Stammzellspender-Rekord: Mehr Hoffnung für Blutkrebspatienten

Zane Staab aus New York, 4-millionster registrierter DKMS-Spender weltweit . Quelle: DKMS

Zane Staab aus New York, 4-millionster registrierter DKMS-Spender weltweit . Quelle: DKMSTübingen, 20. Dezember 2013 – Rund 5700 engagierte Spender des DKMS Dateiverbunds waren im Jahr 2013 bereit, aktiv das Leben eines anderen Menschen zu retten und leisteten eine Stammzellspende für einen Blutkrebspatienten – alleine in Deutschland waren es knapp 4700. 2013 ließen sich insgesamt mehr als 660.000 neue Spender in den weltweit größten Verbund von Stammzellspenderdateien aufnehmen. In Deutschland waren es bei über 1000 bundesweiten Registrierungs-aktionen mehr als 350.000 Neuspender. Damit startet die DKMS mit der höchsten Spenderzahl ihrer Unternehmensgeschichte ins Jahr 2014.

Doch die DKMS ist längst nicht mehr nur deutschlandweit aktiv. Mittlerweise arbeitet die gemeinnützige Organisation an fünf internationalen Standorten und stellt mit 4.011.636 Millionen registrierten Spendern den weltweit größten Verbund von Stammzellspenderdateien. Rund 70 Prozent der durch DKMS-Spender ermöglichten Stammzellspenden gehen inzwischen von Deutschland aus ins Ausland, um Patienten in anderen, mitunter weniger gut versorgten Ländern zu helfen.

Grenzüberschreitende Hilfe tut Not: Noch im Dezember wurde in der Nähe von New York bei einer Registrierungsaktion von Delete Blood Cancer, der DKMS-Partnerorganisation in den USA, mit dem 21-jährigen Zane Staab der 4-millionste DKMS-Spender aufgenommen. „Das Überschreiten der 4-Millionen-Spender-Grenze ist ein Meilenstein für alle Blutkrebspatienten, die dringend auf eine Stammzelltransplantation angewiesen sind. Je mehr Spender wir in unserer Datei haben, umso öfter können wir ein lebensrettendes Transplantat vermitteln“, so DKMS-Geschäftsführerin Sandra Bothur. In Köln spendete Matthew Heath Voss (34) aus Krempe (Schlesiwg-Holstein) als 40.000 DKMS-Spender am 17. Dezember 2013 Stammzellen und machte damit einem Blutkrebs-patienten aus Großbritannien das schönste Weihnachtsgeschenk.

Der britisch stämmige Reha-Techniker startete nach seiner Spende einen Aufruf: „Ich kann nur an alle appellieren, ob in Deutschland, Großbritannien oder sonst wo auf der Welt, sich registrieren zu lassen und aktiv Leben zu retten. Macht mit, ich würde jederzeit wieder helfen!“

In Polen organisierte DKMS Polska eine der bisher größten Registrierungs-aktionen im Land: Innerhalb von zwei Tagen ließen sich am 11. und 12. Dezember 2013 insgesamt 17.248 neue junge Spender an über 100 Universitäten und universitären Einrichtungen in 43 Städten registrieren. Insgesamt stehen für Patienten weltweit nun mehr als 370.000 polnische Spender zur Verfügung. Rekord!

Am Ende Februar 2013 brandneu eröffneten Standort Delete Blood Cancer UK mit Sitz in London konnten in nur zehn Monaten mehr als 23.000 neue potenzielle Spender motiviert und aufgenommen werden. „Das alles bestärkt uns darin, noch besser auf unserem Gebiet zu werden, um so noch mehr Blutkrebspatienten eine zweite Chance auf Leben zu geben“, so Bothur.

Neuer Trend bei der Spenderneugewinnung: Soziale Netzwerke

„Ein neuer und sehr interessanter Trend bei der Neuregistrierung von Spendern sind dabei die sozialen Netzwerke, bei denen wir in Hinblick auf das Thema Stammzellspende ein enormes Mobilisierungspotenzial erkennen“, so Bothur weiter. Alleine in Deutschland ließen sich 2013 über 150.000 neue DKMS-Spender durch Posts mit Hilfsaufrufen für Patienten bei Facebook & Co. motivieren und per Online-Registrierung über die Website www.dkms.de in die DKMS aufnehmen. Der Facebook-Aufruf der kleinen Amalia war im Dezember 2013 einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Posts.

Über die DKMS Familie

Die DKMS sucht und vermittelt Stammzellspender für Menschen mit Blutkrebs und anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems. Mit weltweit insgesamt mehr als 4 Millionen Registrierten (davon mehr als 3,1 Millionen in Deutschland) und 40.000 ermöglichten Stammzelltransplantationen ist sie der weltweit größte Stammzellspenderdateien-Verbund. Den Anstoß zur Gründung gab 1991 das Schicksal der an Leukämie erkrankten Mechtild Harf, die eine Stammzelltransplantation benötigte. Mit dem Ziel, gemeinschaftlich noch mehr Leben zu retten, engagiert sich die DKMS seit 2013 verstärkt in der Forschung und weitet ihre Arbeit auch auf andere Länder aus. Bisher ist sie in den USA (Delete Blood Cancer), Polen (DKMS Polska), Spanien (Fundación DKMS España) und in Großbritannien (Delete Blood Cancer UK) vertreten.

Ausführliche Informationen finden Sie unter www.dkms.de

Kontakt:
Julia Runge Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH
Scheidtweilerstr. 63-65
50933 Köln

Pressemitteilung der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft, Julia Runge

Mit Antikörper Tumore schnell erkennen – Krebszeitung


Krebszeitung

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  • Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
    dkfz

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    In dieser Pipeline haben die Wissenschaftler eine Fülle von Daten aus der Genomforschung zusammengetragen und zeigen beispielhaft die Wirkung von Genen und ihren Proteinen in zellulären Systemen. Diese umfassende Übersicht über die zahlreichen Informationen führt etwa zu dem konkreten Hinweis, ob ein Protein in einem Zusammenhang mit dem Zellzyklus und damit möglicherweise auch mit Krebs stehen könnte. Das Projekt wurde vom Bundesforschungsministerium im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes gefördert.

     

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    Fast 100 Prozent Heilungserfolg durch Operation

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