Talente fördern – Zukunft sichern:

Prof. Dr. med. Michael Stöckle - Quelle: Wahlers PR
Prof. Dr. med. Michael Stöckle - Quelle: Wahlers PR

Eine der zentralen Herausforderungen in der Medizin ist der Mangel an qualifiziertem Nachwuchs. Für die boomende Gesundheitsbranche ist dies eine besorgniserregende, in den letzten Jahren immer wieder vorgetragene Sorge. Jede fünfte Stelle in deutschen Krankenhäusern kann gegenwärtig nicht mehr zeitnah besetzt werden. Die Fluktuation der angestellten Ärzteschaft ist erheblich, und die Zeiträume bis zur Neubesetzung einer vakanten Stelle werden länger. Die Frustration bei der verbleibenden Mitarbeiterschaft steigt aufgrund zunehmender Belastung. Überbürokratisierung, überzogene Kontrollen und familienfeindliche Arbeitszeiten kommen hinzu. Diese Situation demonstriert die Unzufriedenheit mit dem Arbeitsplatz Krankenhaus.

Neue Strategien der DGU-Nachwuchsförderung

Antworten der Deutschen Gesellschaft für Urologie sind die neue Juniorakademie und eine umfassende Nachwuchsinitiative seit 2009 mit der Vergabe von Forschungs- Stipendien. Ziel ist es, junge urologische Assistenzärztinnen und Ärzte für ein Jahr unter Beibehaltung ihrer Bezüge und Pflichten freizustellen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, in einer etablierten Forschungseinrichtung selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten zu vertiefen und neueste Techniken zu erlernen. Das erworbene Wissen soll im Anschluss auch an der Heimatklinik für den Aufbau eigener Arbeitsgruppen genutzt werden können und der nachhaltigen Etablierung von Forschungsnetzwerken dienen. Die ersten 10 jungen kreativen Wissenschaftler der universitären Arbeitsgruppen werden bei diesem Kongress vorgestellt. Wir sind als Fachgesellschaft stolz auf diese Maßnahme, die der nachhaltigen strukturierten Ausbildung junger ambitionierter Nachwuchswissenschaftler/-innen dient, und werden unsere Bemühungen auf diesem Sektor weiter verstärken.

Neben allen offiziellen Maßnahmen und Programmen ist noch etwas entscheidend für eine effektive Nachwuchsförderung: Das Verhalten von uns urologischen Lehrern muss sich künftig noch mehr darauf konzentrieren, unseren ärztlichen Nachwuchs in Klinik, Praxis und Forschungslaboren nachhaltig für unser Fach zu motivieren. Talentmanagement kann nur dann gelingen, wenn wir durch Vorbildfunktion die jungen Mitarbeiter begeistern. Talentförderung ist ein Top-Thema für das Top-Management und kann nicht delegiert werden. In der Hektik unseres Alltages kann dies sehr wohl gelingen, wenn wir die jungen Leute durch Wahrnehmung und Wertschätzung, ihre aktive Einbeziehung in unsere Tätigkeitsgebiete und Hilfen bei der persönlichen Karriereplanung davon überzeugen, dass wir ernsthaft an ihnen interessiert sind. Nur wenn die Leidenschaft für das eigene Fachgebiet spürbar wird und Begeisterung für die täglichen Herausforderungen vermittelt wird, werden wir angehende, junge Kollegen für die Urologie gewinnen können. In der neu gegründeten Juniorakademie entwickeln erfahrene Kollegen aus Forschung, Klinik und Praxis Zukunftsperspektiven und skizzieren Berufsaussichten. Darüber hinaus werden Themen wie Vertrauenskultur, Umgang mit Fehlern und Risikomanagement vermittelt. Sollte diese neue Sektion akzeptiert werden, wird sie künftig unter Leitung der Akademie der Deutschen Urologen und der GeSRU, der deutschen Assistentenvereinigung, fortgeführt werden.

Referat: Prof. Dr. med. Joachim Steffens, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V., Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie und Leiter des ProstataKarzinomZentrums St.-Antonius-Hospital Eschweiler

Eröffnungskonferenz des DGU-Kongress 2011

Pressemitteilung DGU-Pressestelle


Krebszeitung

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  • Bildanalyse-Software zur computerunterstützen Erkennung veränderter Muttermale in Digitalfotos - Quelle: Datinf® GmbH
    Brustkrebs

    Ultraschall kann „Intervallkarzinome“ entdecken

    Berlin, 21. März 2013 – Zwischen zwei Röntgen-Reihenuntersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs wachsen bei einigen Frauen Tumore heran. Mittels Ultraschall könnten Ärzte einige dieser Tumore schon vor dem nächsten Screening-Termin entdecken und einer Therapie zuführen. Welche Konzepte den zusätzlichen Ultraschalluntersuchungen bei der Früherkennung von Brustkrebs zugrunde liegen, ist Gegenstand der heute in Berlin stattfindenden Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).

    Seit dem Jahr 2005 bieten Krankenkassen Frauen in Deutschland die Teilnahme an einem nationalen Mammografie-Screening-Programm an: Versicherte zwischen 50 und 69 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine Röntgenuntersuchung der Brust, eine Mammografie. Ziel des Programms ist es, möglichst viele Brustkrebsfälle früh zu erkennen und den betroffenen Frauen dadurch eine frühe Behandlung und Heilung zu ermöglichen. Erste wissenschaftliche Ergebnisse zum Programm zeigen, wie viele Brustkrebserkrankungen zudem im zweijährigen Screening-Intervall diagnostiziert werden.

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  • Ein guter Ernährungsstatus ist bei Krebs besonders wichtig. - Quelle: Berliner Krebsgesellschaft
    Ernährung

    Wer an Krebs erkrankt ist, möchte seinen Körper bestmöglich unterstützen. Dazu gehört auch eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Spurenelementen. Doch reicht eine Extraportion Obst, oder sollten es lieber Brausetabletten sein? Können Vitamine auch schaden?

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