Wirkweise der PPARy-Agonisten bei AML
Leukämie

Wachstum der Krebszellen lässt sich mit Diabetes-Medikament hemmen

7. Dezember 2012 Detlef Hoewing 0

Heidelberger Krebsforscher legen Basis für gezielte Therapie bei akuter myeloischer Leukämie

Wirkweise der PPARy-Agonisten bei AMLHeidelberger Krebsforscher haben einen Ansatzpunkt für eine breit anwendbare Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML), einer aggressiven Blutkrebserkrankung, gefunden. Die Wissenschaftler um Professor Dr. Stefan Fröhling vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und vom Deutschen Krebsforschungszentrum erforschten die Wirkungsweise des Proteins CDX2, welches bei 90% der AML-Patienten in ursächlichem Zusammenhang mit der Erkrankung steht. Im Labor gelang es zudem nachzuweisen, dass so genannte PPARy-Agonisten die krankheitsfördernde Wirkung von CDX2 blockieren. Ihre Ergebnisse haben die Forscher in der neuesten Ausgabe des Journal of Clinical Investigation beschrieben.

Die akute myeloische Leukämie ist die häufigste Form von akutem Blutkrebs bei Erwachsenen. Bislang hat es sich als schwierig erwiesen, Ansatzpunkte für eine breit anwendbare zielgerichtete Behandlung zu finden, da die AML in vielen verschiedenen Unterformen vorkommt. Bei etwa 90% aller AML-Patienten ist ein leukämieauslösendes Protein namens CDX2 nachweisbar. Allerdings war bislang weder bekannt, wie CDX2 molekular wirkt noch wie das Protein zu hemmen sei.

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