Prof. Dr. med. Oliver Hakenberg - Quelle: Wahlers PR
DGU-Kongress 2012

Medizinische Qualität in Deutschland in Gefahr

28. September 2012 Detlef Hoewing 0

Defizite in der Aus- und Weiterbildung beheben

Prof. Dr. med. Oliver Hakenberg - Quelle: Wahlers PRDie föderale Struktur in Deutschland führt mit lokal unterschiedlichen und schnell wechselnden Konzepten der Schulbildung bereits zu einer unterschiedlichen Vor- und Allgemeinbildung der Studienanfänger. Gleichzeitig wird der Zugang zum Medizinstudium über Abiturnoten und länderspezifische Bonus- und Malus-Systeme geregelt, ohne die wirkliche Motivation und Befähigung der Bewerber zu berücksichtigen.

Die noch immer hohe Attraktivität des Arztberufs sorgt für einen anhaltenden Ansturm auf die begrenzte Zahl der Studienplätze. Dennoch droht wegen der demographischen Entwicklung, sowohl der Bevölkerung als auch der Ärzteschaft, zukünftig ein eklatanter Ärztemangel. Dieser wird sich aufgrund geänderter Ansprüche an die „Work-Life-Balance“ gerade in den operativen Fächern wie der Urologie negativ auswirken. Ein über 70-prozentiger Frauenanteil bei Studienanfängern, mit besonderen Ansprüchen an die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, spielt dabei ebenso eine Rolle wie die relativ hohe „drop-out“-Rate von Studienabsolventen, die ihren weiteren Berufsweg nicht in der klinischen Medizin suchen.

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