829-Stopp-Signal für Leukämiestammzellen

829-Stopp-Signal für Leukämiestammzellen

  • Gliom (rote Pfeile; obere Reihe), das bereits zum Zeitpunkt der ersten Operation begonnen hatte zu entarten. Untere Reihe: Nachgewachsener, jetzt sehr bösartiger Tumor (gelber Pfeil). © Foto: M. Simon/Neurochirurgie/UKB
    Hirntumoren

    Die neue Ausgabe des International Journal of Cancer (IJC) berichtet, dass eine DNA-Impfung das Immunsystem zur Bekämpfung von Gliomen, Tumoren des zentralen Nervensystems, anregt. Geimpfte Mäuse bildeten Immunzellen, die den Tumor attackierten. Weitere Themen im aktuellen Heft sind der Zusammenhang zwischen einer Infektion mit dem Aidserreger und Krebs in der afrikanischen Bevölkerung sowie ein neues Verfahren zum Nachweis möglicher Biomarker bei Krebserkrankungen. Die Druckversion des IJC, Band 122 (10), erscheint am 15. Mai 2008.

  • Melanom
    Forschung

    Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Projekt MeDiOO am HOT

    Die Tumore sind oft winzig klein und doch hochgefährlich: Patienten, die an Schwarzem Hautkrebs erkrankt sind, sollten so schnell wie möglich operiert werden, denn das sogenannte Maligne Melanom kann bereits in einem frühen Stadium metastasieren. Das Projekt MeDiOO am Hannoverschen Zentrum für Optische Technologien (HOT) an der Leibniz Universität Hannover hat das Ziel, mittels einer neuen, optisch basierten Diagnosemethode erstmals bereits vor einer Operation zu bestimmen, wie dick eine verdächtige Hautläsion ist, so dass entsprechend weniger gesundes Gewebe entfernt werden müsste. Der Kurzname MeDiOO steht dabei für „Melanomdickenbestimmung mittels Optoakustik und OCT“. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben innerhalb der Förderlinie VIP für drei Jahre vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2016.

    Bei der Untersuchung eines Melanoms gibt es unterschiedliche Methoden. Keine von ihnen ist jedoch bislang in der Lage, zuverlässig bereits vor einer Operation Aufschluss über die Tumordicke bzw. die Invasionstiefe zu geben. Um das Risiko der Metastasierung oder eines Rezidivs für Betroffene möglichst gering zu halten, wird bei einer Operation bislang viel vom umliegenden gesunden Gewebe entfernt – bei einer Tumordicke von mehr als zwei Millimeter müssen rundherum bereits zwei Zentimeter entfernt werden. Die Tumordicke beziehungsweise Invasionstiefe sind dabei ein maßgebliches Kriterium für das Stadium der Krankheit und entscheidend für die weitere Behandlung und Prognose.

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