Resistenzen bei der Chemotherapie von Krebs

Chemotherapie - pixabay
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Tumorzellen ohne Multidrug-Resistenz - Quelle: AG PD Dr. Johanna Weiß
Tumorzellen ohne Multidrug-Resistenz – Quelle: AG PD Dr. Johanna Weiß

Viele Krebsarten können nur schlecht mit Medikamenten (Chemotherapeutika) bekämpft werden, da sie gegenüber diesen Wirkstoffen entweder resistent sind oder im Laufe der Therapie resistent werden. Dabei besteht die Resistenz meist gegenüber einer großen Vielzahl von Chemotherapeutika (sogenannte Multidrug- Resistenz). Die Arbeitsgruppe um Johanna Weiß am Universitätsklinikum Heidelberg untersucht molekulare Grundlagen dieser Multidrug-Resistenz mit dem Ziel, die Chemotherapie von Krebspatienten zu optimieren bzw. zu individualisieren.

Die Multidrug-Resistenz von Tumoren stellt ein gravierendes Problem bei der Chemotherapie von Krebspatienten dar und ist mit einer schlechten Prognose der betroffenen Patienten assoziiert. Inzwischen weiß man, dass bestimmte Proteine (Arzneistofftransporter) wesentlich an diesem Phänomen beteiligt sind. Diese Transporter befinden sich in der Zellmembran und können die Chemotherapeutika aus den Tumorzellen pumpen. Sie verhindern so, dass die Arzneistoffe die Krebszellen abtöten. Zwei der wichtigsten Arzneistofftransporter, die zur Multidrug-Resistenz führen können, sind das P-Glykoprotein (Pgp) und das Breast Cancer Resistance Protein (BCRP).

Damit Pgp und BCRP aktiv sind, benötigen sie eine spezifische Umgebung in der Zellmembran. Diese besonderen Bereiche der Zellmembran (Mikrodomänen) zeichnen sich durch eine Anreicherung bestimmter Fettmoleküle (z.B. Cholesterol) und Proteine (z.B. Caveoline) aus. Die Arbeitsgruppe um Johanna Weiß hat in jüngster Zeit bereits nachweisen können, dass sich die Aktivität der Arzneistofftransporter Pgp und BCRP durch Veränderung des Cholesterolgehaltes der Membran beeinflussen lässt. Bei sinkendem Cholesterolgehalt nimmt auch die Transportaktivität dieser Proteine ab. Daneben scheint auch die Interaktion mit bestimmten Proteinen, z.B. Caveolin-1, eine wichtige Rolle für die Aktivität dieser Transporter zu spielen. Caveolin-1 wird außerdem eine wichtige Rolle bei der Tumorentstehung und -entwicklung zugeschrieben.

Die Arbeitsgruppe will nun die Frage klären, wie Caveolin-1 die Aktivität von Pgp und BCRP beeinflusst und welche Bedeutung die Interaktion für die Entstehung der Multidrug-Resistenz spielt. Dazu wird in ausgewählten Zelllinien das Gen für Caveolin-1 ausgeschaltet bzw. überexprimiert. In den so veränderten Zellen werden dann die Veränderung der Aktivität und Lokalisation von Pgp und BCRP sowie Einflüsse auf die Chemotherapieresistenz untersucht werden.

Für eine Verbesserung der Prognose von Patienten mit Tumoren unterschiedlichster Herkunft ist es entscheidend, Ursachen und Mechanismen der Multidrug-Resistenz aufzuklären und Ansätze für eine Erhöhung der Chemosensitivität zu untersuchen. Bislang sind die Ergebnisse, die den Zusammenhang zwischen Arzneistofftransportern und dem Therapieerfolg untersucht haben, nicht schlüssig. Dies könnte nach neuestem Stand des Wissens möglicherweise daran liegen, dass das Wechselspiel zwischen den Transportern und Caveolin-1 nicht mitberücksichtigt wurde. Ein weitergehendes Verständnis der molekularen Mechanismen der Interaktion zwischen den Transportern und Cav-1 ist daher unabdingbar, um einen tieferen Einblick in die Pathophysiologie der Multidrug-Resistenz zu erhalten und um der Individualisierung der Tumortherapie einen Schritt näher zu kommen.

Die Projektleiterin leitet in der Abteilung Innere Medizin VI, Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie des Universitätsklinikums Heidelberg das Molekularbiologisch-Biochemische Labor. Für weitere Informationen wenden Sie Sich bitte an PD Dr. Johanna Weiß ( johanna.weiss@med.uni-heidelberg.de ).

Die Wilhelm Sander-Stiftung fördert dieses Forschungsprojekt mit über 100.000 €.

Stiftungszweck der Stiftung ist die medizinische Forschung, insbesondere Projekte im Rahmen der Krebsbekämpfung. Seit Gründung der Stiftung wurden dabei insgesamt über 160 Mio. Euro für die Forschungsförderung in Deutschland und der Schweiz bewilligt. Die Stiftung geht aus dem Nachlass des gleichnamigen Unternehmers hervor, der 1973 verstorben ist.

Weitere Informationen: www.wilhelm-sander-stiftung.de

Pressemitteilung Wilhelm Sander-Stiftung, Bernhard Knappe


Krebszeitung

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  • Humane Papillomviren (HPV) - Quelle: Dana Holzinger, DKFZ
    Gebärmutterhalskrebs

    Heidelberger RadioOnkologin Privatdozentin Dr. Katja Lindel mit Hermann Holthusen-Preis der Deutschen Gesellschaft für RadioOnkologie ausgezeichnet / Tumoren in Gebärmutterhals und im Mund-Rachen-Bereich, bei denen Erbgut Humaner Papillomaviren (HPV) nachweisbar ist, reagieren deutlich empfindlicher auf eine Strahlentherapie als gleiche Tumoren, in denen keine Viren nachweisbar sind.

    Humane Papillomaviren (HPV) können u.a. Krebserkrankungen in Gebärmutterhals und im Mund-Rachen-Bereich hervorrufen. Im Rahmen ihrer Habilitation zeigte die Heidelberger Strahlentherapeutin Privatdozentin Dr. med. Katja Lindel, dass diese Tumoren deutlich empfindlicher auf eine Strahlentherapie reagieren als gleiche Tumoren, in denen keine Viren nachweisbar sind. Diese Erkenntnisse könnten zukünftig für eine individuell angepasste Behandlung genutzt werden. Für ihre Arbeit ist Dr. Katja Lindel nun mit dem Hermann-Holthusen-Preis der Deutschen Gesellschaft für RadioOnkologie (DEGRO) ausgezeichnet worden.

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  • Professor Dr. med. Dr. h. c. Manfred Wirth
    DGU-Kongress 2009

    DGU-Präsident Professor Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wirth, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden.Die 61. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) startet heute in der Messe Dresden. Bis zum 19. September werden auf dem weltweit drittgrößten Urologen-Kongress rund 6000 Fachbesucher erwartet. Das Interesse ist in diesem Jahr besonders groß, denn es stehen gewichtige Themen, darunter die Vorstellung der langerwarteten neuen interdisziplinären S3-Prostatakarzinom-Leitlinie, auf dem Tagungsprogramm.

    Der Kongress unter der Leitung von DGU-Präsident Professor Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wirth, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden bietet einen kompletten Überblick über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse des Fachgebietes Urologie.

    Auf der begleitenden Industrieausstellung werden rund 150 Unternehmen vertreten sein und Neues aus Pharmakologie und Medizintechnik präsentieren.

    Bereits zum dritten Mal findet im Rahmen der DGU-Jahrestagung ein selbstständiger Pflegekongress für die urologischen Assistenz- und Pflegeberufe statt. Das obligate Patientenforum, am Donnerstag, 17. September 2009 von 19.30 bis 21.00 Uhr im Internationalen Congress Centrum Dresden (ICC ), informiert über die Bedeutung der neuen Prostatakrebs-Behandlungsleitlinie für die Betroffenen.

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  • Mit der Genschere gegen Malaria
    am 25. September 2018 um 16:57

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    am 25. September 2018 um 16:15

    Bewegung könnte den kognitiven Verfall bei seltener Alzheimerkrankheit verzögern  Deutsches ÄrzteblattKörperliche Aktivität kann kognitiven Abbau bei genetisch verursachtem Alzheimer verlangsamen  Medizin-AspekteFull coverag […]

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    am 25. September 2018 um 15:50

    Neue Antibiotika-Hoffnung bei gramnegativen Bakterien  DAZ.onlineVabomere gegen Harnwegsinfektion APOTHEKE ADHOC, 25.09.2018 10:09 Uhr  APOTHEKE ADHOCFull coverag […]

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    am 25. September 2018 um 15:00

    3 Studien mit mehr als einer halben Million Teilnehmern wecken erhebliche Zweifel an der Low-Carb-Diät  Business Insider DeutschlandStudie: Die mediterrane Diät senkt das Schlaganfallrisiko bei Frauen  FIT FOR FUNFull coverag […]

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    am 25. September 2018 um 14:56

    Eine Fettleber lässt sich heilen  Heilpraxisnet.deFettleber – häufigste Lebererkrankung kann durch Diät und Bewegung vermieden und geheilt werden  Medizin-AspekteFettleber - häufigste Lebererkrankung in Deutschland kann durch Diät und Bewegung vermieden und geheilt werden  Verbände […]