In Leukämiezellen (hier lila) wird durch das neue Medikament der Signalweg zum natürlichen Absterben wieder freigemacht. Foto: Universitätsklinikum Ulm
Leukämie

MHH-Studie zeigt: Urintest ist besser als Biopsie

27. Juli 2013 Detlef Hoewing 0

Test ermöglicht frühzeitige Behandlung von Komplikationen nach Stammzelltransplantation / Multizentrische Studie beweist erhöhte Überlebenschancen für Leukämie-Patienten

Die Stammzelltransplantation wird bei bösartigen Erkrankungen wie Leukämien erfolgreich eingesetzt – trotzdem birgt der Eingriff Risiken. Eine lebensgefährliche Komplikation ist die „Graft versus Host“-Reaktion (GvHD). Die Immunzellen des Transplantats erkennen die gesunden Zellen des Empfängers als fremd und greifen sie an. Bei schwerwiegenden Verläufen können dadurch etwa 80 Prozent der Patienten sterben, obwohl die Leukämie- Erkrankung selbst erfolgreich therapiert wurde. Ein Forscherteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat gemeinsam mit einem Biotechnologie-Unternehmen einen Urintest entwickelt, mit dem die Mediziner Komplikationen nach Stammzelltransplantationen frühzeitig erkennen.

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