Studie Qigong für Krebspatienten in Frankfurt an der Uniklinik

Kursteilnehmer beim Qigong Training - Copyright des Bildes: A.Schmieder

[21.08.2012]Der Qi­gong-Kurs ist ein An­ge­bot der Psy­choon­ko­lo­gie am Uni­ver­si­tä­ren Cen­trum für Tu­mor­er­kran­kun­gen (UCT). Bis­he­ri­ge Stu­di­en lie­fern ers­te Hin­wei­se, dass re­gel­mä­ßi­ges Qi­gong-Trai­ning für vie­le Pa­ti­en­ten zu ei­ner Ver­bes­se­rung der Le­bens­qua­li­tät bei­tra­gen kann. Es wird ver­mu­tet, dass die Mi­schung aus kör­per­li­cher Be­we­gung und Kon­zen­tra­ti­on die­sen po­si­ti­ven Ef­fekt be­wirkt. Das Trai­ning fin­det im Re­ha­do­me Main Tain in Frank­furt-Nie­der­rad statt und wird von ei­nem qua­li­fi­zier­ten Trai­ner be­treut. Die Kurs­ein­hei­ten sind je­weils zwei Mo­na­te lang. Die Kursan­mel­dung er­folgt über die Ruf­num­mer 0178 / 33 72 468.

Pa­ti­en­ten, die auf­grund ei­ner Krebs­er­kran­kung in Hessen an einer Klinik behandelt werden, kön­nen kos­ten­los an ei­nem Qi­gong-Kurs teil­neh­men.

Der Be­such des Kur­ses ist kos­ten­los. Um ei­nen po­si­ti­ven Ef­fekt zu er­zie­len, wird die Teil­nah­me zwei­mal in der Wo­che für je­weils 40 Mi­nu­ten emp­foh­len. An den rest­li­chen Ta­gen der Wo­che soll­te 15 bis 20 Mi­nu­ten täg­lich selbst­stän­dig zu Hau­se ge­übt wer­den. Das Kurs­an­ge­bot wird wis­sen­schaft­lich be­glei­tet, wo­bei die Teil­nah­me an ei­ner Stu­die frei­wil­lig ist.

Qi­gong ist ei­ne sanf­te, me­di­ta­ti­ve Form der Be­we­gung so­wie der phy­si­schen und psy­chi­schen Ent­span­nung. Sie ge­hört mit der Kräu­ter­heil­kun­de und der Aku­punk­tur zu den drei wich­tigs­ten Säu­len der Tra­di­tio­nel­len Chi­ne­si­schen Me­di­zin (TCM). Nach Auf­fas­sung der TCM ist der mensch­li­che Kör­per von En­er­gie­leit­bah­nen, so ge­nann­ten „Me­ri­dia­nen“, durch­zo­gen, in de­nen die Le­bens­en­er­gie fließt, das so­ge­nann­te „Qi“ oder „Chi“. Krank­hei­ten ent­ste­hen nach An­sicht der TCM, wenn der har­mo­ni­sche und gleich­mä­ßi­ge Fluss die­ser En­er­gi­en un­ter­bro­chen wur­de. Die­se Un­ter­bre­chun­gen kön­nen durch phy­si­sche Ur­sa­chen wie schlech­te Er­näh­rung oder star­ke und fal­sche kör­per­li­che Be­las­tun­gen so­wie psy­chi­sche Ur­sa­chen wie Stress aus­ge­löst wer­den.

Weitere Informationen und Kontakt:
http://www.heilqigong.de/krebs-und-qigong/

Pressemitteilung: Adrian Schmieder


Krebszeitung

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    Nahestehende Angehörige begleiten und unterstützen die erkrankten Frauen meistens in sehr intensiver Weise. „Wir machen in unseren Selbsthilfegruppen häufig die Erfahrung, dass die Partner sehr mitleiden, sich aber hilflos fühlen und vermeiden, über Ihre Probleme zu sprechen. Diese Situation belastet die ganze Familie und natürlich die betroffenen Frauen zusätzlich“, erläutert Karin Meißler, Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH). „Die psychische Belastung der Angehörigen wirkt sich massiv auf die Krebserkrankung aus. Das sollte von Seiten der Behandlungsteams unbedingt berücksichtigt werden“, ergänzt Diplompsychologe Dr. Frank Schulz-Kindermann vom Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

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