Prostatakrebs – Vorsorge weiterhin wichtigste Waffe

Histologischer Schnitt durch eine Prostata mit normaler Drüsenstruktur (links) und Tumorzellherden (rechts). Farblich unterscheidbar sind Zellkerne (braun), Bindegewebe (blau) und Drüsenlumen (weiße Bereiche). Maßstab/ Vergrößerung: 200-fach Quelle: NGFN

Köln, März 2012 – Prostatakrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes. Im Anfangsstadium löst ein Prostatakarzinom jedoch kaum Symptome aus, erst im fortgeschrittenen Stadium berichten Betroffene über Beschwerden beim Wasserlassen, Blutbeimengungen im Urin oder Probleme bei der Darmentleerung. Bei frühzeitiger Diagnose stehen Ärzten und Patienten vielversprechende Operations- und Bestrahlungsmöglichkeiten offen. Daher sollte für Männer der regelmäßige Besuch beim Urologen Pflicht sein, um Prostatakrebs rechtzeitig zu erkennen. Als wichtige Parameter gelten neben Tastuntersuchung und Ultraschall der Prostata auch die Entnahme von Gewebeproben und die Bestimmung eines bestimmten Tumormarkers im Blut.

„Bei Prostatakrebs erhöht sich der Wert eines bestimmten Eiweißstoffs, auch Prostata-Spezifisches-Antigen – kurz PSA – genannt“, erklärt Dr. Reinhold Schaefer, Urologe und Geschäftsführer des Ärztenetzwerks Uro-GmbH Nordrhein. Die richtige Interpretation des PSA-Wertes gehört allerdings in die Hände eines erfahrenen Urologen, da auch eine gesunde Prostata unter bestimmten Umständen vermehrt diesen Stoff bildet. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und klinischen Studien kann durch den PSA-Test die Sterblichkeit am Prostatakrebs um mehr als 20 Prozent gesenkt werden. „Leider ignorieren die gesetzlichen Krankenkassen diese Tatsache nach wie vor, weil sie den Test nicht routinemäßig bezahlen wollen“, bemerkt Dr. Schaefer.

Grundsätzlich liefert jedoch erst eine gründliche urologische Untersuchung verlässliche Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand. Daher gehört ein qualifizierter Urintest ebenso wie ein transrektaker Ultraschall zum Früherkennungsprogramm gegen Prostatakrebs. Die Ultraschalluntersuchung über den Darm gibt dem Urologen weit bessere Informationen über Größe und Form der Prostata als eine bloße Tastuntersuchung, die nur ein Drittel des Organs erreicht. „Was zunächst vielleicht unangenehm klingt, dauert nicht einmal 5 Minuten, verläuft völlig schmerzlos und kann in vielen Fällen Leben retten“, betont Dr. Schaefer. Nähere Informationen unter www.uro-gmbh.de.

komm public, Isabell Adam


Krebszeitung

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