186-Oberflächenprotein trägt zu invasivem Wachstum bei Darmkrebs bei

186-Oberflächenprotein trägt zu invasivem Wachstum bei Darmkrebs bei

  • Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt - Quelle: ddp
    Krebsthemen

    „Den Krebs besiegen – Forschung für den Menschen“ – das war das Motto des 4. Tages der Gesundheitsforschung an der Charité – am 17.Februar. Die Diagnose Krebs bedeutet heutzutage noch lange nicht das Ende. Ärzte und Wissenschaftler der Charité haben durch neue Diagnose- und Behandlungsverfahren dazu beigetragen, die Chancen auf Heilung enorm zu steigern. Erprobte Techniken wie computergestützte, zielgenaue Operationsverfahren und Bestrahlungsmethoden werden laufend verfeinert. Auch ganz neuartige Ansätze wie der Einsatz von Lasern oder die Hyperthermie, bei der Hitze die Krebszellen bekämpft, sind jetzt in der Anwendung.

  • Immunzellen (T-Zellen) im Bauchspeicheldrüsenkrebs, die ihre Entzündungsstoffe (Zytokine) über den alternativen p38-Signalweg bilden und dadurch das Tumorwachstum fördern. Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Heidelberg
    Bauchspeicheldrüsenkrebs

    Unter Beteiligung von Wissenschaftlern der Leipziger Universität wurde ein Gen gefunden, dessen Veränderung zu einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) führen kann. In Zusammenarbeit mit einer internationalen Forschergruppe wurde in einem großen internationalen Patientenkollektiv eine Verbindung zur Krankheitsentstehung hergestellt. Das Gen wurde bei fast 2000 Patienten analysiert, die relativ früh an einer Pankreatitis erkrankten. Zur Gruppe der Untersuchten gehörten fast 1000 Patienten aus Deutschland sowie weitere aus Europa, Indien und Japan. Die Ergebnisse konnten vor kurzem in der renommierten Fachzeitschrift Nature Genetics veröffentlicht werden.

    Die chronische Pankreatitis ist eine relativ seltene Erkrankung, die etwa fünf bis zehn Menschen auf 100.000 Einwohner trifft. Wie Privatdozent Dr. Jonas Rosendahl, Oberarzt an der Uniklinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie erläutert, umfasst diese Zahl alle Formen der Erkrankung. „Meistens entsteht sie durch langjährigen Alkoholmissbrauch. Wir haben uns in diesem Projekt aber auf die Pankreatitis konzentriert, die ohne Alkoholkonsum entsteht und deutlich seltener vorkommt.“ Professor Joachim Mössner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie, betont die Bedeutung der Forschungsergebnisse: „Es ist für viele Patienten ein Gewinn, wenn sie wissen, warum sie diese Erkrankung getroffen hat. Zugleich bietet sich nunmehr die Möglichkeit an, Patienten auch auf Veränderungen in diesem neuen Pankreatitis-Gen zu untersuchen, um die Krankheitsursache zu erkennen.“

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