1172-blasenentzündung-ein-fall-für-den-arzt

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  • Biopsie-Gerät Quelle: NCT Heidelberg
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    Heute, am 11. Mai 2012, startete am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eine Vortragsreihe herausragender Krebsforscherinnen – die „Mildred Scheel Lectureship“. Sie soll an das bemerkenswerte Engagement der Gründerin der Deutschen Krebshilfe Dr. Mildred Scheel erinnern und vor allem junge Wissenschaftlerinnen ermutigen, eine Karriere in der Krebsforschung anzustreben. Prof. Lisa Coussens von der University of Oregon in den USA gab in ihrem spannenden Vortrag einen Einblick in die Zusammenhänge von Immunsystem, Entzündungen und Krebs. Zu den Gästen der Eröffnungsfeier gehörten Theresia Bauer, Wissenschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, Krebshilfe-Präsident Fritz Pleitgen sowie die Vorstände des Deutschen Krebsforschungszentrums und Universitätsklinikums Heidelberg. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sandte ein Grußwort zur Eröffnung der Reihe.

    „60 Prozent aller Studierenden in der Humanmedizin sind Frauen, doch bei den Professuren besetzen sie nur 19 Prozent, bei den ranghöchsten W3 Professuren gar nur 10 Prozent“, ließ Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, die nicht selbst nach Heidelberg kommen konnte, in ihrem Grußwort ausrichten. „Wir bilden diese Frauen lange und teuer aus. Wo sind sie alle geblieben?“ fragte von der Leyen das ratlose Publikum. Um gleich darauf die Antwort zumindest zu einem Teil der Frauen zu geben: „Der schwedische Botschafter hat mir einmal erzählt, er wäre hoch erfreut über all die deutschen Ärztinnen in den Krankenhäusern in Schweden.“

  • Strahlenschutztechniker Thomas Lenders beim Justieren eines Ionenstrahl-Optikelements.
    Radiologie

    Am 1. April startet das Forschungsprojekt SPARTA

    Röntgenstrahlen dienen nicht nur zum Durchleuchten, etwa um Knochenbrüche oder innere Erkrankungen zu diagnostizieren. In Form von hochenergetischer Photonenstrahlung lässt sich auch Krebs behandeln, indem man den Tumor gezielt einer starken Strahlendosis aussetzt. Diese Strahlentherapie gehört mittlerweile zu den wichtigsten Behandlungsmethoden gegen Krebs – etwa jeder zweite Tumorpatient wird heute mit Photonen- oder Teilchenstrahlen behandelt. Um die Methode zu verbessern, startet am 1. April 2013 mit SPARTA ein neues, interdisziplinäres Forschungsprojekt. Das Ziel: Unterstützt von modernster Softwaretechnologie sollen Tumoren effektiver und patientenschonender bestrahlt werden als es heute möglich ist.

    Wollen Mediziner einen Tumor behandeln, der nahe an empfindlichen Gewebestrukturen wie Nerven oder Organen liegt, verwenden sie ein besonderes Verfahren, die „intensitätsmodulierte“ Strahlentherapie. Bei ihr wird das Geschwür nicht wenigen, relativ breiten und starken Photonenstrahlen ausgesetzt, sondern von mehreren, aus verschiedenen Richtungen kommenden und individuell dosierten Teilstrahlen in die Zange genommen. Da sich diese Strahlen gezielt im Tumor überlagern, entfalten sie erst dort ihre maximale Dosis. Das umliegende gesunde Gewebe wird nur wenig belastet – so der Idealfall.

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