887-Forscher entdecken möglichen Ansatz gegen aggressiven Brustkrebs

887-Forscher entdecken möglichen Ansatz gegen aggressiven Brustkrebs

  • Tiefgefrierung von Eierstockgewebe - Quelle: Prof. Dr. Ralf Dittrich, Frauenklinik Erlangen.
    Krebsthemen

    Forscher optimieren Transportbedingungen für konserviertes Eierstockgewebe

    Tiefgefrierung von Eierstockgewebe  - Quelle: Prof. Dr. Ralf Dittrich, Frauenklinik Erlangen.Die Behandlung von Krebserkrankungen im Unterleib bei Frauen führt sehr häufig zur Unfruchtbarkeit. Das Tieffrieren von gesundem Eierstockgewebe vor der Krebsbehandlung und Transplantation zurück in die Patientin nach überstandener Erkrankung ist eine vielversprechende Methode zum Erhalt der Fruchtbarkeit. In Deutschland wird diese sogenannte Kryokonservierung jedoch nur von wenigen Zentren durchgeführt, so dass das Gewebe in einigen Fällen über einen längeren Zeitraum transportiert werden muss. Prof. Dr. Ralf Dittrich an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen will daher herausfinden welche Transportbedingungen optimal sind, damit das wertvolle Gewebe unbeschadet bleibt.

    Moderne Behandlungsmethoden haben die Überlebensrate von Krebspatientinnen deutlich erhöht, führen jedoch häufig zur Unfruchtbarkeit. Eine neue Technik ermöglicht es, dass heutzutage bereits vor der Behandlung gesundes Eierstockgewebe entnommen, anschließend tiefgefroren und nach Genesung der Patientin wieder implantiert werden kann. Weltweit weiß man von 20 Geburten nach einer solchen Maßnahme.

  • Sonnenbaden
    Hautkrebs

    Sonnenschutz von Anfang an reduziert das Hautkrebsrisiko

    SonnenbadenBonn (sts) – Die Zahl der Hautkrebsfälle in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Derzeit erkranken etwa 234.000 Menschen pro Jahr neu an einem Tumor der Haut: Rund 207.000 an einem weißen Hautkrebs (Basalzellkarzinom: 137.000, Plattenepithelkarzinom: 70.000) und etwa 28.000 am schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom. Experten machen insbesondere UV-bedingte Hautschäden, die in der Kindheit und Jugend erworben wurden, für diesen Trend verantwortlich. Denn die im Vergleich zu Erwachsenen noch anders strukturierte kindliche Haut ist besonders empfindlich gegen UV-Strahlen. „Sonnenschutz muss daher bereits bei Kindern so selbstverständlich werden wie das tägliche Zähneputzen“, fordert Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

    Schon bevor ein Sonnenbrand sichtbar wird, können ultraviolette Strahlen der Sonne das Erbgut der Zellen in der Haut schädigen. In der Regel beseitigt ein körpereigenes Reparatursystem entstandene Schäden. Ist dieses System überlastet, verändert sich das Erbgut und die Zelle kann entarten. Hautkrebs ist die Folge.

    Kinderhaut reagiert ganz besonders empfindlich auf UV-Strahlen. Epidemiologische Studien zeigen: Jugendliche, die in ihrer Kindheit häufig der Sonne ausgesetzt waren und Sonnenbrände erlitten, weisen ein deutlich erhöhtes Risiko auf, später an Hautkrebs, insbesondere am malignen Melanom zu erkranken. Experten machen die spezifische Struktur der Kinderhaut für das erhöhte Hautkrebsrisiko verantwortlich. „Die UV-empfindlichen Stammzellen liegen bei Kindern sehr viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen und sind UV-Strahlen somit stärker ausgesetzt“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Auch bei Sonnenbränden reagiert die kindliche Haut anders als die Erwachsener. Dieses „Alarmsignal“ des Körpers tritt bei Kindern zeitverzögert auf. Die Haut ist dann bereits erheblich geschädigt. „Kinderhaut muss daher ganz besonders vor krebserregenden UV-Strahlen geschützt werden“, betont Dr. Herbert Grundhewer vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

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