Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
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„Unsterblichkeitsenzym“ im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesse

20. November 2004 Detlef Hoewing 0

Krebsentstehung und Alterung haben eines gemeinsam: Beide Prozesse sind abhängig von so genannten Telomeren und dem „Unsterblichkeitsenzym“ Telomerase. Genau um diese Komponenten dreht sich der 3. Europäische Workshop „Role of Telomeres and Telomerase in Cancer and Aging“, der vom 21. bis 23. November 2004 in Ladenburg im Hotel Nestor stattfindet. Professor Petra Boukamp, Leiterin der Abteilung Genetik der Hautcarcinogenese im Deutschen Krebsforschungszentrum, initiierte den Workshop mit dem Ziel, ein europäisches Forum für einen offenen Austausch neuester Ergebnisse zu schaffen. Zudem soll die Veranstaltungen Nachwuchswissenschaftlern ermöglichen, neue Kontakte zu Kollegen aus dem Fachgebiet zu knüpfen. Der Workshop wird finanziert von der Boehringer Ingelheim Stiftung.

Workshop: Europäische Telomerase-Forscher tauschen neueste Erkenntnisse aus

Jede Zelle besitzt von Natur aus nur eine begrenzte Lebensdauer. Nach einer bestimmten Anzahl von Teilungsvorgängen stirbt die Zelle. Dieses Programm ist quasi in den Chromosomen, den Trägern der Erbsubstanz, „gespeichert“: An ihren Enden befinden sich sehr viele Wiederholungen von kurzen Abschnitten aus DNS-Bausteinen, die so genannten Telomere. Bei jeder Zellteilung gehen einige Bausteine verloren. Das Enzym Telomerase ist in der Lage, dieser Verkürzung entgegenzuwirken. Und genau das tut der Biokatalysator in nahezu allen Tumoren; die Zellen werden damit unsterblich.

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