Fluoreszenz-Mikroskopie des MAGE-Antigens auf einer Brustkrebszelllinie - Quelle: Dr. H. Schwarzenbach
Brustkrebs

Brustkrebs bremsen: Forscher finden neuen Ansatzpunkt

30. Oktober 2014 Detlef Hoewing 0

(umg) Die Diagnose Brustkrebs trifft in Deutschland jedes Jahr über 70.000 Frauen. Dank neuer Behandlungsmöglichkeiten steigen die Heilungschancen. Nach wie vor erliegen jedoch viele Patientinnen ihrem Leiden, weil Tumore unempfindlich gegen die angewandte Chemotherapie sind. Ein internationales Forscherteam um Prof. Dr. Steven A. Johnsen, Leiter Schwerpunkt Translationale Krebsforschung der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen, und des Göttinger Zentrums für molekulare Biowissenschaften (GZMB) hat nun herausgefunden, dass Brustkrebs-Zellen das Protein BRD4 benötigen, um sich zu vermehren. Die Erkenntnisse könnten dazu beitragen, neue Therapien für Brustkrebs zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden in der amerikanischen Fachzeitschrift Cell Reports veröffentlicht. Originalpublikation: Nagarajan S, Hossan T, Alawi M, Najafova Z, Indenbirken D, Bedi U, Taipaleenmäki H, Ben-Batalla I, Scheller M, Loges S, Knapp S, Hesse E, Chiang CM, Grundhoff A, Johnsen SA. Bromodomain Protein BRD4 Is Required for Estrogen Receptor-Dependent Enhancer Activation and Gene Transcription. Cell Rep. 2014 Jul 24;8(2):460-9. doi: 10.1016/j.celrep.2014.06.016. Epub 2014 Jul 10. Um zu wachsen, sind viele Brusttumore auf das weibliche Geschlechtshormon Östrogen angewiesen. Östrogen dockt in den Zellen an ein Partner-Protein an, den Östrogen-Rezeptor alpha (englisch: estrogen receptor alpha, ERα). Der Rezeptor ERα schaltet dann mithilfe anderer Proteine gezielt Gene an, die die Krebszellen dazu anregen, […mehr lesen]