594-DGU-Präsident fordert Neupositionierung seiner Disziplin

594-DGU-Präsident fordert Neupositionierung seiner Disziplin

  • Schmerz - pixabay
    Prostatakrebs

    Die MONITOR-Journalistin, Sonia Mikich, traf einen Nerv: Sie schilderte in dem Buch „Enteignet“ ihr Martyrium als Opfer eines Gesundheitssystems, in dem zu viele unnötige Untersuchungen und Operationen durchgeführt werden. Nicht medizinische Notwendigkeit oder Patientenwohl seien ausschlaggebend für eine Therapieentscheidung, sondern der Profitdruck, unter dem Ärzte und Kliniken in diesem System stünden. Patienten würden oft nicht ausreichend über konservative Heilmethoden aufgeklärt, stattdessen übereilt in die Chirurgie überwiesen – denn mit Operationen ist mehr Geld zu verdienen.

    Dieses Szenario beobachtet die Stiftung Männergesundheit seit geraumer Zeit mit Sorge, denn auch bei Prostatakrebs werden, so die Einschätzung der Experten, unnötige Operationen durchgeführt. „Prostatakrebs trifft in der Regel ältere Männer, schreitet oft nur langsam voran und stellt daher selten eine tödliche Bedrohung für die Betroffenen dar. Abwarten und engmaschig beobachten, ist daher für viele Patienten die bessere Option, zumal Impotenz und Inkontinenz häufige Folgen der OP bzw. Bestrahlung sind – behandelte Patienten also deutlich an Lebensqualität einbüßen“, erklärt Prof. Dr. med. Lothar Weißbach, Wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Männergesundheit. „Die Vermutung liegt nahe, dass auch hier ökonomische Gründe die Therapieentscheidung beeinflussen“.

  • Vacuum Active Erection System NT - Quelle: BIVEA SARL, Frankreich
    Harnblasenkrebs

    Gerade nach operativen Eingriffen im kleinen Becken oder nach Unfällen, bei denen das Nervengeflecht beschädigt wird, das eine Erektion hervorruft, kommt es wegen der ständigen Erschlaffung des Penis zu einer unzureichenden Durchblutung und zu einer Atrophie des Schwellkörpergewebes. Diese Schädigung ist irreparabel. Deshalb wird heute nachoperativ oft eine Vakuum-Erektionshilfe mit einer zusätzlichen Medikamentengabe von PDE 5-Hemmern, wie Cialis®, Levitra® und Viagra®, eingesetzt. Auch der gemeinsame Einsatz von Vakuumpumpe und der Schwellkörper-Auto-Injektions-Therapie (SKAT) mittels Caverject® oder Viridal®  durchblutet das Schwellkörpergewebe ausreichend. Aber auch die alleinige Anwendung der Vakuumpumpe führt zu einem zufrieden stellenden Ergebnis.

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