Sommersonne genießen – vor Hautkrebs schützen!

Deutsche Krebshilfe gibt Hautschutztipps für die Sommerferien

Bonn (sts) –Sommer. Sonne. Ferien. Viele Menschen fahren in diesen Wochen in den Urlaub oder genießen die Sonne zu Hause. Der Aufenthalt im Freien tut gut und entspannt. Dabei ist jedoch der Schutz vor krebserregenden UV-Strahlen unverzichtbar, denn gerade Kinder und hellhäutige Menschen riskieren in der Sonne langfristige Hautschäden. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) empfehlen, sich im Sommer mittags im Schatten aufzuhalten und sich in der Sonne nicht aus-, sondern anzuziehen.

Jährlich erkranken in Deutschland über 250.000 Menschen neu an Hautkrebs. „Hautkrebs ist bundesweit inzwischen die häufigste Krebserkrankung überhaupt“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Übermäßige UV-Strahlung schädigt das Erbgut und ist der größte Risikofaktor für dieses Tumorleiden.“ Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko. Daher ist ein umfassender Sonnenschutz besonders in der Sommerzeit so wichtig.  „Meiden Sie die pralle Sonne und halten Sie sich tagsüber bei höheren UV-Werten im Schatten auf. Nutzen Sie geeignete Kleidung, um sich vor UV-Strahlen zu schützen“, betont Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender ADP. „Dies bietet den effektivsten Schutz vor Hautkrebs.“

Insbesondere Kleidung ist ein einfach zu handhabender Sonnenschutz. Manche Textilien verfügen zudem über einen speziellen Sonnenschutzfaktor:  Der sogenannte Ultraviolet Protection Factor (UPF) gibt an, um welchen Faktor die Intensität der UV-Strahlen durch ein Textil gesenkt wird. Ein leichtes weißes T-Shirt oder Baumwollhemd hat einen UPF von 10 – das heißt, dass nur noch ein Zehntel der UV-Strahlung auf die Haut gelangt. Dicht gewebte, dunklere Baumwollkleidung erreicht UPF-Werte von über 20 – es trifft also nur noch weniger als ein Zwanzigstel der UV-Strahlung auf die Haut. Spezielle UV-Schutz-Textilien erzielen UPF-Werte von bis zu 80. Zum Vergleich: Ein Sonnenschirm hat einen UV-Schutzfaktor von 5,  Bäume je nach Belaubung zwischen 5 und 15. Die Deutsche Krebshilfe und die ADP raten, in der Sonne stets entsprechende Kleidung zu tragen.

Der textile Sonnenschutz ist wirksamer und leichter anzuwenden als jede Sonnencreme. Dennoch sollten die nicht von Textilien bedeckten Körperteile mit einer Sonnencreme, Lichtschutzfaktor (LSF ) von mindestens 30, eingecremt werden, wobei auf eine Kombination aus UV-A- und UV-B-Schutz zu achten ist. Der angegebene Sonnenschutzfaktor kann nur erreicht werden, wenn 2mg Sonnencreme pro cm2 Haut verwendet werden. Und besonders wichtig: Auch im Wasser vor der Sonne schützen!

bad

Weitere Informationen bieten Ratgeber und Faltblätter der Deutschen Krebshilfe und der ADP. Diese können kostenlos im Internet unter www.krebshilfe.de bestellt werden.

UV-Schutztipps

Vermeiden starker UV-Bestrahlung

  • Babys im ersten Lebensjahr nicht der direkten Sonne aussetzen.
  • Haut langsam durch kurze Aufenthalte an die Sonne gewöhnen.
  • Sonnenbrand stets vermeiden!
  • In der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten aufhalten.
  • Bei allen Aktivitäten im Freien auf den UV-Index achten: www.bfs.de
  • Solarien sind für Kinder, Jugendliche sowie Menschen mit Hauttyp I und II tabu.

Sonnengerechte Kleidung

  • Textiler Sonnenschutz besteht aus: dicht gewebten T-Shirts oder Hemden, Tuch, Kappe oder Hut mit Schirm und Nackenschutz, Schuhen, die den Fußrücken bedecken. Bei spezieller Sonnenschutzkleidung auf die Kennzeichnung achten: UV-Protektion-Faktor UPF 30  oder Prüfsiegel „UV-Standard 801“.
  • Sonnenbrille tragen. Einen geeigneten UV-Schutz bietet die Kennzeichnung DIN E 836 mit dem Standard „UV-400“.
  • Beim Schwimmen T-Shirt tragen!

Sonnenschutzmittel

  • Unbekleidete Hautpartien mit Sonnenschutzmitteln eincremen.
  • Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor mindestens 30 benutzen, die einen UVA- und UVB-Schutz bieten und keine Duftstoffe enthalten.
  • Vor dem Sonnenaufenthalt Sonnencreme dick und gleichmäßig auftragen und besonders auf die „Sonnenterrassen“ des Körpers achten: Nase, Ohren, Lippen, Schultern und Fußrücken.
  • Eincremen nach zwei Stunden wiederholen, ebenso nach dem Baden.

Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe

Hautkrebs schnell erkennen


Krebszeitung

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    Speiseröhrenkrebs

    Eine Gefahr für die Speicheldrüsen onkologischer Patienten durch eine gleichzeitige Radiochemotherapie erkannten Forscher der Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg. Für ihre Erkenntnisse wurden sie mit dem Wrigley Prophylaxe Preis (2. Platz) ausgzeichnet.Die Arbeitsgruppe der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther- Universität war interdisziplinär besetzt. Jeremias Hey (Universitätspoliklinik für Zahnärztliche Prothetik), Dr. Reinhard Gerlach (Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie), Dr. Christian Gernhardt (Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie) und PD Dr. Thomas Kuhnt (ebenfalls Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie) führten klinische Untersuchungen zur Auswirkung einer simultanen Radiochemotherapie im Vergleich zur alleinigen Radiotherapie (Bestrahlung) auf den Funktionsverlust der großen Kopfspeicheldrüsen, den Glandulae parotideae, durch.

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    Medizin

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