Studie für die Behandlung des fortgeschrittenen schwarzen Hautkrebses

Gewebeschnitt durch ein Melanom. Bild: KGH, Wikimedia Commons

Der schwarze Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt, zählt in fortgeschrittenen Stadien zu den am meisten gefürchteten Tumorerkrankungen. Er ist für mehr als drei Viertel aller durch Hautkrebs bedingten Todesfälle verantwortlich. Bei Absiedelungen(Metastasen) in Lymphknoten und innere Organe stehen derzeit nur wenige und sehr begrenzte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Trotz intensiver klinischer Überprüfung von verschiedenen Chemotherapeutika – allein oder in Kombination mit Botenstoffen zur Aktivierung der eigenen Immunabwehr – konnte in den vergangenen Jahren die Wirksamkeit von Therapien bei Patienten mit fortgeschrittenem schwarzen Hautkrebs nicht nennenswert verbessert werden.

Innovatives Arzneimittel macht Hoffnung auf effektivere Behandlung des fortgeschrittenen schwarzen Hautkrebses

Frankfurter Universitätshautklinik nimmt an internationaler Studie des neuen Krebsmedikaments Sorafenib teil

Diese unbefriedigende Situation könnte sich durch das neue Krebsmedikament Sorafenib deutlich bessern. Sorafenib ist ein innovativer, als Tablette gegebener Wirkstoff, der zielgerichtet das Wachstum von Metastasen sowohl über Hemmung der Tumorzellteilung als auch über Blockade der zur Tumorernährung wichtigen Blutversorgung unterbinden kann. Ergebnisse erster klinischer Überprüfungen von Sorafenib in Kombination mit einer Chemotherapie haben eine Wirksamkeit beim fortgeschrittenen schwarzen Hautkrebs gezeigt, die deutlich über das Maß der Standardtherapie hinausgeht.

Die gesicherte Bewertung der Wirksamkeit von Sorafenib in Kombination mit den Chemotherapeutika Carboplatin und Paclitaxel ist ein wichtiges Ziel der weltweit durchgeführten randomisierten, doppelblinden Phase III-Studie bei Patienten mit fortgeschrittenem schwarzen Hautkrebs. Die Hautklinik der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main ist teilnehmendes Zentrum dieser internationalen Studie, an der Patienten mit vorherigem Fortschreiten ihrer Erkrankung unter der Therapie mit den Chemotherapeutika Dacarbazin (DTIC) oder Temozolomid ab sofort teilnehmen können.

Patienten, die an einer Teilnahme an der Studie interessiert sind, können sich unter der Telefonnummer 069 – 6301 83301 an den Leiter der Dermato-Onkologie, Prof. Dr. med. Jens Gille, wenden.

Frankfurt am Main, 12. Oktober 2005

Für weitere Informationen:

Zentrum der Dermatologie und Venerologie
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt / Main
Prof. Dr. med. Jens Gille, Dermato-Onkologie
Fax (069) 63 01 – 79 48

E-Mail Gille@em.uni-frankfurt.de

und

Annette Gaul, Studienassistenz
Fon (069) 63 01 – 83 11 5
Fax (069) 63 01 – 83 17 5

E-Mail annette.gaul@kgu.de

Pressemitteilung Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M., Ricarda Wessinghage


Krebszeitung

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  • Pressekonferenz der Deutschen Krebshilfe beim DKK2012
    Deutsche Krebshilfe

    München (nh) – Die Deutsche Krebshilfe fördert am Tumorregister München die schnellere Nutzung der dort verfügbaren Patienten-Daten per Internet. Ihr Ziel: Die Versorgungsqualität von Krebs-Patienten zu verbessern. Eine vergleichbare Vernetzung und Präsentation von Informationen, wie sie jetzt am Münchener Tumorregister eingerichtet wird, gibt es in Deutschland bisher noch nicht. „Das Projekt übernimmt daher eine wichtige Vorreiterfunktion für die Krebsregister in Deutschland,“ konstatiert Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Die Organisation fördert das Projekt mit rund 200.000 Euro.

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  • Während der Operation durch die Neurochirurgen des UKJ kann unter speziellem UV-Licht des Operationsmikroskops der zu entfernende Hirntumor deutlich sichtbar vom gesunden Hirngewebe unterschieden werden. Foto: UKJ/Medienzentrum
    Hirntumoren

    Tumoren „leuchten“ während des Eingriffs unter UV-Licht / Mehr Präzision

    Während der Operation durch die Neurochirurgen des UKJ kann unter speziellem UV-Licht des Operationsmikroskops der zu entfernende Hirntumor deutlich sichtbar vom gesunden Hirngewebe unterschieden werden. Foto: UKJ/MedienzentrumJena (ukj/dre). Eine neue Operationsmethode bei Hirntumoren ergänzt nun das Behandlungsspektrum der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Jena (UKJ): Dabei werden Hirntumoren durch den Einsatz einer körpereigenen Substanz und speziellem UV-Licht während der Operation sichtbar gemacht. Das ermöglicht eine präzisere Entfernung des Tumors.

    Privat-Dozent Dr. Christian Ewald, Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie am Thüringer Universitätsklinikum: „Vor einem Eingriff trinken die Patienten die körpereigene Substanz, eine Vorstufe des Blutfarbstoffes Hämoglobin. Diese reichert sich im Hirntumor an und wird dort zu einem fluoreszierenden Farbstoff umgewandelt.“ Das Ergebnis: Während der Operation kann unter speziellem UV-Licht des Operationsmikroskops der zu entfernende Hirntumor deutlich sichtbar vom gesunden Hirngewebe unterschieden werden. Der Hirntumor leuchtet rosa, während das umgebende, tumorfreie Gewebe dunkelblau strahlt. Eine Herausforderung bei neuro- onkologischen Eingriffen besteht darin, dass hirneigene Tumoren in der Regel weit in das eigentliche Hirngewebe einwachsen und somit als Tumor nur schwer zu erkennen sind. „Gleichzeitig ist das Ziel solcher Operationen, eine nahezu vollständige Tumorentfernung zu erzielen, ohne dabei jedoch relevante Hirnregionen zu gefährden. Das fluoreszenzgestützte Operieren ist ein wichtiger Schritt zu noch mehr Präzision und damit für bessere Ergebnisse der Operationen“, erklärt Klinikdirektor Prof. Dr. Rolf Kalff.

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