Prostatakrebs: Neue Hoffnung für mCRPC-Patienten

Histologischer Schnitt durch eine Prostata mit normaler Drüsenstruktur (links) und Tumorzellherden (rechts). Farblich unterscheidbar sind Zellkerne (braun), Bindegewebe (blau) und Drüsenlumen (weiße Bereiche). Maßstab/ Vergrößerung: 200-fach Quelle: NGFN

Zum September 2013 wird das neue Medikament XTANDITM (Enzalutamid) zur Behandlung von Männern mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC), deren Erkrankung während oder nach einer Chemotherapie mit Docetaxel fortschreitet, auch in Deutschland erhältlich sein.

Am 21. Juni 2013 hatten die Astellas Pharma Europe Ltd. und das Unternehmen Medivation, Inc. von der Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung für XTANDI Weichkapseln erhalten. Die Behörde war damit dem positiven Votum des wissenschaftlichen Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) vom 25. April 2013 gefolgt.

Die Lebensdauer von Männern, die unter wiederkehrendem Prostatakrebs leiden, kann sich durch den Einsatz eines neuen Medikamentes deutlich verlängern. Auch die Sterblichkeitsrate kann erkennbar gesenkt werden, wie eine internationale Studie bewiesen hat. Der getestete Wirkstoff mit dem Namen Enzalutamid, der in den USA bereits in Form des Medikaments “Xtandi” vertrieben wird, bremst den stärksten Wachstumstreiber hinter dem Prostatakrebs. Vorherige Studien haben die Antiwirkung auf Tumore bereits bestätigt, dass Enzalutamid bei Männern mit fortschreitendem kastrationsresistenten Prostatakrebs auch lebensverlängernd wirken kann.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten sich die Überlebenschancen der mit Enzalutamid behandelten Probanden um 37 Prozent. Diese Steigerung war hierbei altersunabhängig und durch alle Untergruppen (unter anderem bezogen auf den Krankheitsverlauf vor Studienbeginn) hindurch beständig. Ebenso deutlich waren die positiven Effekte in Bezug auf den zeitlichen Verlauf der terminalen Erkrankungen: Die durchschnittliche Lebensdauer der mit Enzalutamid Behandelten verlängerte sich um gut fünf Monate. Im Rahmen der Studie wurde das Mittel an 800 Probanden verabreicht. Zur Kontrolle wurde ein Placebo an weitere 399 Probanden ausgegeben. Alle litten unter ähnlichen Krankheitsbildern: Bei Ihnen zeigten andere eingesetzte Behandlungsmethoden und Chemotherapie keine Wirkung mehr. Die primäre Messeinheit für die Studie war die Überlebensrate, sekundäre Messeinheiten waren unter anderem das Fortschreiten der Erkrankung.

Die Studie wurde an 156 Standorten in 15 Ländern durchgeführt. Eines der Studienzentren war die Urologische Klinik des Universitätsklinikum Aachen. Dort läuft unter der Leitung des Direktors der Urologischen Klinik, Prof. Dr. Axel Heidenreich, derzeit auch die neue europaweite Studie “Bicalutamid versus Enzalutamid”. Diese untersucht die Wirkung von Enzalutamid bei Patienten, die noch keine Chemotherapie erhalten haben. Angesichts der bisherigen Ergebnisse zeigt sich Heidenreich zuversichtlich: “Es deutet vieles darauf hin, dass der Wirkstoff auch in diesem Stadium der Erkrankung das Wachstum des Karzinoms beeinflussen kann.”

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA)  genehmigt Enzalutamid zur Behandlung von mCRPC

Am 21.Juni 2013 hat die Europäische Arzneimittelagentur (EMA)   die Verwendung von Enzalutamid (Xtandi) für die Behandlung des metastasierten, Kastration-resistentem Prostatakrebs (mCRPC) bei Männern, für die progressive Krankheit nach mindestens einem Zyklus von Docetaxel-basierter Chemotherapie zugelassen. Dies ist die erwartete Zulassung in Europa für Enzalutamid und kommt ca. 9 Monate, nachdem in den Vereinigten Staaten für dieselbe Indikation für Enzalutamid genehmigt wurde.

Natürlich warten alle die Ergebnisse der Studie PREVAIL zu erhalten. Angeblich werden diese Daten einige Zeit zwischen Oktober und Dezember dieses Jahres erwartet – vielleicht liegen diese mit einer vollständigen Darstellung der Studienergebnisse im Genitourinary Cancer Symposium in San Francisco im Februar 2014 vor.

Einladung zur Launch-Pressekonferenz

„Enzalutamid: neue Hoffnung für mCRPC-Patienten“

 Im Vorfeld der Markteinführung von XTANDI lädt die Astellas Pharma GmbH Sie ganz herzlich ein:

am Mittwoch, den 7. August 2013, um 10:00 Uhr

im Hause der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (Raum Tiergarten)

Kuno-Fischer-Straße 8, 14057 Berlin

Wir bitten um Ihre Zusage bis zum 30. Juli 2013

John Warning Corporate Communications GmbH

040 – 533 088 88

(oder per Mail an h.boden@johnwarning.de)

Vorläufige Agenda:

Beginn: 10.00 Uhr

o Begrüßung und Einführung

Dr. med. Martin Marhoefer

Medizinischer Direktor der Astellas Pharma GmbH, München

10:10 Uhr:

o Das Prostatakarzinom: noch immer ein anspruchsvoller Fall

Prof. Dr. med. Carsten Bokemeyer

Direktor II. Medizinische Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (Onkologie, Hämatologie mit Sektion Pneumologie)

10:40 Uhr:

o Enzalutamid: ein neuer Therapiestandard für mCRPC?!

Prof. Dr. med. Kurt Miller

Direktor Klinik für Urologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin

nationaler Leiter der Phase-III-Studie AFFIRM

11:10 Uhr: Abschlussdiskussion

Quellen:

  1. Enzalutamid bei de.wikipedia.org:  http://de.wikipedia.org/wiki/Enzalutamid
  2. Baseline serum androgen levels and responses to abiraterone acetate: http://prostatecancerinfolink.net/tag/mcrpc/
  3. Neue Hoffnung für Prostatakrebspatienten: http://medizin.pr-gateway.de/neue-hoffnung-fur-prostatakrebspatienten/
  4. Email von John Warning Corporate Communications GmbH,  Henrike Boden

Prostatakrebs: Urologen warnen vor falschen Hoffnungen


Krebszeitung

--Download Prostatakrebs: Neue Hoffnung für mCRPC-Patienten als PDF-Datei --


  • Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs - Quelle: 16.05.13_foto sanofi pasteur msd
    Gebärmutterhalskrebs

    Seit mehr als sechs Jahren gibt es in Deutschland die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Sie war die erste Impfung gegen Krebs und wurde weltweit als Durchbruch in der Krebsprävention gefeiert. Prof. Harald zur Hausen, der den zugrunde liegenden Zusammenhang zwischen einer Virusinfektion und der Entstehung von Krebs nachweisen konnte, bekam für diese Entdeckung den Nobelpreis für Medizin.

    Die Impfung bietet erstmals die Chance, Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV) vom Typ 16 und 18 zu verhindern, die für etwa 70% aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 1.600 Frauen an dieser Erkrankung. Derzeit gibt es zwei Impfstoffe. Beide richten sich gegen die HPV-Typen 16 und 18 (bivalent – zweifach), einer zusätzlich gegen HPV 6 und 11 (tetravalent – vierfach). HPV 6 und 11 können andere genitale Erkrankungen, wie z.B. Genitalwarzen, auslösen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung seit Marz 2007 für alle Mädchen vom 12. bis zum 17. Lebensjahr. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

    […mehr lesen]

  • Gefärbte mikroskopische Aufnahme eines Influenza-Virus CDC/ Erskine. L. Palmer, Ph.D.; M. L. Martin
    Medizin

    Chinesische Medizin mit Dreifach-Wirkung gegen Krebs

    Gerolzhofen, Mai 2012. Wer die Schreckensdiagnose Krebs erhält, stellt meist schnell fest, dass nach der Operation die Therapie noch lange nicht endet. Betroffene unterziehen sich meist über viele Jahre den Behandlungen. Zwar gestalten sich Chemotherapien, Bestrahlungen oder andere medikamentöse Behandlungen heute sehr viel schonender als vor einigen Jahren, die Lebensqualität vieler Patienten leidet aufgrund von Nebenwirkungen dennoch – manchmal auch noch Jahrzehnte nach Therapieende. Ergänzend zur Therapie stellt die chinesische Medizin eine Alternative mit drei positiven Effekten dar. Neben einer Minderung der Nebenwirkungen führt sie zum Wiederaufbau der Funktionen des Immunsystems und Stoffwechsels sowie zur Beeinflussung des Tumorwachstums.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit