Histologischer Schnitt durch eine Prostata mit normaler Drüsenstruktur (links) und Tumorzellherden (rechts). Farblich unterscheidbar sind Zellkerne (braun), Bindegewebe (blau) und Drüsenlumen (weiße Bereiche). Maßstab/ Vergrößerung: 200-fach Quelle: NGFN

Konzertierte Aktion für Prostata-Studie

25. April 2015

Berlin, den 21. April 2015 – In einer konzertierten Aktion wollen Ärzte, Patienten, Krankenkassen und Deutsche Krebshilfe die weltweit größte Studie zum Prostatakrebs zu einem Erfolg machen. Ziel der 2013 gestarteten PREFERE-Studie ist es, zu analysieren, von welcher der vier infrage kommenden Optionen für die Erstbehandlung von Prostatakrebs in einem frühen Stadium der Patient auf lange Sicht am meisten profitiert: Insbesondere sollen dabei Nebenwirkungen und Komplikationen berücksichtigt werden, um den Patienten künftig die für sie ideale Option empfehlen zu können. Die gemeinsame Informations-Kampagne für PREFERE soll darauf abzielen, das Engagement der Ärzte zu erhöhen, neutral über die Studie und die vier Behandlungsoptionen aufzuklären und so die Patientenbeteiligung deutlich zu steigern. „Wir müssen noch deutlicher machen, dass jeder Patient durch seine Teilnahme einen hohen Nutzen hat: Eine verbesserte Diagnostik, eine engmaschigere Betreuung, Behandlung auf medizinischem Top-Niveau und eine intensivere Nachsorge als üblich“, so Studienleiter Prof. Dr. Michael Stöckle. Jährlich erkranken zwischen 65.000 und 70.000 Männer an Prostatakrebs. Die bösartige Wucherung der Vorsteherdrüse ist damit die häufigste Krebsform bei Männern.  Studien-Teilnehmer profitieren von besserer Diagnostik und Betreuung Die Teilnehmer der PREFERE-Studie profitieren von einer besseren Diagnostik, indem ein spezialisierter Pathologe den Befund absichert. „In rund 20 Prozent der Fälle stellen wir derzeit fest, dass […mehr lesen]

Radgeber der Deutschen Krebshilfe

Ärztliche Leitlinien zur Hautkrebsprävention

17. Februar 2014

Wissenschaftlich begründete Empfehlungen zur Patientenaufklärung erschienen.

Bonn/Hamburg/Berlin, 14. Februar 2014. Hautkrebs gehört zu den weltweit häufigsten Tumorarten. Doch kaum eine andere Krebsart lässt sich besser durch Prävention vermeiden. Nun ist erstmals eine Leitlinie zur Prävention von Hautkrebs erschienen, die Ärzte bei der Patientenaufklärung unterstützen soll. „Eine Leitlinie, die sich auf höchstem wissenschaftlichen Niveau mit der Prävention, sowohl der Ursachenvermeidung als auch der Früherkennung, bei einer bestimmten Krebsart auseinandersetzt ist völlig neu“, erklärt Prof. Dr. Eckhard Breitbart, Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) und Koordinator der Leitliniengruppe Hautkrebsprävention. Eine Bürgerinformation auf der Grundlage der Leitlinie Hautkrebsprävention sei ebenfalls geplant. „Ziel ist es, Ärzten und Bürgern wissenschaftlich begründete, praktikable Präventionsempfehlungen an die Hand zu geben, die zu einer Verbesserung der Gesundheit dienen und zur Lebensqualität beitragen. Generelle Empfehlungen zur Aufklärung der Öffentlichkeit über Hautkrebsrisiken sind ebenfalls enthalten.“

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Bild 1, v.l.n.r.: Alida Cardinal (Takeda), Professor Michael Stöckle (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie), Prof. Reinhold Horsch (Vorsitzender des Vereins „Ärzte für Afrika“), Paul King Aryene (Botschafter von Ghana) und Frank Denker (Takeda) bei der Scheckübergabe. - Bild: Takeda

Urologen schnüren erfolgreich die Laufschuhe

30. Oktober 2013

Takeda unterstützt Dresdener Benefizlauf der Deutschen Gesellschaft für Urologie: Hohe Summe an „Ärzte für Afrika“

Bild 1, v.l.n.r.: Alida Cardinal (Takeda), Professor Michael Stöckle (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie), Prof. Reinhold Horsch (Vorsitzender des Vereins „Ärzte für Afrika“), Paul King Aryene (Botschafter von Ghana) und Frank Denker (Takeda) bei der Scheckübergabe. - Bild: TakedaDresden. Den Benefizlauf „Ärzte für Afrika“ richtete die Deutsche Gesellschaft für Urologie am Freitag, 27. September, anlässlich ihrer Jahrestagung in Dresden aus. Rund 60 Urologen und etwa 10 Takeda-Mitarbeiter nahmen die 6 Kilometer lange Strecke in Angriff und erliefen durch ihre Startgelder eine Summe von 1160 Euro. Takeda Pharma stockte diese Summe auf 7500 Euro auf  und  übergab den Scheck zusammen mit Professor Michael Stöckle, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie, an den Vorsitzenden des Vereins „Ärzte für Afrika“, Professor Reinhold Horsch.

Darüber freute sich auch Ghanas Botschafter in Berlin, Paul King Aryene, der sowohl beim Startschuss als auch bei der anschließenden Siegerehrung dabei war. Denn in ganz Ghana kommen auf rund 25 Mio. Menschen nur zehn einheimische Urologen. Lediglich alle ein bis zwei Jahre wird an der Universitätsklinik  in Accra ein Mediziner als Facharzt für Urologie ausgebildet. Die Bevölkerung in ländlichen Gebieten hat so gut wie keinen Zugang zu urologischer Versorgung.

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Ein 'Labor' kleiner als eine 1-Euromünze: Der Mikrochip, den die Hochschule Hamm-Lippstadt gemeinsam mit der iX-factory GmbH in einem neu gestarteten Forschungsprojekt entwickelt, um Leukämiediagnostik zukünftig in der Praxis zu ermöglichen. - Copyright: Hochschule Hamm-Lippstadt

Therapiebegleitende Diagnostik bei Krebs

7. Oktober 2013

Eigentumsrechte klären und Abläufe standardisieren

Ärzte können heute durch Tests immer häufiger und genauer vorhersagen, ob ein Krebsmedikament bei einem Patienten wirken wird oder nicht. Diese „Companion Diagnostics“ entwickeln sich derzeit zu einem wachsenden neuen Forschungsbereich der Medizin. Die dafür notwendigen Gewebeproben werden zunehmend für klinische Studien genutzt. Welche ethischen, auch eigentumsrechtlichen und technischen Probleme Companion Diagnostics bergen, ist ein Thema des diesjährigen Herbstsymposiums der Korporativen Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM).

Ein Drittel aller neu zugelassenen Arzneimittel bis zum Jahr 2015 sind Krebsmedikamente. Früher bestimmten Pathologen durch ihre Gewebediagnostik im wesentlichen nur, an welcher Krebsart ein Patient leidet und wie bösartig der Tumor ist. Doch vor allem für Lungen-, Magen-, Dickdarm- und Hautkrebs entwickelten Forscher in den vergangenen drei Jahren neue therapiebegleitende Tests. Sie geben vor Gabe der Medikamente darüber Aufschluss, ob ein Wirkstoff bei einem Patienten überhaupt wirksam sein kann. Mehr als 20 Tests wurden bislang eingeführt, um bei Leukämien und bösartigen Tumoren eine für den Patienten passende Therapie zu finden, berichtet Professor Dr. med. Christoph Röcken, Leiter des Instituts für Pathologie an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel.

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Schmerz - pixabay

Gewinnorientierung der Krankenhäuser: Zu viele OPs auch bei Prostatakrebs?

15. Mai 2013

Die MONITOR-Journalistin, Sonia Mikich, traf einen Nerv: Sie schilderte in dem Buch „Enteignet“ ihr Martyrium als Opfer eines Gesundheitssystems, in dem zu viele unnötige Untersuchungen und Operationen durchgeführt werden. Nicht medizinische Notwendigkeit oder Patientenwohl seien ausschlaggebend für eine Therapieentscheidung, sondern der Profitdruck, unter dem Ärzte und Kliniken in diesem System stünden. Patienten würden oft nicht ausreichend über konservative Heilmethoden aufgeklärt, stattdessen übereilt in die Chirurgie überwiesen – denn mit Operationen ist mehr Geld zu verdienen.

Dieses Szenario beobachtet die Stiftung Männergesundheit seit geraumer Zeit mit Sorge, denn auch bei Prostatakrebs werden, so die Einschätzung der Experten, unnötige Operationen durchgeführt. „Prostatakrebs trifft in der Regel ältere Männer, schreitet oft nur langsam voran und stellt daher selten eine tödliche Bedrohung für die Betroffenen dar. Abwarten und engmaschig beobachten, ist daher für viele Patienten die bessere Option, zumal Impotenz und Inkontinenz häufige Folgen der OP bzw. Bestrahlung sind – behandelte Patienten also deutlich an Lebensqualität einbüßen“, erklärt Prof. Dr. med. Lothar Weißbach, Wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Männergesundheit. „Die Vermutung liegt nahe, dass auch hier ökonomische Gründe die Therapieentscheidung beeinflussen“.

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Bilder aus zwei unterschiedlichen Verfahren werden digital miteinander verschmolzen – Ultraschall-Aufnahmen und Daten aus dem MRT, dem Magnetresonanztomografen. Uniklinikum Tübingen

Qualifizierte Ärzte und hochwertige Ultraschallgeräte für die Brustkrebsdiagnostik – woran erkennen Patientinnen die geeignete Praxis?

22. März 2013

Das Mammakarzinom ist mit Abstand das häufigste Karzinom der Frau. Zur Erkennung und Behandlung stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der Mammografie ist die Mammasonografie die Technik mit der besten Entdeckungsrate. Im Vergleich zur Röntgenmammografie hat die Mammasonografie nicht das Risiko einer Strahlenbelastung.

In Deutschland wird als technische Voraussetzung für eine Mammasonografie ein linearer Ultraschallkopf mit einer Sendefrequenz von 7 MHz und mehr zur sonografischen Untersuchung der Brust gefordert. Eine spezielle Ausbildung für diese Fertigkeit, im Rahmen der meist fünfjährigen Ausbildungszeit zum Facharzt für Frauenheilkunde oder Radiologie, ist nicht immer gegeben. Die Anzahl der nachzuweisenden sonografischen Untersuchungen ist festgelegt. Es wird gefordert, dass sonografisch tätige Ärzte, die diese Untersuchungen durchführen wollen, spezielle Kurse besuchen.

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Foto von der Regatta in Mainz am 24. Juni 2012

Rudern gegen Krebs

12. Juli 2012

Foto von der Regatta in Mainz am 24. Juni 2012Mainz, 12. Juli 2012 – Die bundesweiten Benefizregatten “Rudern gegen Krebs” finden dieses Jahr an insgesamt elf Austragungsorten statt. Ärzte, Pfleger und Therapeuten sitzen gemeinsam mit Krebspatienten und anderen Ruderbegeisterten im Boot, um sich für einen guten Zweck in die Riemen zu legen. Alle Ruderer unterstützen mit ihrer Teilnahme medizinisch betreute Sportprogramme für Krebspatienten und ermöglichen ihnen damit, an Bewegungsprogrammen teilzunehmen, die an die individuellen Bedürfnisse und krankheitsbedingten Limitationen angepasst sind. Es ist wissenschaftlich belegt, dass eine sportliche Betätigung die Lebensqualität der Erkrankten nachweisbar verbessern kann.

„Onkologische Kliniken, Forschungsinstitute oder Therapieeinrichtungen sind unsere jeweiligen Partner vor Ort, die die Veranstaltung organisieren und in der Regel die Patienten-Sportprogramme durchführen“, sagt Professorin Elke Jäger, Vorstandsmitglied der Stiftung Leben mit Krebs und Chefärztin am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt. „Damit können sie beispielsweise die Stelle eines Sporttherapeuten oder Sportgeräte für den Patientensport finanzieren. Vor allem aber bestätigen uns Ärzte, Pfleger und Therapeuten, dass es eine besonders überzeugende Erfahrung ist, wenn sie zusammen mit ihren Patienten rudern.“

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Krebssymbol - pixabay

Ärzte verstehen Statistiken zur Krebsfrüherkennung nicht

12. März 2012

Nachdem der Diskussionsbedarf über Nutzen und Schaden von Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen in den letzten Jahren zugenommen hat, brauchen Patienten heute mehr denn je Ärzte, von denen sie sich hierzu kompetent beraten lassen können. Eine nun veröffentlichte Studie des Harding Zentrums für Risikokompetenz am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung an über 400 US-amerikanischen Allgemeinärzten zeigt jedoch, dass die Mehrzahl der Ärzte diesbezüglich relevante von irrelevanten – und sogar fehlleitenden – Informationen nicht unterscheiden kann.

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Unter dem Rasterelektronenmikroskop: Hydrogel mit hoher Porendichte als mögliche Basis eines Prostata-Modells (Aufnahme: Dr. Friederike J. Gruhl, KIT)

Hart, aber ehrlich: Lebensqualität trotz Prostatakrebs

18. September 2009

Die deutschen Ärzte stehen im Kreuzfeuer der Kritik: Auch die Urologen nehmen Provisionen und Gegenleistungen von Krankenhäusern entgegen und überweisen im Gegenzug ihre Patienten zur weiteren Behandlung in die jeweilige Klinik. „Die derzeitige Praxis hat sowohl auf die Unabhängigkeit ärztlichen Handelns als auch auf das Selbstbestimmungsrecht des Patienten negative Auswirkungen“, urteilt Professor Lothar Weißbach, Wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Männergesund-heit. Trägt dieses System also dazu bei, dass heute der größte Teil der Prostatakrebspatienten teuer operiert – und zum Leidweisen der Patienten vielleicht sogar übertherapiert – wird?

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Kongress - pixabay

Zentren in der Frauenheilkunde nutzen den Patientinnen

17. September 2008

In bestimmten Bereichen der Medizin ist besonders viel Erfahrung der behandelnden Ärztinnen und Ärzte ebenso notwendig wie modernste apparative Ausstattung, um Patienten eine umfassende Betreuung von höchster Qualität zukommen lassen zu können. Dies gilt gerade auch für die gynäkologische Spezialversorgung. Für verschiedene Krankheiten, beispielsweise Brustkrebs, sind solche Zentren ebenso erfolgreich eingerichtet worden wie etwa für Risikogeburten. Allerdings gibt es noch Probleme, etwa bei der Qualifizierung und Finanzierung.

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