Thoraxmodell Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Lungenkrebs

Neue Therapie bei aggressivem Lungenkrebs

20. Oktober 2014 Detlef Hoewing 0

Strahlentherapie von Hirn und Brustkorb verbessert Überlebensrate Berlin – Eine Bestrahlung des Brustkorbs kann das Leben von Patienten mit fortgeschrittenem kleinzelligem Bronchialkarzinom, einer besonders aggressiven Lungenkrebsvariante, verlängern. Bislang gehört die vorbeugende Bestrahlung des Schädels zum Behandlungskonzept. Nun belegt eine aktuell in The Lancet veröffentlichte Studie die Vorteile einer zusätzlichen Bestrahlung des Brustkorbs in Bezug auf das Überleben. Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) empfiehlt daher die Brustkorbbestrahlung standardmäßig anzuwenden. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 52 000 Menschen neu an einem Bronchialkarzinom. Etwa 13 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen entfallen auf das kleinzellige Bronchialkarzinom. „Dieser Krebs wächst sehr rasch und hat bei der Diagnose meist eine Ausdehnung erreicht, in der eine Operation nicht mehr sinnvoll ist“, berichtet DEGRO-Präsident Professor Dr. med. Michael Baumann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Dresden. Die Behandlung bestand lange Zeit allein in einer Chemotherapie, die den Tumor verkleinerte und die Beschwerden vorübergehend linderte. Bei den meisten Patienten kam es aber nach kurzer Zeit zu Metastasen im Gehirn, die die Überlebenszeit verkürzten. Vor sieben Jahren konnte eine europäische Studie zeigen, dass eine vorbeugende Schädelbestrahlung die Häufigkeit der Hirnmetastasen drastisch senkt und die Einjahresüberlebensrate verdoppelt. „Diese prophylaktische Schädelbestrahlung ist heute Standard beim kleinzelligen Bronchialkarzinom“, […mehr lesen]

Lungenkrebszelle bei der Teilung Quelle: Dr. Felix Bestvater, Deutsches Krebsforschungszentrum
Lungenkrebs

Identifizierung von Schlüsselmutationen bei Bronchialkarzinom

4. September 2012 Detlef Hoewing 0

Das kleinzellige Bronchialkarzinom (small cell lung cancer: SCLC) macht bis zu 15 Prozent aller Lungenkrebs-Diagnosen aus, ist in nahezu allen Fällen unheilbar und führt schnell zum Tod des Patienten. Wissenschaftlern der Universität zu Köln und der Uniklinik Köln ist es im Rahmen einer tiefen genetischen Charakterisierung von SCLC-Tumoren gelungen, neue Mutationen zu identifizieren, die in Zukunft neue Therapieansätze ermöglichen könnten.

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Krankenkassen - pixabay
Lungenkrebs

Krebsgesellschaft zertifiziert erste Lungenkrebszentren

21. Juni 2009 Detlef Hoewing 0

Berlin. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 33 000 Männer und 13 000 Frauen an Lungenkrebs. Das Bronchialkarzinom ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Damit diese Patienten die bestmögliche Versorgung erhalten, hat die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) nun mit der Zertifizierung von Lungenkrebszentren begonnen.

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Anwendungsbeispiel einer Photodynamischen Therapie mittels Ala und Laserlicht beim Lungenkrebs - Grafik: D.Höwing
dkfz

Lungenkrebs früher erkennen

4. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums entdecken eine mögliche Früherkennungsmethode zur Diagnose des Bronchialkarzinoms. Ein Biomarker soll die Überlebenschancen von Lungenkrebspatienten erhöhen. Weitere Themen der neuen Ausgabe des International Journal of Cancer (IJC) sind die Aufklärung der Wirkungsmechanismen zweier weit verbreiteter Zytostatika sowie die Unterdrückung eines Signalweges, der an der Darmkrebsentstehung beteiligt ist. Die aktuelle Ausgabe des IJC erschien dazu am 01.07.2008.

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