Kombination der Daten aus der miRNA-Expression mit weiteren molekularen Analysen ermöglicht dann die Einteilung der Patienten in 5 Gruppen, die jeweils sehr unterschiedliche Überlebenschancen haben. - Grafik: M. Fassnacht
Nierenkrebs

Bösartigen Nebennieren -Tumoren auf der Spur

25. April 2014 Detlef Hoewing 0

Der europäischen Forschergruppe mit starker Würzburger Beteiligung ist es gelungen, Gene und Signalwege in Zusammenhang mit Nebennieren – Tumoren zu finden. Über ihre Arbeit berichten die Wissenschaftler in der aktuellen „Nature Genetics“. Eine Krebserkrankung im Bereich der Nebenniere stellt für die Betroffenen eine sehr große Bedrohung dar. Sie tritt zwar mit ein bis zwei Fällen pro eine Million Einwohner in Deutschland eher selten auf, dafür zeigt sie jedoch oft einen ungünstigen Verlauf. Mehr als die Hälfte aller Patienten, die einen bösartigen Tumor in der Nebenniere haben, sind nach fünf Jahren nicht mehr am Leben. Zum einen wird die Erkrankung oft spät erkannt, zum anderen ist sie in fortgeschrittenem Stadium schwierig zu therapieren. Europäischer Erfolg Ein Schritt zu verbesserten Therapiemöglichkeiten könnten die aktuellen Erkenntnisse der europäischen Forschergruppe ENSAT (European Network for the Study of Adrenal Tumours) sein, wie Professor Martin Fassnacht von der Universität Würzburg berichtet. Er ist, gemeinsam mit den Franzosen Jérôme Bertherat, Guillaume Assié und Eric Letouzé, einer der Hauptautoren der Arbeit mit dem Titel „Integrated genomic characterization of adrenocortical carcinoma“, die in dem wissenschaftlichen Fachmagazin „Nature Genetics“ erschienen ist. Fassnacht und Kollegen ist es gelungen, die genetischen Veränderungen bei der sehr aggressiven Krebsart ein Stück weit zu entschlüsseln. […mehr lesen]