Blasenkrebs

Blasenkrebs – Nicht einmal jeder Zweite kennt die typischen Symptome

Blasenkrebs zählt zu den zehn häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Gleichzeitig sind die typischen Symptome nicht einmal jedem Zweiten bekannt – zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die anlässlich des Blasenkrebsmonats Mai durchgeführt wurde. Diese Unkenntnis kann gefährlich sein: Gerade im fortgeschrittenen Stadium ist die Prognose für die Betroffenen äußerst ungünstig….

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Blasenkrebs: Strahlentherapie als Alternative zur Radikaloperation

Eine Strahlentherapie ist bei Patienten mit einem muskelinvasiven Blasenkrebs eine Alternative zur kompletten operativen Entfernung der Harnblase. Dadurch bleiben Patienten die Folgen einer Radikaloperation wie beispielsweise ein künstlicher Harnausgang erspart. Eine organerhaltende Operation in Kombination mit einer Radiochemotherapie wird jetzt auch von der führenden amerikanischen Krebsgesellschaft (ASCO) empfohlen, die damit…


Fortschritte im Kampf gegen Nieren- und Blasenkrebs

Urologen erwarten in Kürze neuen Therapieansatz in der Immunonkologie Düsseldorf. Eine Tumorerkrankung mit dem eigenen Immunsystem angreifen? Genau dieser Mechanismus wird durch verschiedene neue Substanzen aus dem Bereich der „Immunonkologie“ verfolgt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Therapieansätzen, wie der Chemotherapie, bei denen der Tumor direktes Ziel des Wirkstoffes ist, funktionieren die Immunonkologika…


Blasenkrebs schneller erkennen

Das IPHT wird innerhalb der nächsten fünf Jahre im Rahmen eines EU-Projekts ein neuartiges Endoskop für die schnelle Diagnose von Blasenkrebs erforschen. Dadurch kann der Mediziner während einer Routine-Untersuchung feststellen, ob und wie tief Krebsgewebe in die Blaseninnenwand vorgedrungen ist, ohne dabei Proben zu nehmen. Ziel ist eine verbesserte Behandlung…


Mit Radionukliden gegen Blasenkrebs

Neue Behandlungsmöglichkeit am Klinikum rechts der Isar Ärzte der Urologischen und der Nuklearmedizinischen Klinik des Klinikums rechts der Isar haben mit der Radioimmuntherapie eine Behandlungsmöglichkeit für Blasenkrebs entwickelt, mit der Patienten bei einer bestimmten Form der Erkrankung die Entfernung der Blase erspart werden kann. Diese Therapie wird bislang ausschließlich am…


Welche Patienten profitieren von der Blasenkrebs-Früherkennung?

Warum ist die Früherkennung auf Blasenkrebs wichtig?

Dr. Gerson Lüdecke - Foto: consileFrüh erkannt hat das Harnblasenkarzinom eine Heilungschance von über 90%. Dagegen haben Patienten, bei denen der Blasenkrebs erst in einem späten Stadium entdeckt wird, ein hohes Mortalitätsrisiko. Leider werden immer noch etwa 30% der Patienten erst diagnostiziert, wenn das Karzinom bereits invasiv ist. Eine Früherkennung bietet eine erhebliche Chance, die Heilungsaussichten der Betroffenen deutlich zu erhöhen. Bislang fehlt aber noch der wissenschaftliche Beweis, dass dies beim Blasenkrebs erfolgreich umgesetzt werden kann.

Welche Patienten sollten mit einem Schnelltest auf urinlösliche Blasenkrebsmarker untersucht werden?

Die Methode mit der Chance auf höchste Effektivität ist eine risikoadaptierte Früherkennung. Hier sind langjährige Raucher und Personen mit beruflicher Risikoexposition und medizinisch induzierten Faktoren ab einem Alter von ca. 55 Jahren zu nennen, außerdem bietet sich diese Diagnostik als Ergänzung bei Patienten mit Symptomen auf Blasenkrebs oder in der Nachsorge. In quantifizierender Form können Schnelltests dabei sogar Prognose relevant sein. Für ein Massen-Screening in der Bevölkerung bei Personen ohne Symptome oder Risikofaktoren ist keiner der in Deutschland erhältlichen Tests bisher zugelassen oder in Leitlinien empfohlen.


Neoadjuvante Therapie beim invasiven Harnblasenkrebs

Bei 6.000 – 6.500 Menschen in Deutschland tritt jedes Jahr bereits ein fortgeschrittener Harnblasenkrebs vor, das bereits metastasiert ist. Davon könnten mit ungefähr 2.000 Patienten eine perioperative Chemotherapie erhalten und damit profitieren. Bei dieser voroperativen neoadjuvanten Chemotherapie soll der Tumor und vorliegende Metastasen verkleinert werden, z.B. in den Lymphknoten.

Also kann eine neoadjuvante Chemotherapie dabei häufig die Operabilität des Tumors verbessern und zeigte in Studien ebenso wie die adjuvante Chemotherapie einen Überlebensvorteil gegenüber alleiniger operativen Therapie. Dies zeigten Studien, wie bei Leissner und Gschwend et al., die zeigten, dass die Prognose bei einer nodalen Metastasierung bei Harnblasenkrebs sich dramatisch verschlechtert. Somit ist die Selektion von Patienten, die vor der Operation einer Chemotherapie erhalten sollten, wie auch der nachfolgenden Chemotherapie erhalten sollten.


Unsterblichkeits-Enzym macht Blasenkrebs aggressiv

Urothelkarzinom der Blase, Bild: KGH, Wikimedia CommonsWissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum entdeckten bei 65 Prozent aller Fälle von Blasenkrebs eine Erbgut-Veränderung, die zu übermäßiger Aktivität des Unsterblichkeitsenzyms Telomerase führt. Die Mutation ist mit einem ungünstigen Verlauf der Erkrankung assoziiert. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Patienten zusätzlich Träger einer bestimmten Genvariante sind.

Im Deutschen Krebsforschungszentrum hatten Wissenschaftler um Dr. Rajiv Kumar kürzlich beim bösartigen schwarzen Hautkrebs eine weitverbreitete Erbgutveränderung entdeckt. Die Mutation betrifft die als „Unsterblichkeitsenzym“ bezeichnete Telomerase. Um die Bedeutung dieser Erbgut-Veränderung bei anderen Krebsarten aufzuklären, analysierten die Forscher nun gemeinsam mit Kollegen vom schwedischen Karolinska-Institut das Tumorerbgut von 327 Blasenkrebs-Patienten. Bei 65 Prozent der Tumoren entdeckten sie die identische Veränderung.


Erster quantitativer Blasenkrebs-Schnelltest für die Praxis

UBC-Rapid - Quelle: consileFreiburg, 20. August 2013 – Bisherige Schnelltests für die Früherkennung eines Karzinoms der Harnblase haben einen limitierten diagnostischen Wert. Sie liefern nur „positiv“ oder „negativ“ als Ergebnis. Für eine genauere Risikoabschätzung waren bisher aufwendigere Laborverfahren notwendig. Der neue quantitative UBC® Rapid Test ist der weltweit erste Schnelltest für ein kostengünstiges Blasenkrebs-Screening von Risikopersonen, der gleichzeitig eine Risikobeurteilung ermöglicht.

Risikopatienten für Blasenkrebs, also Raucher und beruflich mit kanzerogenen Substanzen arbeitende Personen, sollten regelmäßig auf Blasenkrebs getestet werden. Die Früherkennung in der Praxis kann unter Einbeziehung der Risikofaktoren mit Schnelltests als Selbstzahlerleistung erfolgen. Entscheidend für die diagnostische Wertigkeit der verwendeten Schnelltests ist, dass sie eine ausreichend hohe Sensitivität aufweisen, also erkrankte Personen richtig positiv testen.


Gesundheitsportal Curado

Auf dem Gesundheitsportal Curado, www.curado.de, finden Sie patientengerechte Informationen zu Krankheiten wie Krebs, Diabetes, neurologischen Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen sowie wertvolle Tipps für eine gesunde Lebensführung und Krankheitsprophylaxe. So finden Sie auch weiterführende Informationen über Blasenkrebs, http://www.curado.de/Blasenkrebs-18759/, wie auch zu Selbsthilfegruppen und nützliche Links zum Thema Blasenkrebs. Außerdem finden Sie auf…