Patientin Sabine G. (vorn) mit der Silikonhaube „DigniCap“ sowie Brigitte Rode, Professorin Park-Simon und Dr. Holthausen-Markou (v. l.). - Quelle „MHH/Kaiser“
Brustkrebs

Ergänzendes Behandlungsverfahren bei Brustkrebs

28. Mai 2015 Detlef Hoewing 0

MHH-Frauenklinik erzielt gute Erfolge mit Kopfhautkühlung / Sensorgesteuerte Silikonhaube schützt die Haarwurzeln Etwa 71.000 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an Brustkrebs. Viele von ihnen müssen sich einer Chemotherapie mit belastenden Nebenwirkungen unterziehen. Als eine schlimme Begleiterscheinung empfinden die meisten den Verlust der Haare. Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erprobt seit einem Jahr das Behandlungskonzept „DigniLife“, mit dem der Haarausfall deutlich vermindert werden kann. Es beruht auf der sensorgesteuerten Kühlung der Kopfhaut während der intravenösen Verabreichung der Chemotherapie. „Wir haben damit bisher 19 Patientinnen therapiebegleitend behandelt und sehr gute Ergebnisse erzielt. Die meisten Frauen waren damit sehr zufrieden“, sagt Professorin Dr. Tjoung-Won Park-Simon, stellvertretende Klinikdirektorin und Bereichsleiterin Gynäkologische Onkologie. Die Erfahrungen an der MHH-Frauenklinik bestätigen die Studien des Herstellers. Die MHH ist die einzige medizinische Einrichtung in Niedersachsen, an der die Kopfhautkühlung angeboten wird. Haare stehen nicht nur für Schönheit Die Haare sind für viele Frauen Ausdruck von Weiblichkeit. Während einer Chemotherapie, die ohnehin die Lebensqualität erheblich vermindert, kommt den Haaren eine über die Schönheit hinausgehende Bedeutung zu. „Den Haarausfall erleben die betroffenen Frauen oft als Stigmatisierung“, erklärt Dr. Sophia Holthausen-Markou, Oberärztin an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie. Die Gynäkologin unterstützt die […mehr lesen]