Zelltod als Zerplatzen: Hier explodiert eine Hautkrebszelle aus einem Plattenepithelkarzinom und sch ... Bild/Quelle: Prof. M. Leverkus, Universitätsmedizin Mannheim
Hautkrebs

Hautkrebs – Erfolgreiche Blockade

30. April 2014 Detlef Hoewing 0

Mit einem neuen Wirkstoff konnten Wissenschaftler der Universitätsklinik Würzburg das Wachstum von Hautkrebszellen stoppen. Ob dieser Hemmstoff therapeutisch eingesetzt werden kann und ob er auch bei Tumorzellen anderer Krebsarten wachstumshemmend wirkt, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Viren können nicht nur lästige und unangenehme Infektionen, wie Grippe oder Masern, auslösen. Sie sind auch für eine Reihe von Krebserkrankungen beim Menschen verantwortlich. Ein Beispiel dafür ist das Merkelzell- Karzinom – eine seltene, aber hoch aggressiven Form von Hautkrebs. Hier konnten Wissenschaftler vor rund sechs Jahren nachweisen, dass in etwa 80 Prozent aller Karzinome ein Virus vorliegt – das sogenannte Merkelzell- Polyomavirus. Wie Viren Krebs auslösen Der genaue Mechanismus, wie das Virus die Zellen dazu bringt, sich ungebremst zu teilen und zu vermehren, ist noch nicht bekannt. Klar ist allerdings, dass spezielle, vom Virusgenom kodierte Proteine – im Fachjargon T-Antigene genannt – eine zentrale Rolle dabei spielen. Aus Untersuchungen an verwandten Tumorviren ist bekannt, dass die T-Antigene in der Lage sind, in den Zellen das sogenannte Retinoblastoma-Protein zu inaktivieren, dessen Funktion es ist, unkontrollierte Vermehrung der Zellen zu verhindern. Das Zusammenspiel von T-Antigen und Retinoblastom-Protein bietet sich deshalb als Angriffspunkt für eine potenzielle Therapie an. Ob sie zum gewünschten Erfolg führt, haben Wissenschaftler aus […mehr lesen]