mCT - Quelle: Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Mannheim
Harnblasenkrebs

Mit Radionukliden gegen Blasenkrebs

5. August 2014 Detlef Hoewing 0

Neue Behandlungsmöglichkeit am Klinikum rechts der Isar Ärzte der Urologischen und der Nuklearmedizinischen Klinik des Klinikums rechts der Isar haben mit der Radioimmuntherapie eine Behandlungsmöglichkeit für Blasenkrebs entwickelt, mit der Patienten bei einer bestimmten Form der Erkrankung die Entfernung der Blase erspart werden kann. Diese Therapie wird bislang ausschließlich am Klinikum rechts der Isar als individueller Heilversuch durchgeführt. Blasenkrebs ist die fünfthäufigste Krebsart in den Industrieländern. Hauptrisikofaktor ist Rauchen. Etwa zehn Prozent der Tumore sind so genannte Carcinoma in situ, aggressive Tumore an der Oberfläche der Harnblase, die keine Metastasen bilden. Die gängige Behandlung ist die BCG-Therapie: In mehreren Therapiesitzungen wird mit einem Katheter ein Bakterium in die Blase eingeführt, um das Immunsystem zu stimulieren. Bei bis zu 50 Prozent der Patienten ist die Therapie erfolgreich und der Krebs zieht sich zurück. Bei den übrigen Patienten muss die Harnblase entfernt werden, was ihre Lebensqualität deutlich einschränkt. Für diese Patienten bietet die neue Behandlungsmöglichkeit am Klinikum rechts der Isar der TU München eine Chance. Dabei wird ein Radionuklid, eine radioaktive Substanz mit geringer Eindringtiefe und kurzer Halbwertszeit, per Katheter in die Blase eingeführt. Bei der Therapie machen sich die Ärzte die Tatsache zunutze, dass beim Blasenkarzinom in situ ein bestimmtes Protein, […mehr lesen]

Chemazeichnung der TUR-B
Harnblasenkrebs

Die PDD mit Hexvix während der TUR-B

8. März 2014 Detlef Hoewing 0

Chemazeichnung der TUR-BPDD bedeutet Photo Dynamische Diagnostik und wird auch als fluoreszenzgestützte Diagnostik bezeichnet.

Die Photodynamische Diagnostk (PDD) unter OP-Bedingungen wird bereits bei der ersten TUR-B empfohlen, um ausschließen zu können, dass tumorverdächtiges Gewebe in der Harnblase verbleibt.

HEXVIX® ist im Moment das einzige zugelassene Arzneimittel für die photodynamische Diagnostik (PDD), um Harnblasentumoren besser sichtbar zu machen und bei einer transurethralen Resektion festzustellen, ob ein Tumor vollständig entfernt wurde.

Entwickelt zur besseren Erkennung von Harnblasenkrebs, insbesondere dem Carcinoma in situ (Cis), kann die PDD auch kleinste Tumoren nachweisen, die mit dem Standard-Weißlicht- Verfahren allein unter Umständen nicht gesehen werden.

Nach der Instillation (Einbringen in die Harnblase) wird HEXVIX® in ein photoaktives Porphyrin umgewandelt, welches sich in rasch vermehrenden Zellen (z.B. Tumoren) anreichert. Unter Blaulicht fluoreszieren diese Zellen rot.

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Kunstblase
Harnblasenkrebs

Die Geschichte der orthotopen Neoblase

15. Juli 2012 Detlef Hoewing 0

ist gar nicht so einfach zu beschreiben. Erstmalig wurde wohl in einem Münchner Klinikum im Juli 1983 bei einem 44 -jährigen Mann, der an einer tuberkulösen Schrumpfblase litt, die Blase durch ein Reservoir aus Darmsegmenten ersetzt.

Im gleichem Jahr verwendete die Mainzer Klinik bei genau der gleichen Indikationsstellung ein Dünndarmsegment, welches längs aufgeschnitten und dann N-, S- oder W-förmig zu einer Darmplatte genäht wurde. Ein sogenanntes detubularisiertes Ileocoekalsegment.
Innerhalb von wenigen Jahren kam es zu einer Flut von Publikationen über verschiedene Modelle der orthotopen Neoblase. Wie ist eine solche, fast explosionsartige Entwicklung erklärbar?

Ganz offensichtlich war, nachdem die einzelnen Bausteine längst beschrieben worden waren, die Zeit dafür herangereift, dass der Schritt zu komplexen Harnableitungen gewagt werden konnte.

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