Schnelle Hilfe bei Tumoren und Metastasen in der Leber

Graphik 3: Die radioaktiven Mikrokügelchen geben ihre Strahlung ab und zerstören den Tumor von innen heraus. - Quelle: Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie 2012
Graphik 3: Die radioaktiven Mikrokügelchen geben ihre Strahlung ab und zerstören den Tumor von innen heraus. - Quelle: Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie 2012
Graphik 3: Die radioaktiven Mikrokügelchen geben ihre Strahlung ab und zerstören den Tumor von innen heraus. - Quelle: Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie 2012
Graphik 3: Die radioaktiven Mikrokügelchen geben ihre Strahlung ab und zerstören den Tumor von innen heraus. – Quelle: Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie 2012

Berlin, – Jedes Jahr entwickeln in Deutschland circa 30.000 Patienten im Laufe ihrer Krebserkrankung Metastasen in der Leber. Die Häufigkeit von Primärtumoren der Leber steigt seit einigen Jahren. Die Therapie von Tumoren und Metastasen in der Leber wird auch Thema auf dem 30. Deutschen Krebskongress sein, welcher zurzeit in Berlin stattfindet. Die Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie möchte diesen als Auftakt für ihr aktuelles Projekt nutzen und verstärkt zu den Möglichkeiten der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) bei der Behandlung von Tumoren in der Leber informieren: Sie steht ab heute im World Wide Web mit einem umfangreichen Portal zur Verfügung. www.leberkrebstherapie.org richtet sich an Patienten, Angehörige, Ärzte und andere Interessenten und bietet ihnen umfassende Informationen rund um die Selektive Interne Radiotherapie, Beratung in Form einer Online- Sprechstunde und Kontakt zu durchführenden Kliniken in ganz Deutschland.

Neues Webportal informiert Patienten, Angehörige und Ärzte umfassend zur Selektiven Internen Radiotherapie

„Mit dem Webportal möchten wir eine zuverlässige und aussagekräftige Informationsquelle zur Selektiven Internen Radiotherapie schaffen, die Betroffenen schnell weiterhilft“, erläutert Prof. Dr. Jens Ricke, Direktor der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Magdeburg, den Zweck des Internetauftritts. „Das SIRT-Webportal wird auch wesentlich dazu beitragen, dass wir die in der Expertengruppe festgelegten Ziele zügig erreichen“, so Prof. Ricke weiter. Der Expertengruppe geht es vor allem darum, Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung von einer SIRT profitieren könnten, einen raschen Zugang zu einem der durchführenden Zentren zu verschaffen. „Die neue Webpräsenz dient als ständig erreichbare, zentrale Anlauf- und Informationsstelle – für Patienten und Ärzte gleichermaßen. Und sie wird uns auch zukünftig für den Aufbau eines geplanten deutschlandweiten Netzwerkes unter den Therapieanwendern nützlich sein“, ergänzt Prof. Dr. Christiane Bruns, Leiterin der Onkologischen Chirurgie am Klinikum der Universität München.

Der Patientenbereich auf www.leberkrebstherapie.org versorgt Patienten und deren Angehörige mit ausführlichen Informationen zu Tumoren und Metastasen in der Leber und stellt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vor. Das Prinzip und die Besonderheiten der Selektiven Internen Radiotherapie werden detailliert erläutert. Eine Online-Sprechstunde bietet Patienten erste Hilfestellungen, zum Beispiel bei der Suche nach dem passenden SIRTZentrum. Hier hilft auch die Übersichtskarte weiter, auf welcher der Patient Kliniken in seiner Umgebung, die die SIRT anbieten, auswählen kann. Der Besucher findet zudem Hinweise zum Thema Selbsthilfe, zu Patientenveranstaltungen und kann sich in einem Forum mit anderen Betroffenen austauschen.

„Mit dem DocCheck-Login ist ein separater Bereich für Ärzte und andere Registrierte zugänglich. Auch hier gibt es einen ausführlichen Informationsblock zur SIRT. Außerdem werden Studien zur Therapie vorgestellt und Fachveranstaltungen der Onkologie, Gastroenterologie, Hepatologie, Chirurgie, Radiologie und Nuklearmedizin angekündigt“, stellt Dr. Samer Ezziddin, Leitender Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Bonn, die Ärzteseite vor. Die Landkarte mit den deutschen SIRT-Zentren steht auch Ärzten zur Verfügung. Sie erleichtert die Überweisung der Patienten zum nächstgelegenen SIRT-Ärzteteam. Ein dritter Bereich stellt vor allem Journalisten aktuelle Informationen zur Therapie zur Verfügung. Außerdem kann man mehr über die Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie erfahren.

Zur Selektiven Internen Radiotherapie
Die Selektive Interne Radiotherapie ist eine interdisziplinäre Strahlentherapie zur Behandlung primärer Lebertumoren und Lebermetastasen. Ein Ärzteteam bringt dabei mit einem Katheter Millionen winziger radioaktiver Mikrokügelchen in die Leberarterie ein. Diese wandern mit dem Blutstrom direkt zum tumorösen Gewebe in der Leber. Dort können die mit dem Beta-Strahler Yttrium-90 angereicherten Kügelchen ganz gezielt die bösartigen Zellen bestrahlen. Im Lebergewebe reicht die Strahlung über eine geringe Entfernung von etwa einem Zentimeter. Folglich kann bei der SIRT – im Vergleich zur Bestrahlung des Körpers von außen – eine sehr viel höhere Dosis gegen die Krebszellen gerichtet werden. Gesunde Zellen und angrenzende Organe werden dabei weitestgehend geschont und das erkrankte Gewebe gezielt bestrahlt.

Weitere Informationen und Bildmaterial zur Selektiven Internen Radiotherapie und Expertengruppe finden Sie auf www.leberkrebstherapie.org. Gern stehen wir Ihnen für Interviews zur Verfügung.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte unser Pressebüro:
Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie
c/o ipse Communication
Katrin Lewandowski
Albrechtstraße 14 B
10117 Berlin
Tel. 030 288846-14
Fax 030 288846-46
E-Mail info@leberkrebstherapie.org

Pressemitteilung: Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie c/o ipse Communication


Krebszeitung

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