666-Patiententag – Neues aus der Radiologie – Diagnose- und Therapiewege bei Krebserkrankungen

666-Patiententag - Neues aus der Radiologie – Diagnose- und Therapiewege bei Krebserkrankungen


Krebszeitung

--Download 666-Patiententag - Neues aus der Radiologie – Diagnose- und Therapiewege bei Krebserkrankungen als PDF-Datei --


  • Hochleistungs-Trapezlaser auf Wärmesenke - Foto: FBH/schurian.com
    Lungenkrebs

    Seit vier Jahren werden am Greifswalder Universitätsklinikum erfolgreich Lungenmetastasen mit Laser behandelt. Das operationslose Verfahren, das lediglich noch am Universitätsklinikum Frankfurt am Main angewendet wird, war in der vergangenen Woche Schwerpunktthema auf dem weltgrößten Radiologiekongress in Chicago.

  • Ein neuartiger Ansatz verspricht in der Tumortherapie zukünftig eine selektivere und damit verträglichere Behandlung von Krebspatienten. (c) Wiley-VCH
    Forschung

    Selektive Tumorbehandlung: β-Galaktosidase setzt Wirkstoff aus Prodrugs frei

    Ein neuartiger Ansatz verspricht in der Tumortherapie zukünftig eine selektivere und damit verträglichere Behandlung von Krebspatienten. (c) Wiley-VCHEine der größten Herausforderungen der Chemotherapie liegt darin, dass Krebszellen zwar wirksam abgetötet werden sollen, gesundes Gewebe dabei aber geschont werden soll. In der Zeitschrift Angewandte Chemie stellen französische Forscher nun ein neues Konzept vor. Dabei wird der Wirkstoff durch das Enzym ?-Galaktosidase aus einer inaktiven Vorstufe, einem so genannten Prodrug, freigesetzt, das nur von Tumorzellen aufgenommen werden kann.

    Inzwischen ist eine ganze Reihe von tumorspezifischen Markern bekannt, Rezeptoren, die in der Zellmembran von Tumorzellen gehäuft auftreten, auf der Oberfläche gesunder Zellen aber gar nicht oder nur in deutlich geringerer Konzentration vorhanden sind. Bisher wurden meist gegen sie gerichtete Antikörper verwendet, um Wirkstoffe selektiv zu Tumorzellen zu lotsen. Nachteile sind nicht nur die hohen Kosten und die aufwändige Entwicklung und Herstellung, sondern auch das damit verbundene Risiko von unerwünschten Immunantworten.

    Das Team um Sébastien Papot von der Universität Poitiers hat jetzt einen einfacheren Ansatz entwickelt, der ohne Antikörper auskommt. Er basiert auf einem Prodrug aus vier Teilen: dem eigentlichen zytotoxischen Wirkstoff, einem Liganden, der einen der tumorspezifischen Rezeptoren erkennt, einem „Auslöser“ für die Freisetzung und einem Verbindungsstück, das alle Teile zusammenhält.

Google News – Gesundheit