1303-Universität Gießen empfängt Urologen aus ganz Deutschland

1303-Universität Gießen empfängt Urologen aus ganz Deutschland

  • Blick durchs Mikroskop: Der rote Farbstoff ist ein spezieller Tumorzell-Marker, das Skelett der zum Teil riesigen Tumorzellen ist in grün dargestellt, die Zellkerne in blau. © Aufnahme: Roman Reinartz/Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Uni Bonn
    Krebs bei Kindern

    Epigenetischer Fehler stoppt Zellreifung – Vorhersage über Krankheitsverlauf möglich?

    Nicht das Gen ist fehlerhaft: Es hat nur seine Markierung verloren, wird fälschlicherweise abgelesen und trägt so zur Entstehung akuter lymphatischer Leukämien (ALL) bei Kindern bei. Das ist, stark verkürzt, das Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler des Forschungsinstituts Kinderkrebs-Zentrum Hamburg jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „The Journal of Experimental Medicine“ (JEM) veröffentlicht haben.

    „Die ALL ist nicht, wie bisher angenommen, ausschließlich eine genetische Erkrankung. Gen-Mutationen sind nicht alleine die Ursache, damit aus einer gesunden Zelle eine Leukämie wird“, erklärt Professor Dr. Martin Horstmann, wissenschaftlicher Direktor des Instituts, „vielmehr spielen auch epigenetische Veränderungen, das heißt chemische Veränderungen an der Gensequenz und seiner Verpackung eine wesentliche Rolle“.

  • Krebssymbol - pixabay
    Krebsthemen

    Mehr Langzeitüberlebende dank der Fortschritte in Vorsorge und Therapie

    Der Kampf gegen Krebs zeigt Erfolge. Obwohl die Anzahl der Erkrankungen weiter zunimmt, sterben immer weniger Menschen an Krebs. Aktuell können mehr als die Hälfte aller Krebspatientinnen und -patienten geheilt werden. Vor 30 Jahren war es gerade mal ein knappes Drittel. „Diese Zahlen machen Mut und zeigen, dass die Krebstherapie in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat“, sagt Prof. Peter Michael Schlag, Direktor des Charité Comprehensive Cancer Centers anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar.

    Immer mehr an Krebs Erkrankte dürfen auf eine längere Lebenszeit hoffen. „Wir können Krebs im fortgeschrittenen Stadium zwar meist nicht heilen, aber wir können ihn dank der Kombination vieler Verfahren mittlerweile sehr häufig zu einer chronischen Langzeiterkrankung machen“, sagt Krebsexperte Prof. Schlag. Aussicht auf Heilung haben vor allem Patientinnen und Patienten, bei denen der Krebs frühzeitig entdeckt wird. Für häufige Krebserkrankungen wie Brust-, Darm-, Prostata- oder Hautkrebs gibt es Programme zur Früherkennung, die von den Krankenkassen getragen werden. So hat sich die Sterberate bei Gebärmutterhalskrebs halbiert, seit Anfang der 1980er Jahre gesetzliche Vorsorgeuntersuchungen eingeführt wurden, mit denen Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert werden können. Auch Impfprogramme gegen diese Krebsart haben zu der positiven Entwicklung beigetragen. Sie könnten zukünftig auch bei anderen Tumorarten Bedeutung erlangen. Weitere Fortschritte erwarten sich die Krebsforscher von der Entwicklung spezifischer Bluttests, bei denen sogenannte Biomarker zur Krebsfrüherkennung eingesetzt werden.

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