Schmerz - pixabay
Augentumoren

Augentumor: Schlüsselgene identifiziert

17. Juli 2013 Detlef Hoewing 0

Einem interdisziplinären Forscherteam der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist es kürzlich gelungen, zwei Schlüsselgene zu identifizieren, die für die Entwicklung des häufigsten Augentumors, dem Aderhautmelanom, relevant sind. Ihre Ergebnisse wurden in einer der führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht*. Möglich wurde diese Studie dank modernster DNA-Sequenzierungstechnologie und genominformatischer Analysemethoden die seit kurzem am Universitätsklinikum Essen verfügbar sind.

Das Aderhautmelanom tritt vor allem im mittleren bis höheren Lebensalter auf. Knapp die Hälfte der Patienten bekommen Metastasen und sterben meist innerhalb weniger Monate daran, trotz modernster Behandlungsmethoden. Seit Jahrzehnten ist die Augenklinik des Universitätsklinikums Essens ein nationales Zentrum für die Behandlung von Patienten mit Aderhautmelanom. Am Institut für Humangenetik wird erforscht, weshalb dieser Tumor entsteht und metastasiert. Die Essener Forscher konnten bereits vor längerer Zeit nachweisen, dass es zwei Formen des Aderhautmelanoms gibt, die sich genetisch unterscheiden. Ob ein Patient Metastasten ausbildet, ist abhängig davon, welche Form er hat.

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