709-Durchbruch bei der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

709-Durchbruch bei der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

  • Bild 1 / Quelle: Universitäts-Kinderklinik.
    DGU-Kongress 2008

    Bei jedem zweiten unfruchtbaren Paar ist die Ursache der ungewollten Kinderlosigkeit beim Mann zu suchen. Dabei ist die Herabsetzung der Samenzellzahl und ihrer Beweglichkeit (OAT-Syndrom) einer der wesentlichen Befunde in der Sprechstunde. Ursache hierfür kann eine Krampfader des Gefäßgeflechtes des linken Hodens sein (Varikozele). Die Daten einer Studie zeigen jetzt, dass die lange umstrittene chirurgische Therapie der tastbaren Varikozele bei Männern mit herabgesetzter Samenqualität in der unfruchtbaren Partnerschaft einen wichtigen Baustein zur Behandlung der ungewollten Kinderlosigkeit eines Paares darstellt.

  • Verteilung der Kindertumoren - Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz
    Krebs bei Kindern

    Eine systematische Studienanalyse der Deutschen Sporthochschule Köln belegt, dass krebskranke Kinder und Jugendliche von spezifischen Bewegungsprogrammen profitieren.

    Sind krebskranke Kinder und Jugendliche während der medizinischen Therapie oder in der Nachsorge einer Krebserkrankung in der Lage, an spezifischen Bewegungsprogrammen teilzunehmen? JA – sagen Dr. Freerk Baumann und Diplom-Sportwissenschaftlerin Julia Beulertz. Die beiden Wissenschaftler/innen vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin (Abt. Molekulare und Zelluläre Sportmedizin) der Deutschen Sporthochschule Köln haben aktuelle wissenschaftliche Studien analysiert und kommen zu dem Ergebnis, dass sich spezifische Bewegungsprogramme positiv auf die Patientinnen und Patienten auswirken können, ohne den Gesundheitszustand oder den medizinischen Behandlungserfolg negativ zu beeinflussen.

    Nicht nur die Krebserkrankung selbst, sondern auch die damit in Zusammenhang stehende, intensive medizinischen Therapie führt häufig dazu, dass die Betroffenen körperlich geschwächt sind und über einen längeren Zeitraum aus ihrem sozialen Umfeld heraus gerissen werden. Dabei zeigt die aktuelle Studienlage, dass durch professionelle Bewegungsprogramme insbesondere Verbesserungen in Bezug auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität, das Erschöpfungssyndrom (Fatigue) sowie die Muskelkraft erzielt werden können. Erste wissenschaftliche Untersuchungen wurden an der Deutschen Sporthochschule Köln bereits vor 15 Jahren durchgeführt. Dennoch fehlt es in der Kinderonkologie bislang noch an einer flächendeckenden bewegungstherapeutischen Versorgung.

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