Schmerz - pixabay
Augentumoren

Augentumoren – Heilung aus dem Teilchenbeschleuniger

21. Juli 2014 Detlef Hoewing 0

Am Freitag, dem 3. September, wurde die Behandlung des 500. Patienten abgeschlossen, der wegen eines Augentumors mit schnellen Protonen aus dem Teilchenbeschleuniger des Hahn-Meitner-Instituts bestrahlt worden ist. 500 Augentumorpatienten am Hahn-Meitner-Institut behandelt Seit sechs Jahren setzt man am Ionenstrahllabor des Hahn-Meitner-Instituts Protonen – Kerne von Wasserstoffatomen – zur Therapie von Augentumoren ein. Der Teilchenbeschleuniger, der Teilchenstrahlen für Forschungsarbeiten in Physik, Materialwissenschaften und Medizin liefert, erzeugt auch die Protonenstrahlen für die Therapie. Dieses in Deutschland bisher einzigartige Verfahren macht es möglich, Tumoren im Inneren des Augapfels zu zerstören, ohne das umliegende gesunde Gewebe wesentlich zu schädigen. So kann die Sehkraft eines Auges auch dann gerettet werden, wenn der Tumor sich in der Nähe eines empfindlichen Organs wie dem Ort des schärfsten Sehens befindet. Größtenteils werden Aderhautmelanome – Verwandte des schwarzen Hautkrebses – behandelt, die als bösartige Tumoren nicht nur das Augenlicht, sondern auch das Leben des Patienten gefährden und deswegen auf jeden Fall unschädlich gemacht werden müssen. Die Kapazität des Instituts ist ausreichend für alle Patienten in Deutschland, bei denen die Protonentherapie anderen Behandlungsformen überlegen ist. Während der Behandlung sitzen die Patienten in einem speziellen Behandlungsstuhl; aufwendige Technik und die physikalischen Eigenschaften der Protonen sorgen dafür, dass der Protonenstrahl seine Wirkung […mehr lesen]