insbesondere vom Tumorstadium und den Vortherapien ab. Die Erhebung der Krankengeschichte, eine sorgfältige körperliche Untersuchung, eine urologische Ultraschalluntersuchung, Laboruntersuchungen von Blut und Urin und eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) sind Standard der Nachsorge.

Google News – Gesundheit