Kompressionstherapie beim Arm-Lymphödem - Das Positive daran, ich kann damit alt werden - Bildrechte: medi GmbH & Co. KG
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Kompressionstherapie beim Arm-Lymphödem

26. März 2014 Detlef Hoewing 0

Bayreuth (ots) – Rund drei Millionen Menschen leiden in Deutschland nach vorsichtigen Expertenschätzungen unter einer Erkrankung des Lymphgefäßsystems (1). Die reale Zahl kann aber deutlich höher liegen. Denn: Viele Betroffene werden eher zufällig auf ihre Erkrankung aufmerksam. Hervorgerufen durch starke Schwellungen, besonders an Armen oder Beinen, recherchieren sie im Internet, wenden sich an Therapeuten oder Selbsthilfegruppen. Steht die ärztliche Diagnose Lymphödem fest, werden aber bei weitem nicht alle Patienten richtig und ausreichend behandelt. Eine Patientin, bei der die richtige Diagnose frühzeitig erstellt wurde und die Behandlung bis heute umfassend erfolgt, ist Brigitte W. (Name der Redaktion bekannt). Die dreifache Mutter erkrankte 2007 an Brustkrebs. Zwei Lymphknoten waren befallen, vierzehn wurden sicherheitshalber entfernt. Der Eingriff verlief erfolgreich, doch drei Wochen nach der Operation wurde ihr rechter Arm dick. Als sie dann noch starkes Fieber bekam, suchte sie Rat bei ihrem Hausarzt, der gleichzeitig auch Lymphologe ist. Ein Glücksfall. Denn während Patientinnen nach ähnlichen Eingriffen nicht selten damit vertröstet werden, dass die Schwellung eine normale Komplikation sei, diagnostizierte ihr Arzt richtigerweise ein Lymphödem. Mit dieser Folgeerkrankung ist sie nicht allein. Aufgrund der aktuellen Studienlage kann man annehmen, dass durchschnittlich 20 bis 30 Prozent der Patientinnen von einem Brustkrebs assoziierten Lymphödem betroffen sind […mehr lesen]