Prof. D. med. Dr. h.c. Stefan E. Müller Müller - Quelle: Wahlers PR
DGU-Kongress 2012

Das metabolische Syndrom: „The silent killer“

28. September 2012 Detlef Hoewing 0

Präventions-Initiative zu urologischen Folgeerkrankungen mit Patientenratgeber und innovativen Konzepten

Prof. D. med. Dr. h.c. Stefan E. Müller Müller - Quelle: Wahlers PR In Deutschland sind bereits 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig (BMI> 25) und mehr als sechs Prozent sogar adipös (BMI> 30). Die World Health Organization (WHO) spricht von etwa 1,6 Milliarden Übergewichtigen und ca. 400 Millionen adipösen Erwachsenen weltweit. Schätzungen zufolge wird diese Zahl auf 700 Millionen ansteigen. Deutsche Männer sind in 66 Prozent, Frauen in knapp 51 Prozent übergewichtig, und etwa 21 Prozent beider Geschlechter sind adipös.

Zunehmender Bauchumfang, und weniger der BMI, ist ein eindeutiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes mellitus, aber auch für zahlreiche Malignome. Gerade dieser Zusammenhang ist noch zu wenig bekannt. Eine Gewichtsreduktion von zehn Kilogramm kann z.B. das Risiko an einem Mamma-, Endometrium- oder kolorektalen Karzinom zu erkranken, um bis zu 40 Prozent reduzieren. Besonders hormonabhängige Tumore wie auch das Prostatakarzinom sind mit Übergewicht assoziiert. Der mit Übergewicht und dem Metabolischen Syndrom assoziierte Diabetes mellitus reduziert die Lebenserwartung drastisch. Ist das persönliche Risiko einen Diabetes mellitus zu entwickeln höher als 10 Prozent, verkürzt sich die Lebenserwartung um 13 Jahre.

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