792-Chancen für neue Therapien durch Biopharmaceuticals

792-Chancen für neue Therapien durch Biopharmaceuticals

  • Gewebeschnitt durch ein Melanom. Bild: KGH, Wikimedia Commons
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    Parvoviren töten spezifisch Krebszellen und werden zur Behandlung bösartiger Hirntumoren bereits klinisch erprobt. Weil sie jedoch auch normale Zellen infizieren können – ohne diesen zu schaden -, geht bei der Therapie ein großer Teil der Viren verloren. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum veränderten die Viren nun so, dass sie zunächst ihre Infektionsfähigkeit verlieren. In einem zweiten Schritt statteten sie die Viren mit einem molekularen Schlüssel für die Infektion von Krebszellen aus.

    Einige Parvoviren können Krebszellen befallen und vernichten, verursachen aber beim Menschen keine Krankheitssymptome. Seit 1992 erforschen Wissenschaftler um Prof. Jean Rommelaere im Deutschen Krebsforschungszentrum diese Viren mit dem Ziel, sie für die Krebstherapie einzusetzen. Die Forscher wählten dafür Parvoviren des Stamms H1, die normalerweise Nagetiere befallen, aber auch für menschliche Zellen infektiös sind. H1-Viren töten Tumorzellen aufgrund natürlicher Eigenschaften ab, ihr Erbgut muss dafür nicht genetisch verändert werden. Im Universitätsklinikum Heidelberg wird bereits eine Behandlung von bösartigen Hirntumoren mit H1-Viren in einer klinischen Phase I/IIa-Studie geprüft.

  • Fluoreszierende Tumorzellen eines menschlichen Brustkarzinoms, das einer Nacktmaus eingeimpft wurde. Abbildung: PTB
    Forschung

    Fraunhofer auf der analytica 2014

    Im Blut wimmelt es nur so von Proteinen. Nicht einfach, hier spezielle Tumormarker zu finden, die auf eine Krebserkrankung hindeuten. Eine neue Methode erlaubt jetzt die Diagnostik in einem einzigen Schritt. Auf der Messe analytica vom 1. bis 4. April in München stellen die Wissenschaftler das Analysegerät vor (Halle A1, Stand 530).

    Gutartige Geschwulst oder Krebs? Tumormarker im Blut helfen, diese Frage zu beantworten: Leidet der Patient an einem Tumor, schüttet dieser verstärkt Marker aus – es handelt sich dabei um spezielle Proteine. Eine erhöhte Konzentration im Blut ist für den Arzt ein Hinweis auf die Erkrankung. Allerdings ist es bisher recht aufwändig, die Marker nachzuweisen. Denn im Blut tummeln sich allerhand Moleküle und Proteine. Um einzelne aufzuspüren, müssen die Mediziner das Blut in mehreren Arbeitsschritten reinigen und dann die gesuchten Marker von den übrigen Molekülen trennen.

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