Schülerprogramm auf dem 63. Urologen-Kongress in Hamburg

Das Team um Prof. Jens-Uwe Stolzenburg (li) bei der Besprechung der Bildgebungs-Daten eines Patienten. Angela Steller/UKL
Das Team um Prof. Jens-Uwe Stolzenburg (li) bei der Besprechung der Bildgebungs-Daten eines Patienten. Angela Steller/UKL

Hamburg. Nachwuchs-Urologen gesucht: Der 63. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) bietet Hamburger Gymnasiastinnen und Gymnasiasten die Gelegenheit, die Welt der Medizin hautnah zu erleben. Nach dem großen Erfolg dieser Veranstaltung im letzten Jahr wird das Schüler-Projekt auf dem diesjährigen Kongress der DGU vom 14. bis 17. September 2011 im Congress Center Hamburg (CCH) fortgeführt. In einem spannenden Programm lernen die Oberstufenschüler den Beruf des Urologen kennen und können in einem Simulatortraining sogar OP-Luft schnuppern. Am 15. und 16. September 2011 gilt dann: „Werde Urologin/Urologe für einen Tag!“

Vom Klassenzimmer an den OP-Simulator

„Nachwuchsförderung ist ein Leitgedanke unseres Hamburger Kongresses und kann nicht früh genug beginnen“, sagt Tagungs- und DGU-Präsident Professor Dr. med. Joachim Steffens. „Neurophysiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass Oberstufenschüler haptische Fähigkeiten besitzen, die gezielt durch Animation und Förderung auch für operationstechnische Fertigkeiten genutzt werden können. Deshalb liegt es gerade in Zeiten des drohenden Medizinermangels nahe, schon die Jungen an die medizinischen Arbeitsgebiete heranzuführen und ihr Interesse für unser Fach zu wecken.”

Dafür sorgt neben dem Initiator der DGU-Schülertage Dr. med. Dr. phil. Stefan Buntrock und seinen Kollegen die DGU-Pressesprecherin Prof. Dr. med. Sabine Kliesch, die das Projekt von Anfang an unterstützt hat. Los geht’s am 15. und 16. September 2011 jeweils zwischen 8.30 und 12.00 Uhr im CCH mit viel medizinischem Equipment und jeder Menge praktischer Übungen. In mehreren Stationen werden die Schüler mit den Grundlagen der Urologie vertraut gemacht. Mit echten medizinischen Geräten kann durchs Schlüsselloch operiert werden oder können Blasensteine endoskopisch entfernt werden – dabei müssen Gummibärchen als Blasensteine und Paprika als Patienten herhalten. Chirurgisches Nähen und Knoten wird an aufgeschnittenen Bananen geübt. Konzentration wie im OP-Saal ist beim Simulatortraining gefordert. „Wir zeigen den Schülerinnen und Schülern, dass die Urologie ein modernes operatives Fach mit einer Vorreiterrolle bei laparoskopischen Techniken der minimal-invasiven Schlüsselloch-Chirurgie und robotergestützten Operationen ist“, so Dr. med. Dr. phil. Buntrock. „Urologen behandeln Kinder, Männer und Frauen und finden in der Therapie urologischer Krebserkrankungen, in der Transplantationsurologie, der Neurourologie oder der Andrologie höchst anspruchsvolle Aufgaben.“ Auch die Zukunftsaussichten für junge Fachärzte für Urologie sind gut, denn aufgrund der demografischen Entwicklung werden urologische Erkrankungen in den nächsten Jahrzehnten noch häufiger auftreten.

Das DGU-Schülerprogramm ist, wie im Vorjahr, deutscher Beitrag zur europäischen Woche der Urologie, die alljährlich im Herbst mit unterschiedlichen Aktionen Aufmerksamkeit auf urologische Erkrankungen lenken will. Der Zulauf zur ersten Veranstaltung dieser Art auf dem letzten DGU-Kongress in Düsseldorf war groß und die Resonanz durch weg positiv. Besonders beeindruckt waren die zukünftigen Nachwuchsurologen von der Vielseitigkeit der Fachdisziplin. Interessierte können sich ab sofort an die Kongress-Pressestelle wenden und für die Teilnahme am Schülerprogramm „Werde Urologin/Urologe für einen Tag“ auf dem 63. DGU-Kongress in Hamburg anmelden.

Weitere Informationen, Fotos und Anmeldung:

DGU-Kongress-Pressestelle
Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Tel: 040 – 79 14 05 60
Fax: 040 – 79 14 00 27
Mobil: 0170 – 48 27 28 7
E-Mail: redaktion@bettina-wahlers.de

www.dgu-kongress.de
www.urologenportal.de

DGU-Pressestelle


Krebszeitung

--Download Schülerprogramm auf dem 63. Urologen-Kongress in Hamburg als PDF-Datei --


  • Referenten der Pressekonferenz beim Deutschen Krebskongress 2014
    Prostatakrebs

    Interessierte umfangreiche Informationen über die große deutsche Studie PROBASE, in die ab 2014 an vier Studienzentren bundesweit (Universitätsklinikum Düsseldorf, Universitätsklinikum Heidelberg, Klinikum rechts der Isar der TU München, Medizinische Hochschule Hannover) über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 50.000 Männer eingeschlossen werden.

    Ziel der PROBASE-Studie ist eine Optimierung des Prostatakrebs-Screenings mithilfe des PSA-Werts. Sie untersucht die Hypothese, ob in Abhängigkeit von der Höhe eines einmalig bestimmten PSA-Werts im Alter von 45 Jahren ein risikoadaptiertes Vorgehen bei der Prostatakrebs-Vorsorge möglich ist.

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  • Mikroskopische Aufnahme eines Gewebsschnitts durch einen Dickdarmtumor mit Spezialfärbung: Die blau angefärbten Zellen produzieren den Wachstumsfaktor Epiregulin. Es handelt sich zum Großteil um Bindegewebszellen (Tumorfibroblasten). - Foto: Dr. Clemens Neufert
    Darmkrebs

    Je früher, desto besser

    Hannover im November 2012. Mehr als 80.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Darmkrebs, der sich überwiegend im unteren Dickdarmabschnitt entwickelt. Bisher nutzt jedoch nur etwa jede dritte Frau und jeder sechste Mann über 45 Jahren die Möglichkeit einer kostenlosen Früherkennung. „Viele Menschen wissen oftmals gar nicht, dass Darmkrebs im Anfangsstadium in über 90 Prozent der Fälle gut heilbar ist“, erklärt Prof. (Univ. Chisinau) Dr. Dr. Stefan Hillejan, Proktologe der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover. Darüber hinaus unterschätzen viele die Darmkrebs fördernden Faktoren, sodass vorbeugende Maßnahmen häufig ausbleiben. 

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