Sonne ohne Reue:

Sonnenschutz

Das BfS informiert rund um den Tag des Sonnenschutzes

Sonne – Sommeranfang – die aktivste und sonnigste Zeit des Jahres steht bevor. Nicht umsonst fällt der Tag des Sonnenschutzes auf den 21. Juni, den Tag der Sonnenwende und des Sommeranfangs. Besonders sportlich aktive Menschen verbringen in den Sommermonaten so viel Zeit wie möglich im Freien – können ihre Haut damit aber leicht überfordern. Denn die Sonne steigert nicht nur das Wohlbefinden. Sie hat auch ihre Schattenseiten: Zu viel UV- Strahlung und Sonnenbrände erhöhen nachweislich das Hautkrebsrisiko. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 224.000 Menschen an Hautkrebs – Tendenz steigend.

„Jeder Sonnenbrand – vor allem in der Kindheit – erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Die Haut vergisst nichts. Doch das muss nicht sein, denn mit dem richtigen Sonnenschutz lässt sich die Zeit im Freien für Klein und Groß ohne Reue genießen“, betont Dr. Thomas Jung, Leiter der Abteilung Strahlenwirkungen und Strahlenrisiken im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). „Es ist aber noch ein weiter Weg, bis ein verantwortlicher Sonnenschutz auch gelebt wird.“

Das BfS setzt sich zusammen mit Ärzten und Wissenschaftlern für einen nachhaltig praktizierten UV-Schutz ein. Dafür hat das BfS das UV-Bündnis initiiert – eine Kooperation nationaler Akteure im Bereich Hautkrebsprävention, um für einen verantwortlichen Umgang mit der Sonnenstrahlung zu werben. Alle Bündnispartner engagieren sich bundesweit für mehr UV-Schutz zur Vorbeugung von Hautkrebs und geben gemeinsam einfache Tipps.

„Gerade Freizeitsportler, die tagsüber im Büro sitzen und die Sommerwochenenden für sportliche Aktivitäten nutzen, sind gefährdet“, warnt Jung. „Ebenso wie der sportliche Nachwuchs: Sonnenbrände im Kindes- und Jugendalter erhöhen maßgeblich das spätere Hautkrebsrisiko.“

Eine wichtige Hilfe für den richtigen Sonnenschutz ist die Vorhersage des UV-Index. „Sie zeigt an, wie stark die UV-Strahlung im Laufe des Tages wird. Am UV-Index lässt sich einfach ablesen, wie hoch das Sonnenbrandrisiko ist und wie ich mich am besten vor der Sonne schütze“, erläutert Jung.

Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht im Internet immer freitags die Prognose für das Wochenende – die Hauptzeit für Freizeitaktivitäten. Um auch diejenigen zu erreichen, die nicht jeden Freitag aktiv auf den Internetseiten des BfS nachsehen wollen, startet das BfS zum Tag des Sonnenschutzes zusätzlich einen neuen Service für Redaktionen. Sie können immer freitags die UV-Prognose per E-Mail beziehen und in ihre Wettervorhersage oder die Freizeittipps fürs Wochenende aufnehmen.

Gleich mit dazu gibt es die wichtigsten Tipps zum Sonnenschutz:

  • Weite, bequeme Kleidung schützt besser als Sonnencreme. Zusammen mit einer Kopfbedeckung zum Schutz von Kopf und Gesicht ist das der beste Schutz.
  • Die Sonnenbrille ist nicht nur cool. Wenn ihre Gläser den Hinweis „100 Prozent UV-Schutz“ oder „UV 400“ tragen und die Brille auch seitlich eng am Kopf anliegt, schützt sie auch vor UV-Strahlen.
  • Für alle unbedeckten Hautflächen gilt: großzügig und regelmäßig mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen.
  • Um die Mittagszeit ist ein Platz im Schatten oder im Haus der richtige.

Damit jeder seinen Platz im Schatten findet, sind auch Vereine, öffentliche und private Träger gefragt: Auf Sportplätzen, in Stadtparks, Schwimmbädern, Schulen und Kindergärten sollten ausreichend Schattenplätze vorhanden sein. Oft ist das mit einfachen und optisch ansprechenden Mitteln möglich – ein Sonnensegel mit Vereinslogo kann ein echter Hingucker sein.

Das UV-Bündnis
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat ein fachübergreifendes UV-Bündnis von Experten aus Wissenschaft und Medizin ins Leben gerufen. Im Bündnis arbeitet das Bundesamt für Strahlenschutz zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie Strahlenschützern, Krebsforschern und Ärzten verschiedener Organisationen. Die Bündnispartner setzen sich seit Jahren aktiv für den UV-Schutz und die Prävention von Hautkrebs ein. Gemeinsam treten sie für einen verantwortlichen Umgang mit der Sonne ein. Gemeinsames Ziel ist, langfristig die Zahl der Neuerkrankungen an Hautkrebs und anderen Gesundheitsschäden durch UV-Strahlung zu reduzieren.

Die derzeitigen UV-Bündnis-Partner
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) www.bfs.de

Koordination des UV-Bündnis weitere UV-Bündnis-Partner in alphabetischer Reihenfolge
Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e. V. (ADP) www.unserehaut.de
Berufsverband der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD)www.uptoderm.de
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) www.bzga.de
Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) www.derma.de
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) www.dgkj.de
Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) www.krebsgesellschaft.de
Deutsche Krebshilfe e. V. (DKH) www.krebshilfe.de
Deutscher Hausärzteverband e.V. www.hausaerzteverband.de
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) www.dkfz.de
European Skin Cancer Foundation (ESCF) www.escf-network.eu
European Society of Skin Cancer Prevention (EUROSKIN) www.euroskin.eu
Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID) Der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. (VDBW) www.gekid.de

Aktionen des BfS rund um den Tag des Sonnenschutzes
UV-Prognoseservice für Zeitungs-, Rundfunk- und Fernsehredaktionen
UV-Infomobil am 19. und 20. Juni 2012 beim „go sports triathlon“ in der Wingst
UV-Infomobil am 24. Juni 2012 beim ffn-Kindertag am Salzgittersee
Publikation des UMID-Themenheftes „UV-Strahlung“ am 21.6.2012 (UMID: Umwelt und Mensch – Informationsdienst;
<www.umweltbundesamt.de/umid>; Herausgeber: BfS, BfR, RKI und UBA)

UV-Prognose – Kontakt für Redaktionen
presse@bfs.de; Betreff: „Mailservice UV-Prognose“
030 / 18 333 – 11 30

Pressemitteilung Bundesamt für Strahlenschutz, Anja Schulte-Lutz


Krebszeitung

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  • Pressekonferenz des dkfz beim Krebskongress 2012
    Krebskongress 2012

    Pressekonferenz des dkfz beim Krebskongress 2012

    Die 5-Jahres-Überlebensraten bei Krebserkrankungen insgesamt in Deutschland liegen heute bei 61 bis 62 Prozent für Frauen sowie 54 bis 57 Prozent bei Männern. Das ist zwar eine erhebliche Verbesserung zu den Überlebensraten, die in den 1980er-Jahren in Deutschland ermittelt wurden (Frauen 50 bis 53 Prozent, Männer 38 bis 40 Prozent) – aber immer noch eine unbefriedigende Situation.

    Gesamtgenomanalyse von Tumoren auf dem Weg in die klinische Routine

    Nach unserem heutigen Wissen könnten die Heilungsraten vor allem durch wirksamere, für den einzelnen Patienten maßgeschneiderte Krebsmedikamente verbessert werden. Heute werden jedoch die meisten Krebspatienten noch ohne Stratifizierung behandelt, was oftmals sehr geringe Ansprechraten von nur rund 30 Prozent zur Folge hat. Histologische Befunde von Tumoren sind jedoch – je nach Art der Krebserkrankung – nur sehr bedingt geeignet, um korrekt die ideale Therapie zuzuordnen.

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  • Abb. a: Symptomatische Pneumonitis vier Wochen nach Strahlentherapie eines Lungenkarzinoms mit 60 Gy. Abb. b: Fibrotische Residuen sechs Monate nach Strahlentherapie.
    Brustkrebs

    Radioonkologen betonen: Das Berücksichtigen der Herzdosis ist entscheidend

    Berlin – Im März 2013 veröffentlichten britische Forscher die Ergebnisse einer Untersuchung zum Risiko von Herzerkrankungen nach Strahlentherapie bei Brustkrebspatientinnen aus Skandinavien. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) bestätigen die Daten die aktuelle Praxis in Deutschland, bei der CT-gestützten Bestrahlungsplanung unbedingt die Dosis am Herzen unterhalb der kritischen Schwellendosis zu halten. Die Meta-Analyse bezieht sich auf Daten der letzten fünf Jahrzehnte bei Patientinnen aus Dänemark und Schweden. Heutzutage ist die Strahlendosis jedoch wesentlich geringer, die Bestrahlung wird exakt geplant und mit modernen Geräten durchgeführt. Damit ist die Strahlenbelastung innerer Organe gering, erklärt die Fachgesellschaft.

    Häufig wird im Anschluss an eine Brustkrebsoperation eine Bestrahlung durchgeführt, um so einen Rückfall des Krebsleidens zu verhindern und die Heilungschancen zu verbessern. In einer aktuellen Studie im New England Journal of Medicine hatten Experten der Universität Oxford nun erklärt, dass das Risiko für Herztodesfälle nach der Bestrahlung bei Brustkrebspatientinnen erhöht sei. Zugrunde lagen die Krankenakten von fast 2200 Frauen aus Dänemark und Schweden aus den Jahren 1958 bis 2001. „Das Ergebnis ist für uns nicht neu“, erklärt Professor Dr. med. Jürgen Dunst, Präsident der DEGRO und Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität Lübeck. „Schon seit Jahren ist aus anderen Meta-Analysen ein erhöhtes Risiko für Todesfälle infolge von Herzerkrankungen durch Bestrahlung bekannt, wenn die Schwellendosis am Herzen überschritten wird.“ Insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren waren die Strahlendosen am Herzen höher. Bei Frauen, die in dieser Zeit bestrahlt wurden, war daher das Risiko für Folgeerkrankungen erhöht.

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