840-Talente fördern – Zukunft sichern

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  • Plakatmotiv Ich bin dabei - Kooperationsgemeinschaft Mammographie | Urs Kuckertz Photography
    Brustkrebs

    Lübecker Krebsforscher plädiert für Seriosität in der Bewertung des Mammographie-Screening

    „Warten, bis man den Brustkrebs spürt, und dann erst zum Arzt – das ist keine Option“, stellt Prof. Alexander Katalinic klar. Der Wissenschaftler vom Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein warnt vor voreiligen Schlüssen aus selektierten Studien und zeigt die Konsequenzen für das Mammographie-Screening-Programm auf.

    „Je früher ein Brustkrebs erkannt wird, umso besser ist die Prognose, umso schonender ist die Therapie. Ist der Brustkrebs bei Entdeckung kleiner als zwei Zentimeter, leben nach zehn Jahren noch über 95 Prozent der betroffenen Frauen. Hat der Tumor erst in den Körper gestreut, sind es nur noch 12 Prozent. „Diese Erkenntnis ist nicht neu und lässt sich jedem Lehrbuch der Frauenheilkunde entnehmen“, betont Katalinic. Den Brustkrebs in einem frühen und damit günstigen Stadium zu erwischen, gelingt nur mit systematischer Früherkennung. Das Mammographie-Screening ist hier die Methode der Wahl.

  • T-Lymphozyten sind Zellen des Immunsystems, die Krebszellen zerstören können. Ihre Aktivität spiegelt sich in der Grafik wider, die im rechten Teil den vermehrten Tod der Tumorzellen anzeigt. (Bild Matthias Wölfl)
    dkfz

    Mit welchen molekularen Botschaften kann man Tumorzellen zum Rückzug bewegen? Forscher des Pathologischen Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben Signalketten entschlüsselt, die das Selbstmordprogramm von Tumorzellen beeinflussen und neue Ansatzpunkte für eine Therapie aufzeigen. Für seine Arbeiten zu diesem Thema erhielt Privatdozent Dr. Wilfried Roth, Leiter einer von der Deutschen Krebshilfe geförderten Nachwuchsgruppe am DKFZ und Pathologischen Institut, den mit 5.000 Euro dotierten Rudolf-Virchow-Preis. Die Auszeichnung wurde bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie vom 4. – 7. Juni 2009 in Freiburg verliehen.

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