Regelmäßige Bewegung senkt das Darmkrebsrisiko

Veränderungen der Immunzellen in Darmbiopsien in Abhängigkeit vom Vorliegen eines normalen (NOD2 wt) oder eines mutierten (NOD2 var) NOD2/CARD15 Rezeptors. Kein Unterschied im Zelluntergang der Darmzellen (Apopotse), in den zytotoxischen Lymphozyten (CD
Veränderungen der Immunzellen in Darmbiopsien in Abhängigkeit vom Vorliegen eines normalen (NOD2 wt) oder eines mutierten (NOD2 var) NOD2/CARD15 Rezeptors. Kein Unterschied im Zelluntergang der Darmzellen (Apopotse), in den zytotoxischen Lymphozyten (CD

Bonn (sts) – Darmkrebs gehört zu den häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. >Experten machen hierzulande insbesondere Lebensstil-Faktoren wie Bewegungsarmut und Übergewicht für die hohen Erkrankungszahlen verantwortlich. „Bewegen Sie sich täglich mindestens eine halbe Stunde, möglichst intensiv“, empfiehlt Professor Dr. Martin Halle, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin an der Technischen Universität München, anlässlich des Darmkrebsmonats. „Das ist gesund und senkt nachweislich das Darmkrebsrisiko“.

Deutsche Krebshilfe gibt Tipps im Darmkrebsmonat März 2012

Jährlich erkranken in Deutschland rund 38.300 Männer und 31.100 Frauen neu an einem bösartigen Tumor des Darms, etwa 26.000 sterben daran. Die Deutsche Krebshilfe nimmt den diesjährigen Darmkrebsmonat daher zum Anlass, verstärkt über die vorbeugenden Effekte von Sport und Normalgewicht zu informieren.

Studien belegen: Bei Menschen, die täglich 30 bis 60 Minuten zügig körperlich aktiv sind, sinkt das Darmkrebsrisiko nachweislich um 40 bis 50 Prozent. Der Grund: Regelmäßige sportliche Aktivität trägt erheblich dazu bei, den Stoffwechsel zu aktivieren. Darüber hinaus hemmt Sport entzündliche Prozesse im Organismus und erleichtert die Gewichtskontrolle. Dies ist besonders bedeutsam, da Übergewicht die Entstehung von Tumoren des Darms begünstigt. Das Verständnis von „körperlicher Aktivität“ beschränkt sich hierbei nicht nur auf die sportliche Ausdauer. „Kurze aktive Intervalle, wie etwa schnelles Gehen, Tanzen oder Fahrrad fahren, sind in ihrer Summe auch wirksam. Entscheidend ist die tägliche Gesamtzeit, die intensiv in Bewegung verbracht wird“, betont Halle.

Menschen, die sich gern und viel bewegen, pflegen zudem oft insgesamt einen gesünderen Lebensstil als „Bewegungsmuffel“. Sie ernähren sich zumeist bewusster, rauchen seltener, trinken nur wenig Alkohol und verbringen mehr Zeit an der frischen Luft. So senken sie zusätzlich aktiv und selbstbestimmt ihr individuelles Darmkrebsrisiko.

„Ein bewegungsreicher und gesunder Lebensstil ist allerdings leider keine Garantie, dass ein Mensch von Darmkrebs verschont bleibt“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Früh erkannt sind Tumore des Darms jedoch fast immer heilbar“. Daher bieten die Gesetzlichen Krankenkassen allen Versicherten ab 50 Jahren kostenlose Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchungen an. Bei etwa 20 von 1.000 Bundesbürgern liegt eine Sondersituation durch eine familiäre Belastung vor. Diekaqw21se Risikopersonen sollten sich bereits in jüngeren Jahren ärztlich beraten lassen und an einem maßgeschneiderten Früherkennungsprogramm teilnehmen.

Die Deutsche Krebshilfe hält umfangreiches, kostenloses Informationsmaterial zum Thema Darmkrebs bereit: Ratgeber, Präventionsfaltblätter, Plakate sowie Patienten-Informationsfilme auf DVD können bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, oder im Internet unter www.krebshilfe.de bestellt oder heruntergeladen werden.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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    Forschung

    Die meisten Todesfälle aufgrund von Krebserkrankungen werden durch Metastasen verursacht. Noch gibt es keine Möglichkeit, die Ausbreitung der Krebszellen zu verhindern. Doch Naturstoffe aus Myxobakterien könnten die Antwort sein.

    Der Kampf gegen Krebs ist mit einer Operation nicht abgeschlossen. Bestrahlung und Chemotherapie sollen verhindern, dass sich Tumorzellen im Körper ausbreiten. Noch gibt es keine ausreichende Therapie, die verhindert, dass sich Metastasen bilden. Der Grund dafür ist, dass Tumorzellen über hochkomplizierte Prozesse in andere Organe wandern. Das erschwert es Wissenschaftlern, ein Medikament dagegen zu entwickeln. Im Rahmen einer DFG-geförderten Forschergruppe (FOR 1406) hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Professor Angelika Vollmar nun gezeigt, wie sich Metastasen möglicherweise stoppen lassen.

    Ein komplex aufgebauter Naturstoff aus Myxobakterien könnte verhindern, dass die Krebszellen durch den Blutstrom wandern. „Wir konnten zeigen, dass dieses sogenannte Archazolid die Migration von hochinvasiven Tumorzellen sehr wirksam unterbindet“, berichtet Vollmar, die den Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie an der LMU inne hat. Im Tiermodell war das bereits erfolgreich: Tumorzellen der Brust wurden effizient daran gehindert, in die Lunge zu wandern.

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