462-Malignes Melanom im Frühstadium heilbar

462-Malignes Melanom im Frühstadium heilbar

  • Pressekonferenz der Deutschen Krebshilfe beim DKK2012
    Krebskongress 2012

    Pressekonferenz der Deutschen Krebshilfe beim DKK2012Deutsche Krebshilfe: Leitlinien sichern ärztliche Qualität Bonn (jft) – Wenn Menschen an Krebs erkranken, verändert sich schlagartig das Leben der Betroffenen. In dieser von Unsicherheit und Angst geprägten Situation müssen die Patienten die Gewissheit haben, dass sie nach dem besten derzeit verfügbaren medizinischen Wissen therapiert werden. Systematisch entwickelte Leitlinien, wissenschaftlich begründet und praktikabel, sind Ärzten und Patienten dabei eine große Orientierungs- und Entscheidungshilfe. Die Deutsche Krebshilfe hat daher vor vier Jahren gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) das „Leitlinienprogramm Onkologie“ aufgelegt. Anlässlich des 30. Deutschen Krebskongresses in Berlin machten der Lenkungsausschuss des Leitlinienprogramms sowie Patientenvertreter heute, am 23. Februar 2012, deutlich, wie wichtig Leitlinien als Handlungsempfehlungen für Ärzte und allgemein verständliche Patientenratgeber für Betroffene sind.

  • Links: CT-Aufnahme, rechts: PET, Mitte: Kombination; Patient mit Lungentumor vor (oben) und nach (unten) Hochpräzisionsbestrahlung.Der Tumor hat sich bei erhaltener Lunge komplett zurückgebildet. Universitätsklinikum Freiburg
    Lungenkrebs

    Berlin – Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET), eine moderne nuklearmedizinische Untersuchung, erleichtert bei Krebspatienten die Suche nach Metastasen. Das Verfahren hat sich vor allem bei Lungenkrebs bewährt, wie eine neue Studie aus den USA belegt. Demnach kann das PET mindestens ein Drittel der Patienten, die an einem Lungenkrebs erkrankt sind, vor einer unnötigen Operation bewahren. PET sollte daher auch in Deutschland routinemäßig vor einem solchen Eingriff eingesetzt werden, empfiehlt der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner (BDN).

    Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom ist der häufigste Lungenkrebs, an dem vor allem männliche Raucher erkranken. In einem frühen Stadium ist die Krankheit durch eine Operation heilbar. Ob ein Eingriff in Frage kommt, hängt vor allem von der Ausdehnung des Tumors ab. Sind bereits mehrere Lymphknoten befallen oder haben sich Tochtergeschwüre in anderen Organen gebildet, ist es meist vorteilhafter, eine belastende Operation zu meiden und das Krebswachstum mit Radiotherapie, Chemotherapie und zielgerichteten Therapien zu bekämpfen. „Bei allen Patienten muss deshalb eine Suche nach Metastasen durchgeführt werden“, erläutert Professor Dr. med. Detlef Moka, Vorsitzender des BDN.

Google News – Gesundheit