605-Erfolge und Lücken des Brustkrebsscreenings

605-Erfolge und Lücken des Brustkrebsscreenings

  • Zwei Melanomzellen, die grün markiert wurden. - Foto: Dr. Robert Besch, LMU München
    Forschung

    Nachweis von Mikrosatelliteninstabilität und Chromosomen-Explosion

    Obwohl viele mit dem Beruf des Pathologen spontan die Obduktion von Leichen verbinden, beschreibt dies das Spektrum des Faches Pathologie nur am Rande. Denn in erster Linie befasst sich die Pathologie mit dem lebenden Patienten. Ihre Hauptaufgabe ist die Diagnostik von morphologisch erfassbaren krankhaften Veränderungen des Körpers. In erster Linie mithilfe des Mikroskops, zunehmend aber auch mittels biochemischer und molekularbiologischer Methoden, gibt der Pathologe Auskunft über die Art einer Erkrankung und ihren Schweregrad. Er liefert damit wichtige Informationen zur Prognose des einzelnen Patienten, vor allem bei Krebserkrankungen, und bietet außerdem dem klinisch tätigen Arzt tumorbiologische Informationen, mit denen dieser die am besten geeignete Therapie wählen kann.

    Pathologen beherrschen aber nicht nur die zytologische und histologische Routinediagnostik, sie betreiben auch medizinische Forschung. Ein Beispiel dafür ist Privatdozent Dr. Timo Gaiser, Leitender Oberarzt am Institut für Pathologie der Universitätsmedizin Mannheim. In der von Professor Dr. Alexander Marx geleiteten Einrichtung beschäftigt er sich mit genetischen Veränderungen (Mutationen) im Zusammenhang mit bösartigen Tumoren. Die Ergebnisse seiner Forschungen, die er kürzlich in zwei hochrangigen Journalen veröffentlicht hat, helfen dabei, Patienten mit prognostisch günstigeren Tumoren zu identifizieren.

  • Humane Papillomviren (HPV) - Quelle: Dana Holzinger, DKFZ
    Gebärmutterhalskrebs

    Heidelberger RadioOnkologin Privatdozentin Dr. Katja Lindel mit Hermann Holthusen-Preis der Deutschen Gesellschaft für RadioOnkologie ausgezeichnet / Tumoren in Gebärmutterhals und im Mund-Rachen-Bereich, bei denen Erbgut Humaner Papillomaviren (HPV) nachweisbar ist, reagieren deutlich empfindlicher auf eine Strahlentherapie als gleiche Tumoren, in denen keine Viren nachweisbar sind.

    Humane Papillomaviren (HPV) können u.a. Krebserkrankungen in Gebärmutterhals und im Mund-Rachen-Bereich hervorrufen. Im Rahmen ihrer Habilitation zeigte die Heidelberger Strahlentherapeutin Privatdozentin Dr. med. Katja Lindel, dass diese Tumoren deutlich empfindlicher auf eine Strahlentherapie reagieren als gleiche Tumoren, in denen keine Viren nachweisbar sind. Diese Erkenntnisse könnten zukünftig für eine individuell angepasste Behandlung genutzt werden. Für ihre Arbeit ist Dr. Katja Lindel nun mit dem Hermann-Holthusen-Preis der Deutschen Gesellschaft für RadioOnkologie (DEGRO) ausgezeichnet worden.

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