Quantitativer Blasenkrebs-Schnelltest liefert exakte Ergebnisse

Dresden, 26. September 2013 – Der weltweit erste quantitative Schnelltest für die Früherkennung des Harnblasenkarzinoms, UBC® Rapid, erreicht eine mit dem viel aufwendigeren ELISA vergleichbare diagnostische Genauigkeit. Damit steht jetzt jedem Arzt ein einfacher Schnelltest zur Verfügung, der durch eine genaue Konzentrationsmessung nicht nur die Früherkennung von Blasenkrebs, sondern auch eine bessere Risikobeurteilung ermöglicht.

Herkömmliche Schnelltests für den Nachweis von Blasenkrebs sind auf einfache positive oder negative Ergebnisse limitiert. Für eine genauere Risikoabschätzung waren bisher aufwendigere zellbasierte Testsysteme notwendig. Auf dem 65. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Dresden stellte Dr. René Ritter von der Universitätsklinik für Urologie, Tübingen, jetzt überzeugende Daten für den weltweit ersten quantitativen Schnelltest zur Früherkennung von Blasenkrebs vor.

Der UBC® Rapid Test (Urinary Bladder Cancer Antigen) detektiert die Tumor-assoziierten Zytokeratin-Fragmente 8 und 18 aus Urothelzellen als Parameter für das Vorliegen eines Blasenkarzinoms. Die Konzentration des Tumormarkers im Urin kann mit einem handlichen Messgerät (concile® Ω100) exakt quantifiziert werden. Das Gerät wurde für die einfache patientennahe Messung vieler verschiedener Marker entwickelt. Es zeigt die UBC-Konzentration im Urin nach 10 Minuten in µg/l an.

In der von Ritter jetzt präsentierten Tübinger Studie wurde der Urin von 198 Patienten mit klinischem Verdacht auf ein Blasenkarzinom mit dem UBC® Rapid Test untersucht. Der mittels concile® Ω100 Reader analysierte UBC® Rapid Test zeigte mit 57% eine erheblich bessere Sensitivität als NMP22, für das nur eine Sensitivität von 16% festgestellt wurde. Die Urinzytologie hatte in dieser Studie eine Sensitivität von 52%. Die Spezifitäten von UBC® Rapid, NMP22 und Urinzytologie betrugen 80%, 95% und 78%.

Die Konzentration des UBC-Antigens korrelierte sowohl mit einem erhöhten Tumorrisiko wie auch mit höheren Tumorstadien. Der neue quantitative Schnelltest detektierte frühe Stadien (Ta) mit einer Sensitivität von 56%, Stadien > T1 mit 70% und G3/Cis Tumore mit 77%. Fortgeschrittene Tumorstadien wiesen eine signifikant höhere UBC® Rapid Konzentration auf. „Quantitative Ergebnisse erlauben, im Gegensatz zu einfachen dichotomisierten Ergebnissen, eine genaue Risikostratifizierung. Die diagnostische Genauigkeit von UBC® Rapid erreicht vergleichbare Werte wie der ELISA, welcher jedoch nur aufwendig im Labor durchgeführt werden kann“, fasste Ritter die Vorteile des innovativen Schnelltests zusammen.

1    Ritter R, Hennenlotter J, Todenhöfer T, Hofmann U, Blutbacher P, Deja A, Hohneder A, Stenzl A, Schwentner C: Quantitative Messergebnisse des urinbasierten Harnblasenkarzinomschnelltests UBC Rapid mit dem concile® Ω100 Reader. Posterpräsentation (P10.2), 65. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU), 26. Sept. 2013, Dresden.

Die concile GmbH entwickelt, produziert und vertreibt innovative medizinische Schnelltests für die Diagnostik von Herzerkrankungen, Tumorerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Infektionen, Stoffwechselstörungen und weiteren Erkrankungen. Den Schwerpunkt der Produktpalette bilden quantitative Point-of-Care-Tests, die direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett mit dem handlichen Messgerät concile® Ω100 gemessen werden. Der concile® Ω100 Reader ist das einzige Gerät, mit dem sich ein Urin-basierter Marker für die Früherkennung von Blasenkrebs quantifizieren lässt. Für das POC-Messgerät stehen eine Vielzahl weiterer Marker zur Verfügung, u. a. CRP, AFP, CA 15-3, CA 19-9, CEA, β-HCG, Troponin.

Pressekontakt
concile GmbH
Dr. Petra von der Lage
Kronenmattenstr. 6
79100 Freiburg
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E-Mail: pvonderlage@concile.de
Web: www.concile.de

Pressemitteilung von concile GmbH, Dr. Petra von der Lage

Fortschritte im Kampf gegen Nieren- und Blasenkrebs


Krebszeitung

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    Verbesserung der Diagnosequalität und Behandlung des Rektumkarzinoms. Darmkrebs – Krebserkrankungen des Dickdarms, des Mastdarms und des Anus – ist mittlerweile für beide Geschlechter die zweithäufigste Krebserkrankung. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland wird für Männer auf über 32.000, für Frauen auf über 34.000 geschätzt. Männer erkranken im Mittel mit 68, Frauen mit 73 Jahren – also vergleichsweise spät. Darmkrebs ist darüber hinaus sowohl für Frauen und Männer die zweithäufigste Krebstodesursache. Im Vergleich mit den Erkrankungsraten anderer EU-Länder steht Deutschland an erster Stelle in Europa.

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